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Kuriose Arbeitsrechtsfälle: Porno im Büro, Toiletten-Tagebuch und Jesus am Telefon: Diese acht Arbeitsurteile sind kurios

Deutschlands Arbeitsgerichte müssen sich jährlich mit rund 330.000 Klagen beschäftigen. Einige dieser Fälle sind höchst kurios - eine Übersicht der irrsten Fälle.

In den Zeh gebissen

Das Arbeitsgericht in Gelsenkirchen sprach einer Kellnerin ein Schmerzensgeld in Höhe von 400 Euro zu, nachdem ein Gast der Frau so in den Zeh gebissen hatte, dass dieser sich stark entzündet hatte. Wie es zu dieser skurrilen Tat kam? Ein umgestoßenes Bierglas hatte sich auf die Kleidung und die Füße der Kellnerin ergossen. Der Gast bot an, den Fuß abzulecken. "Angesichts dessen, dass, selbst wenn die Klägerin, wie die Beweisaufnahme ergeben hat, den Zeh ablecken lassen wollte, so hätte der Beklagte keinesfalls in den Zeh beißen und die Klägerin verletzen dürfen. Die Klägerin hat dem Beklagten nicht den Zeh zum Zwecke der Verletzung hingegeben, sondern zum Zwecke der Reinigung", so das AG Gelsenkirchen. 

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Gleich mehrfach trafen ein Mann und sein Geschäftsführer außerhalb der Firma aufeinander. Und obowhl andere Menschen anwesend waren, erwiderte dieser Mann doch tatsächlich nicht den Gruß des Chefs. Der war stinksauer und schmiss den Angestellten raus. Denn das Nicht-Grüßen sei wie eine Beleidigung. Und der Mitarbeiter? Der empfand diese Begründung habe einen "lächerlichen Anstrich" - und zog gegen die Kündigung vor Gericht.

Pro Jahr verhandelt die Arbeitsgerichte in Deutschland rund 330.000 Fälle. Neben ganz unspektakulären Fällen landen auch immer wieder höchst kuriose Streitereien vor Gericht. So hatte die Stadt Köln einen Architekten gefeuert - mit der Begründung: Der Mann habe einen unangenehmen Schweißgeruch und unsaubere Hände. Der zog vor Gericht. Doch die Klage wurde angewiesen, da die Kündigung innerhalb der Probezeit ausgesprochen worden sei. Eine Diskriminierung, wie der Angeklagte darlegte, konnte das Gericht in Köln nicht erkennen. 

Weitere kuriose Arbeitsrechtsfälle finden Sie in unserer Fotostrecke. 

Stiftung Warentest: Privat surfen und im Büro essen: Wann Mitarbeitern die Kündigung droht
Häufig ist das Essen nur in der Kantine erlaubt, vor allem, wenn Mitarbeiter Kundenkontakt haben. Auch Arbeitsschutz und Hygienevorschriften können dem Snack am Arbeitsplatz im Wege stehen, beispielsweise wenn mit Gefahrstoffen am Arbeitsplatz hantiert wird. Aber sogar Büro-Angestellten kann das Essen am Arbeitsplatz untersagt werden. Und: Wer seinen Kaffee über die Dienst-Laptop kippt, riskiert nicht nur eine Abmahnung - derjenige muss auch für den Schaden aufkommen. 

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