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StartUp: Trau dich doch!

Es ist gar nicht so schwer, sein eigenes Unternehmen zu gründen. Trotz Krise entstehen in Deutschland mehr neue Firmen, als pleite gehen. Eine neue Chance für viele. Der stern zeigt, wie es geht.

Den Aufstieg von der Tellerwäscherin zur Millionärin hat Bettina Schilling nicht gemacht. Aber von der Kellnerin zur Modedesignerin ist ja auch nicht schlecht. Mit eigenem Label und eigenem Laden - alles in nur vier Monaten. Geholfen haben ihr dabei weder ihr gutes Aussehen noch reiche Heirat oder Erbschaft. Bettina Schilling hat einfach nur auf Risiko gesetzt. Sie hat sich selbstständig gemacht.

Okay, ihr Laden ist nur ein kleines Souterraingeschäft in der Mozartstraße in Hamburg-Barmbek, und als Ich-AG beschäftigt sie natürlich auch keine Mitarbeiter, sondern entwirft, näht und verkauft ihre junge Mode unter dem Namen Nariño auf eigene Faust. Aber sie verdient Geld - und fühlt sich unabhängig und glücklich. "So ein Laden war ein Lebenstraum von mir", sagt sie und strahlt. "Ich habe schon als Kind aus den Tischdecken meiner Oma Kleider genäht." Deswegen hat sie später eine Ausbildung zur Schneiderin gemacht. Und deswegen ist sie überzeugt, es zu packen: "Klar, man zweifelt immer mal wieder an sich. Aber dann kommt eigentlich immer ein Kunde, der was kauft. Und das ist ein tolles Gefühl."

"Ein bitteres Jahresende"

Ihr Sprung ins kalte Wasser der Selbstständigkeit kam nicht freiwillig: Im Dezember 2002 erhielt die 35-Jährige in ihrem Job als Kellnerin die Kündigung. Die Restaurantkette, für die sie damals gearbeitet hatte, war pleite. "Ein übles Jahresende. Aber dann habe ich mir gedacht: Das ist ein Fingerzeig, das ist die Gelegenheit, es endlich zu wagen." Schon vor Jahren hatte sie eine gebrauchte Profi-Nähmaschine gekauft und an eigenen Schnitten experimentiert. Und bei rund 4,5 Millionen Arbeitslosen im Land sah ihre Zukunft als Kellnerin sowieso nicht rosig aus.

Also fragte Schilling gleich beim ersten Besuch im Arbeitsamt nach Hilfen für die Selbstständigkeit - und wurde eine der ersten Ich-AGs des Landes. Mit diesem Programm der Regierung erhalten arbeitslose Gründer drei Jahre lang Geld vom Staat: Im ersten Jahr 600 Euro monatlich, im zweiten 360, im dritten 240. Außerdem dürfen sie jährlich bis zu 25.000 Euro Gewinn machen, ohne die Förderung zu verlieren. "Das sind alles keine Reichtümer, aber es ist ein gutes Gefühl, so ein Programm im Hintergrund zu haben. Die Grundkosten sind gedeckt, und man kann etwas ruhiger schlafen", sagt sie.

Mit etwa 2000 Euro Ersparnissen und der Hilfe ihres Vaters, der Schreiner ist, richtete sie in wenigen Wochen den Laden ein. Die kleine Küche samt Waschmaschine für die Stoffe bekam sie gebraucht von Bekannten geschenkt. Am 15. März hat sie ihren Laden eröffnet, und noch am selben Tag gingen die ersten Nariño-Modelle über den Ladentisch. Trotz der niedrigen Preise - sie beginnen bei etwa 60 Euro - hofft Bettina Schilling, schon bald ganz auf eigenen Füßen zu stehen: "Wenn es so weiterläuft, dann brauche ich die drei Jahre Förderung vielleicht gar nicht."

