HOME

"Höhle der Löwen": Für Ikea-Verweigerer: Diese Möbel bauen sich mit Magnetkraft selbst zusammen

Kein Schrauben, kein Hämmern: Die Gründer von Pazls haben modulare Möbel entwickelt, die sich mit einem magnetischen Verbinder wie von selbst zusammenfügen. Nun präsentieren sie ihr patentiertes System in der "Höhle der Löwen".

Pazls-Gründer in der "Höhle der Löwen"

Die Pazls-Gründer in der "Höhle der Löwen"

MG RTL D

Wer schon mal Möbel zusammengebaut hat, weiß, dass das oft kein Spaß ist. Das Start-up Pazls hat daher ein modulares Möbelsystem entwickelt, das sich komplett ohne Werkzeug zusammenbauen lässt. Für die richtige Verbindung sorgt ein patentiertes System aus Magneten und Pins, das die hochwertigen Möbelteile sicher zusammenhält. Die Gründer Julian Bäßler, Thomas Poddey und Phillip McRae buhlen am Dienstagabend in der "Höhle der Löwen" um ein Investment - vorab haben Sie uns schon ein paar Fragen beantwortet.

Wie sind Sie auf die Idee zu Pazls gekommen?

Wir Gründer haben uns gegenseitig bei den Umzügen geholfen und waren von Wegwerfmöbeln genervt. Unser Ansporn ist es, dass Möbel in Zukunft verändert, gemietet, getauscht werden. Bei Pazls können die Module immer wieder neu miteinander kombiniert werden. Damit das so einfach wie möglich ist und die Module auch deutlich öfter als 100 Mal gesteckt werden können, haben wir das Pazls-Möbelsystem mit dem Pazls-Snap-Verbinder entwickelt.

Wie funktioniert der magnetische Möbelverbinder?

Das Wichtigste vorab: Der Magnet löst den Mechanismus aus, gehalten wird die Verbindung dann über einen Stahl-Pin. In einem Element des Verbinders ist wie gesagt ein Magnet integriert, in dem anderen der Pin. Werden zwei Module zusammengeführt, zieht der Magnet den Pin heraus. Dieser verankert dann im Gegenstück. Mit einem Snap hält das Ganze bombenfest.

Kann Ikea jetzt einpacken?

Wir vergleichen uns ungern mit Ikea, da ein Start-up wie wir niemals Ikea-Preise erreichen kann. Der Vergleich mit den günstigen Ikea-Produkten wäre auch nicht fair, da wir eine höhere Qualität bieten und Pazls-Möbel immer wieder angepasst werden können. Aber Ikea entwickelt sich auch in eine immer nachhaltigere Richtung. Wer weiß, was die Zukunft bringen wird.

Wie viele Möbel bzw. Möbelmodule gibt es bei Pazls?

Bei Pazls gleicht kein Möbel dem anderen. Mit unserem 3D-Konfigurator kann jeder Kunde die Module nach den eigenen Vorstellungen zusammenstellen – ganz bequem vom Sofa aus. Mit nur 15 verschiedenen Modulen lassen sich alle denkbaren Stauraummöbel designen, von Lowboards über Sideboards, Kommoden und Regalen bis hin zu ganzen Wohnwänden.

Was kosten die Möbelstücke?

Wir liegen preislich auf einem Niveau mit Markenmöbeln unseres Qualitätslevels. Im Vergleich zu modularen Systemen wie USM Haller oder einer individuellen Schreinerproduktion sind wir deutlich günstiger.

Carsten Maschmeyer in der "Höhle der Löwen"

 

bak
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?