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Firmenpleiten: Insolvenzen auf neuem Höchststand

Die Firmenpleiten in Deutschland haben wegen der Konjunkturschwäche und des geänderten Insolvenzrechts 2002 einen neuen Höchststand erreicht. Mit 37.579 Unternehmen waren rund 5.000 Firmen mehr betroffen als im Vorjahr.

Mit 37.579 Unternehmen waren rund 5.000 Firmen mehr betroffen als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte. Die offenen Forderungen der Gläubiger summierten sich auf 51,8 Milliarden Euro. Hierbei sei aber zu berücksichtigen, dass 2002 sieben der zehn größten europäischen Firmenzusammenbrüche in Deutschland erfolgten. Betroffen waren unter anderem Konzerne wie Philipp Holzmann und Babcock Borsig.

Spektakuläre Großpleiten

Insgesamt stieg die Zahl der Insolvenzen 2002 auf 84.428 (Vorjahr: 49.326). Die starke Zunahme ist nach Angaben der Statistiker vor allem auf die Ende 2001 in Kraft getretene Reform des Insolvenzrechts zurückzuführen, die sich bei Privatpersonen, aber auch bei kleinen Unternehmen auswirkt. Bezogen auf Firmen wie Aktiengesellschaften oder KGs, die das geänderte Insolvenzrecht nicht betrifft, stieg die Zahl der Insolvenzen 2002 um 13 Prozent auf 24.000 Fälle.

In diesem Jahr ist nach Angaben des Wirtschaftsinformations-Unternehmens Creditreform mit einem neuen Pleitenrekord zu rechnen. Die Zahl der Firmeninsolvenzen soll demnach auf 40.000 steigen.