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Hintergrund: Die OPEC

Die Organisation Erdöl exportierender Länder, kurz OPEC, ist ein Ölkartell und verfügt über zwei Drittel der weltweiten Öl-Vorkommen.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder OPEC wurde 1960 von den sieben Förderländern Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela gegründet, um ein Gegengewicht zu den weltweit operierenden Ölkonzernen zu bilden. Immerhin kontrollieren die inzwischen elf Mitgliedstaaten mehr als zwei Drittel der Welt- Ölreserven.

Erste Machtdemonstration kam 1973

1973, zur Zeit des israelisch-arabischen Kriegs demonstrierte die Organisation ihre Macht. Sie stoppte ihre Lieferungen an die westlichen Industrieländer und löste damit eine weltweite Krise aus. Der Preis für ein Barrel Öl (159 Liter) vervierfachte sich. 1975 nahm die OPEC Katar, Indonesien, Libyen, die Vereinigten Arabischen Emirate, Algerien, Nigeria sowie Ecuador und Gabun auf (die beide später wieder ausschieden).

Die OPEC hat ihren Sitz in Wien. Ihr erklärtes Ziel ist es, den Ölmarkt zu stabilisieren. Dieses Geschäft stellt bei fast allen Mitgliedern den größten Einnahme-Posten für den Staatshaushalt dar. Die Ölminister der OPEC treffen sich offiziell zwei Mal im Jahr, um über Förderquoten für die einzelnen Mitglieder zu beraten, die jedoch nur selten eingehalten werden. Außerdem bestimmen sie ein Preisband für ein Barrel Rohöl, an dem sich der Markt orientieren soll.

Oft völlig zerstritten

Die 1973 demonstrierte Macht der OPEC ging in den folgenden Jahren zurück. Oft präsentiert sich das Kartell völlig zerstritten. Nicht zuletzt, weil der Westen verstärkt Öl förderte (Großbritannien und Norwegen) und damit seine Abhängigkeit von OPEC-Öl (rund 40 Prozent des Weltmarkts) reduzierte. Die vergangenen Monate mit einem drastischen Anstieg der Ölpreise haben erneut bewiesen, dass die von der OPEC angestrebte Kontrolle nicht mehr funktioniert.

DPA
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