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Telekommunikation: KPN steigert den Gewinn

Der niederländische Telekomkonzern KPN hat dank Sondereinnahmen im vierten Quartal seinen Gewinn gesteigert und die Prognosen für Umsatz und Ertrag im laufenden Jahr bekräftigt.

Der niederländische Telekomkonzern KPN hat dank Sondereinnahmen im vierten Quartal seinen Gewinn gesteigert und die Prognosen für Umsatz und Ertrag im laufenden Jahr bekräftigt. Vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sonderposten (EBITDA) sei der Gewinn leicht auf 1,229 (Vorjahr: 1,200) Milliarden Euro geklettert, teilte KPN am Montag in Amsterdam mit. Der Überschuss unter Ausklammerung von Sonderposten erhöhte sich auf 178 (Vorjahr: 103) Millionen Euro. Der Umsatz schrumpfte dagegen auf 3,088 (3,136) Milliarden Euro und lag damit unter den Prognosen der Analysten.

Mehr Gewinn, weniger Schulden

Inklusive Sonderposten sprang der Gewinn von 7 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,639 Milliarden Euro. KPN verbuchte im Schlussquartal einen positiven Steuereffekt von 1,08 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen für das abgelaufene Jahr eine Extra-Dividende von 0,13 Euro je Anteilschein erhalten. Seine Nettofinanzverbindlichkeiten reduzierte der Konzern per Ende des Jahres auf 8,3 Milliarden Euro. Ende des dritten Quartals hatte KPN noch mit 9,4 Milliarden Euro in der Kreide gestanden.

Mindestnes 20 Cent Dividende

Für den Vorsteuergewinn 2004 bestätigte der Konzern seine Einschätzung, dass sich dieser auf 1,4 bis 1,7 Milliarden Euro belaufen werde. Die Umsatzprognose wurde ebenfalls bekräftigt: Die Erlöse dürften sich auf Vorjahresniveau bewegen oder bis zu 2 Prozent sinken. Mit Blick auf die Dividende kündigte KPN an, künftig mindestens 0,20 Euro je Aktie zahlen zu wollen. Das Unternehmen erwägt eigenen Angaben nach den Rückkauf von Aktie sowie zusätzliche Extra-Dividenden.

Höhere Erlöse in Deutschland

In der Mobilfunksparte erhöhte KPN den Umsatz um 7,1 Prozent auf 1,340 Milliarden Euro. Dies spiegele erhöhte Erlöse auf den Märkten in Deutschland, den Niederlanden und Belgien wider, hieß es. Außerdem seien mehr Handys in Deutschland verkauft worden. Auf dem deutschen Markt ist KPN mit seiner Tochter E-Plus vertreten. Im vergangenen Jahr steigerte E-Plus die Kundenzahl um 12,9 Prozent auf 8,206 Millionen. In Belgien legten die Niederländer bei der Kundenzahl um 10,1 Prozent zu, in ihrem Heimatmarkt um 3,4 Prozent.

DPA
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