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"Jugend forscht": Für Baum und Bauch

Beim 39. Wettbewerb von Jugend forscht gingen mehr Talente an den Start denn je - auch mit praxisnahen Projekten, die Naturschützern und Ärzten helfen sollen.

Einen kahlen Baum mitten im grünen Wald sieht jeder Spaziergänger. Um jedoch alle kranken Eichen im riesigen Müritz-Nationalpark zu finden, verließ sich Anika Brömel lieber auf künstliche Augen im Weltraum: Die 19-jährige Schülerin wertete spezielle Satellitenbilder ihrer Heimat Mecklenburg-Vorpommern aus und analysierte so den Zustand der kränkelnden Wälder. Gemeinsam mit Tim Geißler und Fabian Schröder, beide ebenfalls 19, prüfte Anika, wie verschiedene Baumarten die Strahlung der Sonne wieder abgeben, und übertrug die Ergebnisse danach auf Satellitenbilder: "Kiefern strahlen ganz anders als Eichen und kranke Bäume anders als gesunde. So konnten wir aus den Fotos zurückschließen auf die Vegetation."

Im Nationalparkamt an der Müritz war man von den Ergebnissen der Schüler ebenso begeistert wie beim Wettbewerb "Jugend forscht": Das 39. Bundesfinale in Saarbrücken verließen die drei am vergangenen Sonntag als Sieger im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften.

Konkurrenz so groß wie nie

Dabei war die Konkurrenz so groß wie noch nie: 8315 Jungforscher gingen in dieser Wettbewerbsrunde an den Start - die höchste Teilnehmerzahl aller Zeiten. Und während in Saarbrücken noch die neuen Bundessieger ermittelt wurden, strichen die Gewinner vom Vorjahr bereits in Amerika Auszeichnungen ein: Drei deutsche Wettbewerbsarbeiten von 2003 räumten beim internationalen Wissenschaftswettbewerb der Computerfirma Intel in Portland 13 Preise ab. Gesamtwert: rund 80 000 Dollar.

Rekordverdächtig auch das weite Spektrum der Projektideen in Saarbrücken: Statt vom Satelliten auf die Erde blickt Wolfgang Draxinger in die Organe des menschlichen Körpers: Der Bundessieger in der Disziplin Arbeitswelt hat ein verbessertes Endoskop entwickelt - ein schmales Röhrchen mit einer Kamera, das durch die Harnröhre eingeführt wird, um nach Tumoren in der Blase zu suchen.

Aus Sorge um die Patienten entstand die Idee

Als Zivildienstleistender in der Münchner Uniklinik archivierte er Filmmaterial von Blasenuntersuchungen - und machte sich Sorgen um die Patienten: "Auf den Bildern war immer nur ein winziger Bildausschnitt zu sehen. Was aber, wenn der Arzt mit dem Endoskop gerade die Stelle übersieht, an der ein Tumor sitzt?" Wolfgang Draxinger entwickelte einen Bewegungssensor für Endoskope, der jede Drehung und Richtungsänderung registriert und an einen Computer überträgt. Auf dem Monitor erscheint ein 3-D-Modell des untersuchten Organs, das mit jedem Schwenk weiter "ausgemalt" wird. Ist der letzte weiße Fleck verschwunden, kann der Arzt sicher sein, dass er das Organ komplett untersucht hat.

Nur sechs Monate hat der Münchner an Endoskop und Computersoftware gearbeitet. "Dabei hatte ich überhaupt keine Ahnung von Medizin. Ich habe mir vieles zusammengelesen und den Rest ausprobiert." Dabei half ihm sein Tüftel-Talent: Schon mit drei Jahren spielte er am liebsten mit einer Kiste voller Stecker und Kabel. Mit acht baute er seinen ersten Roboter mit integrierter Kamera. Jetzt plant der 21-Jährige die eigene Firma: Den Bewegungssensor hat er bereits zum Patent angemeldet, ein Endoskop-Hersteller will künftig mit ihm zusammenarbeiten.

Geschäftspartner in spe

Auch Mario Chemnitz aus Zschornewitz in Sachsen-Anhalt konnte beim Bundeswettbewerb schon einem Geschäftspartner in spe die Hand schütteln: Der 17-jährige Bundessieger in der Sparte Physik hat ein kleines, preiswertes Gerät entwickelt, das Gasgemische trennt und die Einzelgase per Ultraschall analysiert. Eine Firma aus Halle hat seinen Detektor erfolgreich getestet und will ihn möglicherweise gemeinsam mit dem Schüler produzieren - etwa für die mobile Analyse giftiger Deponiedämpfe.

