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Konjunkturpaket II: Kaufen, kaufen, kaufen!

Das zweite Konjunkturpaket entlastet die deutschen Steuerzahler - die sollen mehr konsumieren. Enorm profitieren wird der Einzelne jedoch nicht. stern.de zeigt, wer wie viel bekommt - und was prominente Ökonomen davon halten.

Von Axel Hildebrand und Jan Boris Wintzenburg

Die Deutschen sollen konsumieren und die Krise so abmildern - das hofft die Regierung

Die Deutschen sollen konsumieren und die Krise so abmildern - das hofft die Regierung

Die Koalition in Berlin schließt in diesen Tagen eine Wette ab: Wir sind uns sicher, sagen Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Kandidat Frank-Walter Steinmeier, dass die Menschen mehr einkaufen, wenn wir ihnen die Steuern und Abgaben kürzen. Damit könnten die Folgen der Wirtschaftskrise gemildert werden. Ob die Große Koalition diese Wette gewinnt, wird sich erst in einigen Monaten rausstellen. Dann werden verlässliche Zahlen vorliegen, die den Konsum der Deutschen abbilden. Bis dahin bleibt die Hoffnung.

Und die sieht so aus: Hat der durchschnittliche Arbeitnehmer mehr netto vom brutto übrig, wird er mehr konsumieren - er kauft zum Beispiel ein Sofa, lässt den Handwerker endlich die tropfende Wasserleitung reparieren und fährt in den Urlaub an die Nordsee. Davon profitieren die Unternehmen und Betriebe. Sie haben wieder mehr zu tun und müssen ihre Beschäftigten nicht entlasten. Das ist das Kalkül der Regierung.

In der Vergangenheit blieb der Erfolg meist aus

Doch in der Vergangenheit brachten selbst große Steuerprogramme und Einmalzahlungen meist nicht den gewünschten Erfolg. In den USA überwies die Bush-Regierung im Sommer 2008 rund 70 Millionen Amerikanern je knapp 1000 Dollar. Der große Nachfrageschub blieb aus. Wette verloren.

Die finanziellen Entlastungen sind Teil des zweiten deutschen Konjunkturpaktes, auf das sich die Koalition am Montag geeinigt hat. Darüber hinaus sieht es massive Investitionen in die Infrastruktur vor, fördert den Kauf von Autos und stellt Geld für Not leidende Unternehmen zur Verfügung.

Wieviel werden die Deutschen ausgeben

Die Experten von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) haben die Entlastungen für die Arbeitnehmer überschlagen: Ein kinderloser Single, der 30.000 Euro brutto im Jahr verdient, wird durch das zweite Konjunkturpaket rund 269 Euro pro Jahr sparen. Verdient er doppelt so viel, sind es 406 Euro (weitere Details finden Sie in der Tabelle). Alleinerziehende mit einem Kind kommen bei 30.000 Euro Einkommen auf 264. Für das doppelte Gehalt sind es 405 Euro. In Familien, wo der Vater arbeitet und die Mutter sich um die zwei Kinder kümmert, sind es bei 30.000 Euro Einkommen 314 Euro, bei 60.000 Euro rund 494 Euro Entlastung. Die Steuern werden rückwirkend zum 1. Januar diesen Jahres erstattet, die Krankenkassenbeiträge sollen ab Juli sinken.

Die Frage ist nun: Welchen Anteil dieser Entlastung werden die Deutschen ausgeben? Gustav Horn ist da skeptisch. Der Chef des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung in Düsseldorf fürchtet, dass die Menschen einen Teil des Geldes sparen werden. Die Erhöhung des Grundfreibetrages von 7664 auf 8004 Euro sei noch der beste Aspekt der Steuersenkung. Auch von der Senkung der Krankenkassenbeiträge hält er nicht viel: "Man sollte das Geld lieber in die Infrastruktur stecken."

"Kinderbonus sinnvoll"

Den Effekt einer Steuersenkung sollte man nicht unterschätzen, hält Steuerexperte Ralph Brügelmann vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft dagegen: "Empirisch lässt sich nachweisen, dass dauerhafte Entlastungen zu mehr Nachfrage führen als einmalige Finanzspritzen".

Brügelmann meint damit zum Beispiel den Kinderbonus von einmalig 100 Euro. Ökonom Horn findet jedoch gerade diesen "extrem sinnvoll: Familien geben das Geld in der Regel schnell wieder aus". Auch Thomas Straubhaar, Chef des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Instituts, hält den Kinderbonus für vernünftig. "Auch wenn 100 Euro pro Kind in der Summe nicht so wahnsinnig viel bewirken", argumentiert der Schweizer, "sind sie aus sozialer Sicht gut und werden tendenziell schnell ausgegeben." Die Steuererleichterungen seien jedoch generell sinnvoll, hier hätte die Regierung ruhig stärker runtergehen können.

Eine Single, der brutto 5000 Euro verdient, wird ab Juli (dann wirkt auch die Senkung der Krankenkassenbeiträge) 23,80 Euro im Monat sparen. Davon könnte er seine Freundin immerhin schon einmal ins Kino einladen. Mit Cola und Popcorn.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?

Von:

Axel Hildebrand und