Der Krise trotzen

Pleiten, Entlassungen, Rekordarbeitslosigkeit und Konjunkturkrise - die Ökonomie im Lande macht nicht euphorisch. Und trotzdem gibt es so etwas wie eine Aufbruchstimmung im Verborgenen. Im vergangenen Jahr mussten 389.000 Gründer aufgeben - doch in derselben Zeit wagten 452.000 den Start. Macht unterm Strich ein Plus von 63.000 Firmen. Ein verblüffendes Ergebnis in Zeiten der Krise. Zwar sank die Zahl der Gründer mit dem Ende der New Economy etwas, doch der Saldo ist seit Jahren positiv. Die Gründerzahlen liegen noch immer deutlich höher als Ende der achtziger Jahre. Das sind immerhin rund zwei Prozent der 3,3 Millionen Firmen in Deutschland.

Eine solide Basis, die Gründungsforscher wie Jochen Struck von der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) auf den Boom hoffen lässt: "Ich bin zunehmend optimistisch, dass wir gerade die Talsohle durchschreiten. Die Zahl der Gründungen wird in den nächsten Jahren ansteigen." Das ist Ausdruck des gesellschaftlichen Wandels hin zu mehr Eigenverantwortlichkeit, aber auch die pure Notwendigkeit: Wer die Arbeitslosigkeit vermeiden kann, der tut's - und macht sich selbstständig. Mancher auch mit dem Ziel, in zwei oder drei Jahren wieder irgendwo unterschlüpfen zu können.

Gute Gründerzeit oder: Raum für Neues

Dabei sind die Aussichten für Start-ups im Moment vielversprechend. Denn: Schlechte Zeiten sind gute Zeiten für Gründer. Nach dem Zweiten Weltkrieg etwa entstanden auf den Trümmern Deutschlands heutige Konzerne wie der Otto-Versand oder Adidas. Auch das Gründermekka Amerikas, das Silicon Valley in Kalifornien, verdankt seine Blüte einer Krise: Als nach dem Ende des Kalten Krieges die Militäraufträge ausblieben, setzten viele Elektronikkonzerne massenhaft Mitarbeiter auf die Straße. Die bildeten die Ausgangsbasis für die rasante Entwicklung der Computerbranche.

Die Gründe fürs Gründen in Krisenzeiten sind simpel: Wo etwas kaputtgeht, entsteht Raum für Neues. Feuern große Unternehmen ihre Mitarbeiter, finden Start-ups leichter qualifiziertes Personal. Kommen Konzerne mit der technischen Entwicklung nicht mehr mit, jagen ihnen kleine, schnelle Firmen Kunden ab. Macht ein Großbetrieb dicht, gibt es reichlich Gewerberaum für Gründer. "Es gibt einen Zusammenhang zwischen Gründungen und der wirtschaftlichen Großwetterlage", sagt Gunter Kayser vom Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn. Lebensläufe wie der von Bettina Schilling sind typisch. "Die Menschen machen sich erst nach dramatischen Ereignissen Gedanken über die Selbstständigkeit: etwa wenn sie im Lotto gewinnen. Aber eben auch, wenn sie arbeitslos werden", sagt Gründungsforscher Heinz Klandt von der European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel.

Aller Anfang ist schwer

Viele Hochqualifizierte wagen den Sprung, bevor sie dauerhaft stempeln gehen. Zum Beispiel York Buschmann, Industriedesigner, Matthias Arndt, Tom Schülke und Michael Ullrich, alle drei Architekten. Sie hatten einen prima Job, bei der Firma Niko World Development entwarfen sie mit 80 Kollegen eine virtuelle Stadt, die, so der Plan, von all den zahlungskräftigen Internetnutzern bevölkert werden sollte. Der Traum zerplatzte, und die vier saßen im Sommer 2001 auf der Straße. Mit dem Überbrückungsgeld vom Arbeitsamt gründeten sie "Lichtecht". Unterstützt wurden sie von der Enigma Gründerwerft, einem vom Hamburger Arbeitsamt geförderten Projekt, das Arbeitslose bei den ersten Schritten ins Geschäftsleben unterstützt. Solche Projekte gibt es in in vielen größeren Städten. Doch die Anfänge sind nicht leicht. Die "Lichtecht"-Truppe wandelt Konstruktionsdaten etwa für eine Shampooverpackung oder den Innenraum eines Flugzeugs in Bilder um, die so echt aussehen, als ob es Fotos wären. "Jeder, der das sieht, ist begeistert", sagt Matthias Arndt.

