Arbeitsrecht Weihnachtsgeld - eine freiwillige Leistung


Ein Arbeitgeber darf seiner Stammbelegschaft Weihnachtsgeld zahlen, neu hinzugekommene Beschäftigte aber von der Extra-Überweisung ausschließen.

Das Weihnachtsgeld ist eine freiwillige Leistung des Chefs. Darauf macht das ZDF-Ratgebermagazin "Wiso" in Wiesbaden aufmerksam und verweist auf ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf.

Im konkreten Fall hatte ein Arbeitgeber eine Firma samt Angestellten übernommen, sich in punkto Weihnachtsgeld aber zu einer unterschiedlichen Behandlung der beiden Belegschaften entschieden. Die neuen Mitarbeiter, deren Arbeitsverträge weiterhin gültig blieben, verdienten deutlich mehr als die eingesessenen Beschäftigten des Mutterhauses. Daher sollten die neuen Beschäftigten für die Dauer von zwei Jahren von der freiwilligen Leistung des Arbeitgebers ausgeschlossen werden.

Die Empörung war groß. Vor Gericht bekam der Chef jedoch Recht. Einen Anspruch auf Weihnachtsgeld gebe es nicht, urteilte das Landesarbeitsgericht. Und die Bevorzugung der Stammmannschaft sei aufgrund der Gehaltsunterschiede gerechtfertigt gewesen, hieß es.

Aktenzeichen: Landesarbeitsgericht Düsseldorf, 16 (5) Sa 1504/02


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