Die Idee kam Mario beim Betreten eines muffigen Klassenraumes: "Unsere Mädchen beschwerten sich, dass es da so stinkt. Da sagte ein Freund von mir im Spaß: Untersuch doch mal die dicke Luft!" Mittlerweile liefert Marios Apparatur zuverlässige Ergebnisse für die Zusammensetzung von Feuerzeuggas. "Und wenn ich ein paar Details ändere, kann ich auch den Mief auf der Schultoilette untersuchen."

Effizienter lernen

Wer an eigene Grenzen stößt, kommt auf gute Ideen: So wie der Sieger im Fachgebiet Biologie, Nikon Rasumov aus Homburg im Saarland: In den letzten beiden Schuljahren musste er schon Unterricht und Uni parallel managen. Der damals 18-Jährige schrieb sich als Junior-Student an der Universität Saarbrücken ein und paukte zähen Informatikstoff. "Ein dickes Skript in wenigen Tagen. Furchtbar anstrengend. Aber ich wollte wissen, ob man noch effizienter lernen kann."

Um zu testen, warum manche Schüler sich den Stoff schneller merken als andere, entwarf Nikon einen raffinierten Lerntest und koppelte ihn an eine Hirnuntersuchung: Seine Probanden mussten Vokabeln einer Fantasiesprache pauken - und zwar in einem Magnetresonanz-Tomographen, einem Gerät, das die Aktivität verschiedener Hirnregionen messen kann.

Unterstützer werden verzweifelt gesucht

Das Ergebnis: Schnell-Lerner aktivieren ein bestimmtes Gehirnareal über dem linken Ohr stärker als Vokabel-Nieten. Doch auch die kann Nikon trösten: Denn häufiges Auswendiglernen trainiert das Gehirn. "Vor allem, wenn man sich den Stoff laut vorspricht - so wie die Mönche, die im Kloster früher ihre Texte vor sich hin gemurmelt haben." Weiter forschen will Nikon ab Herbst in England - als Student der Biologie in Cambridge. Dort ist er mit seinem Projekt sogar schon angenommen - sucht aber noch nach Unterstützern, die ihm helfen, die teuren Studiengebühren aufzubringen.

Die BundessiegerFachgebietSiegerThema
ARBEITSWELTWolfgang Draxinger, 21, Urologische Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität, MünchenInteraktive Routenplanung für medizinische Endoskope
BIOLOGIENikon Rasumov, 20, Christian-von-Mannlich-Gymnasium, HomburgBestimmung der Gedächtnispotenz mit Magnetresonanz-Tomographie
CHEMIETorben Ott, 18, und Frederik Schaal, 19, Kepler-Seminar für Naturwissenschaften, Stuttgarteines kostengünstigen Spektrometers für den Schulunterricht
GEO- UND RAUMWISSENSCHAFTENAnika Brömel, 19, Tim Geißler, 19, und Fabian Schröder, 19, Richard-Wossidlo-Gymnasium, Waren (Mecklenburg-Vorpommern)Vegetationsanalyse mit multispektralen Satellitenbildern
MATHEMATIK/INFORMATIKRoland Bauerschmidt, 20, Institut für Psychologie und Kognitionsforschung, BremenDigitales Sicherheitssystem für Firmennetzwerke
PHYSIKMario Chemnitz, 17, Paul-Gerhardt-Gymnasium, Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt)Bau eines Ultraschallsensors für Gaschromatographie
TECHNIKMichael Achtelik, 19, Feodor-Lynen-Gymnasium, Planegg (Bayern)Bau eines Miniatur-Triebwerks für ein Modellflugzeug
BESTE INTERDISZIPLINÄRE ARBEITBenedikt Lorbach, 19, Moritz Plötzing, 18, Meike Spiess, 17, St.-MichaelGymnasium, Bad MünstereifelErzeugung von Nanoröhrchen aus Kohlenstoff
PREIS DES BUNDESPRÄSIDENTEN FÜR EINE AUSSERGEWÖHNLIHCE ARBEITFelix Kahlhöfer, 18, Theodor-Fliedner-Gymnasium, DüsseldorfChaotisches Hüpfverhalten eines Tischtennisballs
PREIS DES BUNDESKANZLERS FÜR DIE ORIGINELLSTE ARBEITJulian Arz, 18, Sebastian Bartenbach, 18, und Manuel Stiehl, 17, Lichtenbergschule, Darmstadt
Nicole Heissmann / print
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.