Soweit kommt es aber oft gar nicht. "Viele Firmen glauben, sie kennen sich damit aus. Da bekommen wir erst gar keinen Termin", sagt York Buschmann. "Wir haben die Zeit, die es dauert, bis man einen Auftrag wirklich an Land zieht, massiv unterschätzt." So leben die vier von der Hand in den Mund und verzichten schon mal aufs Gehalt. "Finanziell gehen wir auf dem Zahnfleisch, hangeln uns von Monat zu Monat", sagt Buschmann. "Wenn wir nicht überzeugt wären, dass dies unser Traumjob ist, hätten wir längst eingepackt."

Ein Herz für Gründer

An der Politik liegt es ausnahmsweise mal nicht - die hat ihr Herz für Gründer entdeckt. "Selbstständigkeit ist eine echte Alternative zur Arbeitslosigkeit", trommelt Wirtschaftsminister Wolfgang Clement bei jeder Gelegenheit. "Unser Land braucht die Menschen, die Verantwortung übernehmen und unternehmerische Ideen verwirklichen." Seit Anfang des Jahres haben sich 24.900 Arbeitslose mit einer Ich-AG auf eigene Füße gestellt. Zusätzlich entschieden sich 65.100 Arbeitslose für Überbrückungsgeld. Sie bekommen sechs Monate ihr Arbeitslosengeld weiterbezahlt und dürfen mit der Firma dazuverdienen. Für den Wirtschaftsminister markieren diese Zahlen nur eine Etappe. "Wir erwarten, dass in diesem Jahr mehr als 200.000 bisher Arbeitslose eine selbstständige Existenz aufbauen", so Clement. Die Aussichten sind nicht schlecht. "Im letzten Jahr war die Ich-AG noch Unwort des Jahres, aber inzwischen ist der Begriff positiv besetzt", sagt Helmut Fryges vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.

"Durchgebrochene Karrieren"

Doch man muss nicht arbeitslos sein, um auf den Gedanken zu kommen, eine eigene Firma zu gründen. Der wirtschaftliche Umbruch in Deutschland hat auch viele Arbeiter und Angestellte ins Grübeln gebracht. Die Furcht vor dem Jobverlust ist in die Firmen gekrochen. Das Angestelltendasein ist riskanter geworden. "Die sozialen Segnungen der abhängigen Beschäftigung haben die Latte bisher hoch gehängt", analysiert Gründungsexperte Klandt. "Mit der Krise dieser Systeme und des Arbeitsmarktes wird die Selbstständigkeit attraktiver." Das Leitbild des Beschäftigten mit sicherem Job auf Lebenszeit hat ausgedient. Auch Angestellte müssen sich und ihre Arbeitskraft selbst vermarkten. Dazu gehören häufigere Jobwechsel. "Wir werden viele durchbrochene Karrieren sehen", prognostiziert Helmut Fryges vom ZEW. Die Karriere als Angestellter verbaut man sich mit dem Schritt in die Selbstständigkeit jedenfalls nicht. Im Gegenteil. "Der Schritt in die Selbstständigkeit ist heute ein Plus im Lebenslauf, auch wenn es schief gegangen ist", sagt Tiemo Kracht, Partner bei der Personalberatung Ray & Berndtson. "Allein der Mut zu gründen ist schon ein positives Zeichen. Das war vor fünf Jahren noch anders."

