HOME

Karriere: Zwölf Anzeichen dafür, dass Sie bald gefeuert werden

Den Job zu verlieren, ist nie schön. Besonders unangenehm aber ist es, wenn man das Unheil gar nicht hat kommen sehen. Bei diesen zwölf Anzeichen sollten Ihre Alarmglocken schrillen.

Für 2018 haben sich viele Deutsche im Job viel vorgenommen. In einer Umfrage der Job-Seite Indeed gaben kürzlich 44 Prozent der Befragten an, sich im neuen Jahr mehr um Projektverantwortung bemühen zu wollen. 32 Prozent wollen an mehr Meetings teilnehmen und 28 Prozent für die Karriere privat zurückstecken.

Es kann aber auch ganz anders kommen. Wer beim Chef in Ungnade fällt, der muss sich vielleicht schon bald nach einem neuen Job umschauen. Dafür, dass der Job in Gefahr ist, gibt es laut Karriereexperten eine Reihe von Warnsignalen. Wer sie frühzeitig erkennt, kann gegensteuern oder sich nach Alternativen auf dem Arbeitsmarkt umschauen.

1. Sie bekommen eine schlechte Mitarbeiterbewertung

Eine schlechte Leistungsbeurteilung ist ein ernsthafter Warnschuss. Das gilt umso mehr, wenn sich die Kritik vor allem an fundamentalen Punkten festmacht, die man nicht so einfach durch mehr Einsatz wettmachen kann. Besonders kritisch ist es, wenn behauptet wird, man passe nicht zur Unternehmenskultur, sei ein schlechter Teamplayer oder habe ein Einstellungsproblem, sagt Karriereexperte und Buchautor Michael Kerr dem "Business Insider".

2. Sie werden bei der Kommunikation übergangen

Wenn Sie plötzlich nicht mehr zu Meetings eingeladen werden, wichtige Emails und Informationen nicht erhalten, sollten Sie stutzig werden, sagt Lynn Taylor, die ein Buch über den richtigen Umgang mit tyrannischen Chefs geschrieben hat. Wahrscheinlich ist, dass Sie nicht mehr das Vertrauen der Vorgesetzten genießen. Das zweite Problem: Wer nicht informiert ist, macht seine Arbeit schlechter - und genau das kann später gegen einen verwendet werden. 

3. Die Beziehung zum Chef verschlechtert sich

Wenn sich das Verhältnis zum Chef verschlechtert, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er sie loswerden will. Laut der Job-Plattform Karrierebibel kann sich das ganz unterschiedlich andeuten: Der eine Chef straft mit Missachtung, der andere kontrolliert plötzlich jedes Detail. Ebenfalls unangenehm: Vor versammelter Mannschaft vom Boss rund gemacht zu werden.

+++ Job in Gefahr - kennen Sie weitere Warnsignale? Hat man schon versucht, Sie mit einer bestimmten Masche loszuwerden oder haben Sie das bei einem Kollegen erlebt? Schreiben Sie uns: leseraufruf@stern.de (Wir veröffentlichen ausgewählte Antworten anonym) +++

4. Ihr Job mutiert zur "Mission Impossible"

Wer klare Aufgaben hat, die sich bewältigen lassen, kann leicht glänzen. Umgekehrt können Vorgesetzte einen Mitarbeiter auch bewusst gegen die Wand fahren lassen, in dem sie ihm Projekte geben, die unmöglich zufriedenstellend zu lösen sind. Das Scheitern dient dann als Beweis für die Unfähigkeit des Mitarbeiters, den man gerne loswerden will.

5. Sie bekommen eine Abmahnung

Verbale Verwarnungen sind schon nicht schön, aber eine schriftliche Abmahnung entspricht der gelben Karte auf dem Fußballfeld. Von nun an sollte man sich kein persönliches Fehlverhalten mehr zuschulden kommen lassen. Ansonsten droht der Platzverweis. Allerdings: Nicht jede Abmahnung ist formal gerechtfertigt. Wenn es hart auf hart kommt, sollten Sie einen Arbeitsrechtler um Rat fragen.

6. Man bittet Sie, Arbeitszeiten oder Spesenrechnungen zu erfassen

Wenn Sie aus heiterem Himmel aufgefordert werden, detailliert über Arbeitszeiten oder betriebliche Ausgaben Rechenschaft abzulegen, will möglicherweise jemand belastendes Material sammeln. "Der Boss glaubt, dass Sie Zeit oder Geld verschwendet haben", sagt Karriereexperte Robert Dilenschneider dem "Business Insider". "Finden Sie heraus, ob Sie die einzige Person sind, die untersucht wird."

7. Sie haben verdächtig viel Zeit

Wenn Sie sich wundern, warum man Ihnen plötzlich immer weniger Projekte und Aufgaben anvertraut, sollten Sie sich nicht zu sehr über die Entlastung freuen. Vielleicht haben Sie bald mehr Zeit als Ihnen lieb ist. Psychologe und Bestsellerautor Harald Ege sieht in der bewussten Isolierung eines einzelnen Mitarbeiters sogar eine bestimmte Form des Mobbings, die er "Straining" nennt.

8. Sie sagen zu häufig Nein

Die Firma fragt Sie zwar, ob Sie an eine Konferenz teilnehmen wollen oder eine Dienstreise unternehmen wollen, will aber eigentlich nur eine Antwort hören. "Sag Nein, und es kann deine Karriere beenden", sagt Personaler Laurie Ruettimann zu "Reader's Digest".

9. Man kürzt Ihnen die Extraleistungen

Das jährliche Branchentreffen steht an und Sie dürfen plötzlich nicht mehr hin? Zu einem Geschäftstermin fahren Sie nur noch zweite statt erste Klasse? Und Ihr schickes Eckbüro müssen Sie gegen ein lichtloses Kabuff tauschen? Dann stehen Sie wohl nicht mehr hoch im Kurs.

10. Ihre Firma fusioniert

Wenn zwei Firmen fusionieren, werden anschließend häufig Doppelstrukturen abgebaut und Beschäftigte entlassen. Wenn Sie im Vorfeld der Fusion über die Auswirkungen im Dunkeln gelassen werden, ist das meist ein schlechtes Anzeichen.

11. Man fragt Sie, ob Sie eine Auszeit nehmen wollen

Das kennt man aus zerbrechenden Beziehungen. Wenn ein Pärchen sich eine Auszeit nimmt, kommt es meist auch nicht mehr zusammen.

12. Ihr Computer-Passwort funktioniert nicht mehr

Wenn Sie plötzlich nicht mehr auf Ihren PC zugreifen können, hat entweder die IT Mist gebaut oder Sie sind gefeuert und sollen keine Betriebsgeheimnisse mitnehmen. Man hat's Ihnen nur noch nicht gesagt.

Themen in diesem Artikel