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Erneuerbare Energien: Anträge auf Ökostrom-Rabatte auf neuem Höchststand

In Deutschland weigern sich immer mehr Unternehmen, die gesetzliche Ökostromumlage zu bezahlen. Laut Medienberichten erreicht das Volumen der Ausnahme-Anträge für 2014 rund fünf Milliarden Euro.

Immer mehr Unternehmen in Deutschland wollen nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" ihre höheren Stromkosten nicht zahlen. Für 2014 hätten so viele Betriebe wie noch nie eine Befreiung von der Ökostromumlage beantragt, schreibt die "Süddeutschen Zeitung" und beruft sich dabei auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion. Zum Stichtag am 1. Juli seien 2367 Anträge von Unternehmen eingegangen. Im vergangenen Jahr seien es zum Stichtag 2055 gewesen.

Kommen die Unternehmen mit ihren Anträge durch, müssten die Lasten der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im nächsten Jahr auf immer weniger Schultern verteilt werden, schreibt die Zeitung. Ursprünglich waren die Rabatte gedacht, um jene Unternehmen zu stützen, die durch die geänderten Tarife und die daraus resultierenden Mehrkosten einen Wettbewerbsnachteil erleiden könnten. Zunehmend jedoch würden auch immer mehr Betriebe von den Rabatten profitieren, die diesem Konkurrenzkampf nicht unterliegen, so die Kritik der Experten.

Am Ende der Rabattkette steht der Endverbraucher. Daher könne der Strompreis für private Haushalte erneut steigen. Schätzungen zufolge werde das Volumen der EEG-Ausnahmen 2014 auf rund fünf Milliarden Euro anwachsen und ebenfalls einen neuen Rekordstand erreichen.

ins/DPA / DPA