Marcus Hundt will am liebsten gar nicht mehr zurück ins Angestelltenverhältnis. Als Filialleiter versorgte er früher Schwerhörige im norddeutschen Rotenburg an der Wümme mit Hörhilfen. Aber das reichte ihm nicht: "Ich habe schon immer von der Selbstständigkeit geträumt. Da war der Drang, mein eigener Herr zu sein." Der Hörgeräteakustikmeister kündigte, zog mit seiner Frau Judit, die auch vom Fach ist, ins schwäbische Sindelfingen und eröffnete sein eigenes Geschäft. "Die Perspektive war im Süden einfach besser", sagt er. "Außerdem stammt meine Frau aus der Gegend." Trotz Investitionen im sechsstelligen Euro-Bereich, 60-Stunden-Wochen und wenig Urlaub hat er den Schritt noch keinen Tag bereut. "Das Risiko ist doch auch eine Herausforderung. Endlich kann ich genau so arbeiten, wie ich will. Und ob ich erfolgreich bin, sehe ich direkt am Monatsende." Und wenn er scheitert? "Das wäre schon ein Rückschlag, aber ich würde es noch mal probieren."

Vorbereitung, Vorbereitung, Vorbereitung

Geradlinig verlaufen die wenigsten Firmengründungen. Doch auf die meisten Widrigkeiten können sich die Frischlinge vorbereiten. "Euphorie und Flexibilität schützt vor genauer Planung nicht", sagt Marcus Schneider, Vorsitzender des Bundesverbandes junger Unternehmer. "Wer die Risiken vorher einkalkuliert, wird von Problemen auch nicht gleich aus der Bahn geworfen."

Calle Sibbert kannte die Risiken ziemlich genau, als er zusammen mit Karl Köhler die alteingesessene Segelschule Prüsse an der Außenalster in Hamburg übernahm. Seit Jahren waren die beiden in der Segelschule angestellt, vier Jahre hatten sie auf den Besitzer eingeredet, ihnen das Geschäft zu verpachten. Am 1. Januar wurde ihr Traum wahr: "Jeden Morgen, wenn ich auf den Steg komme und über die Alster sehe, weiß ich, dass ich an der richtigen Stelle angekommen bin", schwärmt Sibbert. Deswegen denken sie langfristig: "Wir haben darauf bestanden, dass der Pachtvertrag über 20 Jahre läuft", sagt er, "dann bin ich 54, und Karl ist 67. Hier liegt unsere Zukunft, das ist das, was wir am besten können." Bei den Investitionen halten sie sich zurück. Einen größeren Kredit von der Hausbank haben sie abgelehnt. "Wir gehen den Weg der kleinen Schritte. Endlich können wir selbst entscheiden, was wir wofür ausgeben. Das war eine Riesenbefreiung", sagt Sibbert.

Trend: Kleine Unternehemen

Viele Einsteiger machen es ähnlich wie die beiden Hamburger: 38 Prozent der Vollerwerbs- und 64 Prozent der Nebenerwerbsgründer kommen ohne fremdes Geld aus. Von denen, die einen Kredit brauchen, benötigen zwei Drittel deutlich weniger als 25.000 Euro, denn die meisten Neugründungen sind klein. Die neuen Firmen des Jahrgangs 2002 begannen mit durchschnittlich drei Mitarbeitern inklusive Familienmitgliedern, davon einer in Teilzeit. "Momentan werden eher kleine Firmen gegründet, weil sich die Banken bei der Finanzierung so zurückhalten", erklärt Gründungsexperte Klandt. Die mit Millionen Euro Risikokapital finanzierten Start-ups bleiben die Ausnahme.

Doch gerade sie sind es, die neue Jobs schaffen. "Das Gros der neuen Arbeitsplätze wird von Firmen mit bis zu 100 Mitarbeitern geschaffen", sagt Kayser. "Und von denen dürfte jedes dritte Unternehmen jünger als zehn Jahre sein." Firmen wie Icido oder Avontec, die am 24. Juni mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichnet wurden, sind auf dem besten Weg in diese Größenordnung. Sie gehören zu jenem Drittel der Firmen, die innovativ sind und auf rasches Wachstum zielen.

