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Europäischer Vergleich: Zurückhaltende Deutsche versus stürmische Italiener

Liebesbeziehungen unter Arbeitskollegen sind in Europa häufiger als gemeinhin angenommen.

Im europäischen Vergleich sind Deutsche eher prüde: Während fast 40 Prozent der europäischen Arbeitnehmer schon einmal eine Affäre am Arbeitsplatz hatten, stoßen Büro-Lieben hier zu Lande auf Ablehnung: 35 Prozent finden solche Liebesabenteuer unangebracht.

Besonders heißblütig geht es einer Umfrage von Monster.de (Februar 2002) zufolge in Großbritannien und Irland zu. Dort hatten 41 Prozent der Befragten schon einmal eine Liaison mit einem Arbeitskollegen. Die Spanier entpuppten sich dagegen mit 29 Prozent als die Prüdesten.

Gerade mitten in einer heißen Affäre waren in Deutschland lediglich sieben Prozent der Befragten - in Europa neun Prozent. Die Nase vorn hatten dabei mit einem Schnitt von jeweils zehn Prozent wiederum Großbritannien und Irland, aber auch Italien, die Niederlande und Spanien. Das Schlusslicht bildeten die Franzosen mit nur fünf Prozent. Und allzeit bereit zu einer Affäre am Arbeitsplatz wären in Deutschland 23 Prozent der Arbeitnehmer (Europa 25 Prozent).

Hatten Sie schon einmal eine Liebesaffäre/eine Liebe am Arbeitsplatz?

Für Italiener sollte "Arbeit erotisch sein"

Italienische Männer und Frauen arbeiten härter, wenn sie an ihrem Arbeitsplatz eine Affäre haben. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Vereinigung "Frauen und Lebensqualität" (Juli 2001). Danach gaben 56 Prozent der Befragten an, dass sie Romanzen im Büro arbeitsamer machen würden. Acht von zehn Befragten würden doppelt so viel wie gewöhnlich arbeiten, solange die Affäre andauere. Und vier von zehn Büroangestellten haben nach Angaben der Studie eine "liebevolle Beziehung" an ihrem Arbeitsplatz. "Arbeit sollte erotisch sein", zitiert die Studie einen Manager. "Sie ist ein großer Teil unseres Lebens, aber wenn man ohne Leidenschaft arbeitet, läuft es nicht sehr gut."

Nach Angaben der 2.500 Angestellten aus 50 Unternehmen sind die gängigen Flirt-Formen freche E-Mails und Notizen mit zweideutigem Inhalt. Zwölf Prozent der Befragten gaben an, Kollegen bereits mit romantischen Absichten privat getroffen zu haben. Ebenfalls zwölf Prozent blieben länger im Büro, um darauf zu warten, dass ihr Schwarm die Arbeit beendet.

Am "lüsterndsten" sind die Mailänder, wo fast ein Viertel der Befragten angab, eine Art Romanze im Büro zu haben. Die für ihre Flirtfreudigkeit bekannten Römer sind hingegen im Büro zurückhaltender: Dort gaben nur neun Prozent an, ihren Charme während der Arbeit spielen zu lassen.

sab