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Hintergrund: Kloster Andechs

Das zwischen Starnberger See und Ammersee auf einer Anhöhe gelegene Kloster Andechs geht auf eine Stiftung von Herzog Albrecht III. zurück.

1455 zogen die ersten Benediktinermönche ein. Im Gegensatz zu vielen anderen bayerischen Klöstern überdauerte Andechs die Säkularisation von 1803 und blieb ein beliebtes Ziel für Pilger aus nah und fern. Unter Führung seines langjährigen, inzwischen aber zurückgetretenen Verwalters Anselm Bilgri entwickelte sich das zur Münchner Abtei St. Bonifaz gehörende Haus zum wirtschaftlich erfolgreichsten Kloster im deutschsprachigen Raum.

Am bekanntesten ist die Klosterbrauerei, die 2003 mit sieben Sorten rund 115.000 Hektoliter Bier produzierte. Nach dem Besuch der Klosterkirche strömen viele Besucher ins Bräustüberl oder den Klostergasthof. Bekannt sind die Mönche auf dem "Heiligen Berg" aber auch wegen ihrer weithin in Lizenz vertriebenen Lebensmittel wie Brot, Käse, Schnupftabak und Senf sowie Liköre und Schnäpse. Zudem gibt es in Deutschland zehn "Andechser"-Gaststätten, wo ebenfalls das süffige Klosterbier ausgeschenkt wird. Doch auch das kulturelle Angebot des Klosters wird geschätzt. Seit 1992 finden die jährlichen Sommer-Festspiele "Orff in Andechs" und regelmäßig Konzerte statt. Das Kloster bietet zudem in eigenen Räumen Seminare an. (dpa)

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