HOME

Internationaler Vergleich: Grummelige Deutsche, euphorische Amerikaner - so (un)zufrieden sind Mitarbeiter im Job

Die Deutschen sind laut einer aktuellen Auswertung mit ihrem Job wesentlich unzufriedener als Arbeitnehmer in Großbritannien, USA oder Skandinavien. Nur jeder Dritte würde seinen Arbeitgeber uneingeschränkt weiterempfehlen.

Forscher haben die Zufriedenheit von Angestellten in mehreren Ländern untersucht

Forscher haben die Zufriedenheit von Angestellten in mehreren Ländern untersucht

Getty Images

Eigentlich müsste die Stimmung unter deutschen Arbeitnehmern bestens sein. Die Wirtschaft läuft gut, es gibt kaum Arbeitslose, Fachkräfte werden vielerorts händeringend gesucht. Doch in der Gemütslage der Belegschaft spiegeln sich die guten Arbeitsmarktdaten einer Studie zufolge nicht wider. In einer international vergleichenden Auswertung zur Mitarbeiterzufriedenheit landen die Deutschen auf dem letzten Platz.

Das auf Mitarbeiterbindung spezialisierte Unternehmen Peakon hat standardisierte Umfragen unter Angestellten in 235 Unternehmen aus Deutschland, USA, Großbritannien und den skandinavischen Ländern ausgewertet. Insgesamt wurden Antworten von mehr als 500.000 Beschäftigten berücksichtigt, rund 100.000 von ihnen stammten aus Deutschland.

Die Stichprobe umfasst Mitarbeiter aus Start-ups, mittelständischen Unternehmen und großen Konzernen. Gemessen wurde die Job-Zufriedenheit anhand von 15 aus der Organisationspsychologie stammenden Fragen. Unterm Strich waren die Deutschen wesentlich unzufriedener als ihre Kollegen in den anderen Ländern.

Unzufrieden mit Bezahlung und Weiterentwicklung

So würde noch nicht einmal jeder dritte Deutsche sein Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfehlen (32 Prozent). In Großbritannien beantworteten diese zentrale Frage 34 Prozent positiv, in Skandinavien waren es 37 Prozent und in den USA 42 Prozent. Die insgesamt niedrigen Werte erklären sich dadurch, dass auf einer Skala von 0 bis 10 nur Werte von 9 und 10 als Weiterempfehlung gezählt wurden.

Auch bei anderen Fragen zeigten sich die Deutschen weniger euphorisch als die Beschäftigten in den übrigen untersuchten Industriestaaten. Bei den Themen Bezahlung, Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Identifikation mit der Firma liegt Deutschland teilweise deutlich auf dem letzten Platz.

So kreuzten bei der Frage, ob sie sich fair entlohnt fühlen, nur 15,5 Prozent einen der Top-Werte an. In den USA waren es dagegen 26,7 Prozent. Die Amerikaner stellen der Studie zufolge auch insgesamt die zufriedensten Mitarbeiter, bei jeder Einzelfrage erzielten sie den höchsten Wert. Auf dem zweiten Platz landeten die Skandinavier, gefolgt von den Briten und schließlich den Deutschen.

Was in Skandinavien besser läuft

Doch warum sind die Deutschen so schlecht auf ihre Arbeit zu sprechen? Zum Teil dürfte das miese Ergebnis methodische Gründe haben. Da auf der Zufriedenheitsskala von 0 bis 10 nur die Top-Werte 9 und 10 als "zufrieden" gewertet wurden (7-8 = neutral; 0-6 = unzufrieden), verzerrt sich das Bild zu Ungunsten ausgewogener Antworten. Erfahrungsgemäß gäben Amerikaner häufiger extreme Antworten, während die Deutschen eher zur Mitte tendierten, erläutert ein Mitarbeiter von Peakon auf Nachfrage.

Sinnvoller erscheine vor diesem Hintergrund der Vergleich mit den Skandinaviern, deren Antwortverhalten tendenziell dem der Deutschen ähnele. Die Beschäftigten in den skandinavischen Ländern sind vor allem in zwei Punkten deutlich zufriedener als die Deutschen: Eigenständigkeit und Flexibilität. Die Skandinavier loben die Entscheidungsfreiräume, die sie bei der Gestaltung ihrer Arbeit haben und dass im Unternehmen Wert auf ihre persönliche Meinung gelegt wird. 

Gehaltsranking: In diesen zehn Berufen verdient man als Angestellter am besten
Business Developer: 62.600 Euro

10. Business Developer

Business Developer erschließen neue Geschäftsfelder für ihr Unternehmen, entwickeln Ideen für neue Produkte oder Dienstleistungen und setzen diese um.
Mittleres Brutto-Jahresgehalt (Median): 62.600 Euro

25 Prozent verdienen weniger als: 49.900 Euro

25 Prozent verdienen mehr als: 82.900 Euro

Getty Images
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.