Hoffnung Handwerk

Das Handwerk ist eine zweite Stütze. Immerhin ein Sechstel aller deutschen Unternehmen sind Handwerksbetriebe, und bei vielen steht in den nächsten Jahren ein Generationswechsel an. Eine gute Gelegenheit zur Selbstständigkeit, zumal die Bundesregierung gerade an der Reform der Handwerksordnung arbeitet. Künftig sollen in vielen Gewerken auch erfahrene Gesellen ohne Meisterbrief ihren eigenen Betrieb führen dürfen. Helmut Fryges rechnet mit einem Boom: "Die Handwerksordnung ist noch immer ein großes Hindernis. Eine Lockerung dürfte viele Gründungen auslösen." Immerhin haben 46 Prozent aller Gründer eine Lehre gemacht und nur 19 Prozent einen Hochschulabschluss.

Tobias Niedermaier muss nicht warten, bis die Handwerksordnung geändert ist: Zum Jahresende plant er, den Elektrobetrieb in Nürtingen bei Stuttgart, in dem er einst gelernt hat und seit fünf Jahren wieder arbeitet, von seinem Chef zu übernehmen. Die Firma Elektro Schweizer hat sechs Mitarbeiter und existiert seit rund 70 Jahren. Seinen Meisterbrief hatte Niedermaier schon mit dem Ziel gemacht, einen eigenen Betrieb zu haben. Zwei Jahre quälte er sich durch die Schule, jeden Donnerstag bis Samstag. "Am Sonntag habe ich dann gelernt. Mit Frau und zwei kleinen Kindern war das ganz schön heftig. Man ist gar nicht mehr richtig in die Familie integriert." Schließlich musste er auch noch auf einen großen Teil des Gehalts verzichten und hat rund 25.000 Mark in den Meisterbrief gesteckt. Es hat sich gelohnt: "In Zukunft arbeite ich für mich. Ich muss zwar auch rackern, aber zumindest kann ich mir meine Zeit selbst einteilen und etwa meinen Sohn morgens zum Kindergarten bringen", sagt Niedermaier. "Als Angestellter wird es in Zukunft ja auch schwerer."

Chancen mit Konkurrenz

Ulrike Adler denkt da ähnlich, auch wenn sie mit ihrer Eine-Frau-Internetfirma weit von den Sorgen eines Handwerksbetriebes entfernt ist. Sie verkauft Kunst - in einer virtuellen Welt. Seit zwei Jahren ist die Frankfurterin mit ihrer Internetgalerie www.bigart.de online. Bis zu 250.000 Euro kann man bei ihr loswerden für ein Kunstwerk, aber auch für 100 Euro wird man fündig. "Eigentlich wollte ich früher mal Kunst studieren, habe dann aber doch Betriebswirtschaft gewählt und später bei einer Softwarefirma gearbeitet. Aber selbstständig sein wollte ich schon immer." Adler zeigt, dass man selbst in der totgesagten Internetwirtschaft noch Geld verdienen kann. "Man sollte die erfolgversprechenden Branchen nicht überbewerten", sagt Jochen Struck von der Deutschen Ausgleichsbank. "Wo viele Chancen sind, ist auch viel Konkurrenz."

Die Aussichten sind jedenfalls nicht schlecht: Nur etwa 30 Prozent der Gründungen scheitern in den ersten vier Jahren. Wer das erste Jahr übersteht, hat das Schlimmste hinter sich. Und so kann sich der Standort Deutschland, zumindest was die Start-ups angeht, international sehen lassen. In der jährlichen Vergleichsstudie Global Entrepreneurship Monitor (GEM) lag die Bundesrepublik unter mehr als 30 Staaten im vergangenen Jahr im vorderen Mittelfeld. "Das Gründungsklima ist in Deutschland besser, als es viele machen", sagt Rolf Sternberg von der Universität Köln, der die Studie hierzulande betreut. "Besonders die Förderungspolitik ist in vielen Bereichen vorbildlich. Bei uns haben die Politiker die Bedeutung von Gründungen begriffen."

Menschen wie Bettina Schilling, Calle Sibbert oder Ulrike Adler sind es, die einen Hoffnungsschimmer in das verkrustete Land schicken. Und all die anderen, die den Sprung ins kalte Wasser wagen.

Jan Boris Wintzenburg / print
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(