HOME

Verdienst-Check: Was verdient eigentlich ein Arzt in einer Klinik?

Vom Beinbruch bis zum Herzstillstand: Ärzte in Kliniken kämpfen für die Gesundheit der Menschen. Doch was verdient diese Berufsgruppe eigentlich?

Ärzte im OP

Sie gelten als die Götter in weiß: Ärzte in kümmern sich nicht nur um den Beinbruch, sondern führen komplizierte Operationen durch oder erforschen seltene Krankheiten. Dass Ärzte für ihre Tätigkeit nicht mit dem Mindestlohn abgespeist werden, ist klar. Doch verdienen die Mediziner in Kliniken wirklich so ein fürstliches Gehalt, wie gerne angenommen wird?

Für Ärzte, die in Krankenhäusern arbeiten, gibt es mehrere Tarifverträge. Zum einen den Tarifvertrag für kommunale (TV-Ärzte VKA) und den Tarifvertrag für Unikliniken (TV Ärzte TdL). Darüber hinaus gibt es noch Tarifverträge von privaten Klinikketten.

Das verdienen Assistenzärzte

Wer als Assistenzarzt in einem kommunalen Krankenhaus anfängt, bekommt rund 4189 Euro, in einer Uniklinik sind es 4407 Euro. Als Facharzt gibt es zum Einstieg rund 5800 Euro, bei einem Universitätsklinikum mit 5818 Euro nur geringfügig mehr. Assistenzärzte bekommen bei kommunalen Kliniken eine jährliche Gehaltserhöhung. Fachärzte bekommen nach drei Jahren mehr Gehalt.

Ein Oberarzt bekommt als Grundentgelt in der Stufe 1 rund 7277 Euro bei kommunalen Trägern, bei Uni-Kliniken sind 7286 Euro. Zusätzlich bekommen Klinikärzte noch Zuschläge für Wochenend- und Feiertagsdienste.

3d 4 Medical: Hologramm-Technik soll Medizinstudium revolutionieren

Ärzte bei privaten Klinikketten

Bei Deutschlands größtem privatem Klinikbetreiber Helios gibt es einen eigenen Tarifvertrag. Dort bekommen Assistenzärzte rund 4514 Euro pro Monat. Nach einem Jahr steigt das Gehalt auf 4629 Euro. Fachärzte bekommen im ersten Jahr monatlich rund 5822 Euro, Oberärzte 7430 Euro. Helios sieht jährliche Gehaltssteigerungen vor. 

Allerdings ist es nach wie vor sehr schwierig, Arzt zu werden, denn um die Studienplätze kämpfen mehr als vier Mal so viele Bewerber. Das Medizinstudium dauert (mindestens) sechs Jahre inklusive praktischem Jahr. Damit ist man aber noch kein Arzt, erst mit dem erfolgreichen Abschluss des Staatsexamens kann man Assistenzarzt werden. Die Ausbildung zum Facharzt dauert im Anschluss rund fünf Jahre.

Weitere Teile der Verdienst-Serie:

Was verdient eine Stewardess?

Was verdient man bei McDonald's?

Was verdient man als Müllmann?

Was verdient eigentlich eine Putzfrau?

Was verdient man als Schaffner?

Was verdienen Piloten?

Bildband "Arzt der Armen": Dieser Arzt behandelt Obdachlose - und hat eine Botschaft an uns alle
Arztmobilsprechstunde in Bingen: "Der Feind ist schon längst in uns selbst, wenn wir die Menschen vergessen", sagt Sozialmediziner Gerhard Trabert (links). Mit dem Arztmobil fährt er mehrmals in der Woche zu bedürftigen Menschen. Gehwege und öffentliche Plätze werden zu Sprechzimmern.

Arztmobilsprechstunde in Bingen: "Der Feind ist schon längst in uns selbst, wenn wir die Menschen vergessen", sagt Sozialmediziner Gerhard Trabert (links). Mit dem Arztmobil fährt er mehrmals in der Woche zu bedürftigen Menschen. Gehwege und öffentliche Plätze werden zu Sprechzimmern.

kg