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Großbritannien In England soll bald an Supermarktkassen ein Kamerasystem das Alter der Kunden schätzen, wenn sie Alkohol kaufen

Ein Kunde an einer Self-Checkout-Kasse im Supermarkt
Ein Kunde an einer Self-Checkout-Kasse im Supermarkt
© SolStock / Getty Images
Selbst-Checkout in modernen Supermärkten kommt bei vielen Kunden gut an. Aber sobald Alkohol gekauft wird, muss doch jemand kommen und das Alter des Käufers kontrollieren. In England tüftelt man an einer Lösung hierfür.

Noch sind sie in Deutschland eher die Ausnahme, hier und da gibt es sie allerdings schon: Self-Checkout-Kassen in Supermärkten und Discountern. Anstatt das Einscannen der Waren den Kassierer:innen zu überlassen und anschließend zu bezahlen, ziehen hier die Kunden selbst ihre Einkäufe über den Scanner und zahlen per Karte oder an einem Automaten, ganz ohne Hilfe eines Angestellten. Zumindest, solange sie keinen Alkohol kaufen wollen. Denn dann muss doch jemand dazukommen, um das Alter des Kunden zu prüfen.

Ob jemand lieber an einer normalen Kasse bei einem echten Menschen seine Einkäufe zahlt oder den Self-Checkout nutzt, ist dabei natürlich Geschmackssache, und es gibt Vor- und Nachteile bei beiden Systemen. Sicher ist aber: Wenn man schon Scannen und Zahlen fix selbst erledigen will, dann sollte das auch unkompliziert und ohne Hilfe der Supermarktmitarbeiter:innen funktionieren. Auch, wenn jemand eine Flasche Wein kauft. Allerdings muss natürlich dennoch irgendwie das Alter überprüft werden – in England tüftelt man da aktuell an einer Lösung.

Supermarkt versichert: Keine Gesichtserkennung

In Zusammenarbeit mit dem britischen Innenministerium wurde ein System entwickelt, bei dem eine Kamera das Alter des Kunden einschätzen soll. Mehrere große Supermarktketten wollen dies nun in ihren Filialen testen. Die Kund:innen müssen jedoch vorher zustimmen, dass die Kamera sie filmen und ihr Alter schätzen darf. Werden sie als jünger als 25 Jahre eingestuft, müssen sie dann wie bisher auf einen Angestellten warten, der ihren Ausweis überprüft, bevor sie Alkohol kaufen dürfen.

Die Entwickler des Systems weisen darauf hin, dass die Fotos, die die Kameras aufnehmen, nicht gespeichert werden. Außerdem handele es sich nicht um "Facial Recognition", also eine Gesichtserkennung, bei der die Bilder mit diversen Datenbänken abgeglichen werden. So etwas wurde nämlich bereits bei der britischen Supermarktkette Co-Op getestet – dort sollten Kameras Kunden erkennen, die wegen Diebstahl oder "anti-sozialem Verhalten" bei der Polizei registriert waren. Dieser Test wurde heftig kritisiert.

Quelle:  BBC

wt

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