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"Die Höhle der Löwen": Darum ließ Frank Thelen den Möbel-Deal nach der Sendung platzen

Ein Investment von 400.000 Euro versprach Frank Thelen dem Möbel-Start-up Pazls in der "Höhle der Löwen". Dem stern erklärten die Gründer, warum der Deal letztlich doch platzte.

Carsten Maschmeyer in der "Höhle der Löwen"

Mit Möbeln, die sich ohne Werkzeug und Schrauben zusammenbauen lassen, überzeugte das Berliner Start-up Pazls in der "Höhle der Löwen". Das modulare System mit patentierter Magnetverbindung fand bei den Löwen Anklang. Sowohl Frank Thelen als auch Dagmar Wöhrl waren bereit, 400.000 Euro für 25 Prozent der Firma zu investieren. Die Gründer Julian Bäßler (30), Thomas Poddey (30) und Phillip McRae (30) entschieden sich für Technik-Guru Thelen - doch nach der Sendung machte Thelen den Rückzieher.

Frank Thelen in der Höhle der Löwen

Frank Thelen nimmt das Magnetsystem von Pazls in der "Höhle der Löwen" unter die Lupe

MG RTL D

"Der Deal kam leider nicht zustande", erklärt das Pazls-Gründerteam gegenüber dem stern. "Frank Thelen und sein Team haben uns zwar bestätigt, mit den Themen Flexibilität und Individualisierung bei Möbeln zwei spannende Trends zu adressieren. Allerdings schätzen sie die Markt- und Wettbewerbssituation anders ein als wir."

Nach "Höhle der Löwen": So geht es für Pazls weiter

Dass der Wettbewerb auf dem Möbelmarkt hart ist, sehen auch die Gründer. Sie sind trotzdem zuversichtlich, sich durchsetzen zu können. "Wir bieten durch die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten und die Wandelbarkeit aber auch ganz klare Vorteile und können kurze Lieferfristen realisieren." Pazls bietet auf seiner Homepage einen Konfigurator, mit dem sich die Möbelmodule individuell zusammenstellen lassen. Anders als mancher Wettbewerber setze man aber nicht nur auf die E-Commerce-Schiene, sondern habe auch schon neue Vertriebspartner gewonnen, erklärt Pazls.

Die Idee zu Pazls hatten die drei befreundeten Gründer, weil sie sich gegenseitig bei ihren Umzügen halfen. Das Ab- und Aufbauen der Möbel nervte sie ebenso wie Wegwerfmöbel, die einen Umzug nicht überstehen oder einfach nicht in die neue Wohnung passen. "Unser Ansporn ist es, dass Möbel in Zukunft verändert, gemietet, getauscht werden. Bei Pazls können die Module immer wieder neu miteinander kombiniert werden", erklären die Pazls-Gründer ihre Vision im Interview mit dem stern. Das Interview finden Sie hier.

 

"Die Höhle der Löwen" zum Lesen: Die zweite Ausgabe des Magazins zur Sendung erscheint am 13.November 2018. Hier können Sie das Heft portofrei bestellen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.