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Statt ruhigem Ruhestand: Engel für Jungunternehmer

Der pensionierte Exbanker Herbert Sternberg ist ein Business Angel - er unterstützt junge Firmengründer bei Behördengängen und Verträgen. "Der Golfplatz reizt mich nicht", erklärt er seine Hilfsbereitschaft.

"Ich bin kein Freizeitmensch, der Golfplatz reizt mich nicht." Der pensionierte Exbanker Herbert Sternberg weiß etwas Sinnvolleres mit seiner Zeit anzufangen, er ist ein so genannter Business Angel: Mit seinem reichen Erfahrungsschatz und Kontakten zur Finanzwelt und zu Ministerien steht der frühere Topmanager jungen Firmengründern zur Seite, die oft außer einer guten Geschäftsidee und Enthusiasmus nichts vorzuweisen haben. Und Sternberg hilft - wie es sich für einen Engel gehört - kostenlos.

"Ich halte den jungen Leuten die Dinge vom Hals, die sie anwidern: Kreditverhandlungen und Arbeitsverträge zum Beispiel", sagt Sternberg mit unternehmungslustig funkelnden Augen. Pleiten von Start-Up-Unternehmen haben nach seiner Meinung zumeist ihre Ursache in kaufmännischer Unfähigkeit von Jungunternehmern. Und da kann der 61-Jährige helfen, denn das Bankgeschäft hat er von der Pike auf gelernt. Kiel, Köln und schließlich Frankfurt waren Stationen auf seinem Karriereweg. Seine letzten Berufsjahre war Sternberg Mitglied der Geschäftsleitung der American Express Bank und schließlich Vorstandsmitglied der Allgemeinen Deutschen Direktbank AG in Frankfurt am Main.

Der erste "Fall" war ein Leberdialysegerät

Als Sternberg 1997 - finanziell gut abgesichert - nach über 30 Berufsjahren in den Ruhestand ging, hatte er keine Lust, die Zeit mit Hobbys totzuschlagen. Er hörte von Rostocker Medizinstudenten, die ein Leberdialysegerät entwickelt hatten, und dringend auf der Suche nach Geld waren, um ihre Ideen zu vermarkten. Sternberg war von der Idee begeistert und ließ seine Verbindungen zur Frankfurter Finanzwelt spielen. Die Jungunternehmer erhielten ihren Kredit - und der Engel hatte seinen ersten "Fall".

Es stellte sich schnell heraus, dass Sternberg nicht mehr von zu Hause aus arbeiten konnte. "Meine Frau konnte ja schlecht der Sekretärin eines Ministers am Telefon sagen: Mein Mann bringt gerade den Müll raus", grinst Sternberg. Deshalb bezog er ein Büro in Frankfurt. Mittlerweile hat der unruhige Ruheständler wieder einen richtigen Bürobetrieb mit Sekretärin, Konferenzzimmer und allem Drumherum. Die Kosten dafür und für andere Auslagen, die er als Engel hat, finanziert Sternberg aus Nebentätigkeiten für Firmen.

Ein ganz neutraler Engel

Im Gegensatz zu vielen anderen Business Angels engagiere er sich nicht finanziell in den von ihm betreuten Firmen, erzählt Sternberg, der sich als "atypischen Business Angel" beschreibt. Was im Umkehrschluss dann bedeutet, dass er auch keinen Profit aus den Unternehmen zieht, sobald diese aus dem Gröbsten heraus sind und Gewinn abwerfen. Aber genau das sei auch eine Stärke in seinen Verhandlungen um Fördermittel etwa mit der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau. "Ich stehe denen gegenüber ganz anders da, wenn die wissen, es geht nicht in meine eigene Tasche."

Business Angels sind in der Regel vermögende Privatpersonen, die junge Unternehmen bei ihren ersten Schritten in die Selbstständigkeit begleiten. Zumeist handelt es sich um ehemalige Manager oder Unternehmer über 50, die Zeit und Geld in junge Unternehmen investieren, an deren Erfolg sie glauben. Oft erwirbt der Business Angel Anteile an der Firma seiner Schützlinge und verkauft diese im Erfolgsfall nach ein paar Jahren wieder. Damit profitiert er von der Wertsteigerung seines Unternehmens.

"Ich bin kein Workaholic"

Inzwischen verbringt Sternberg etwa drei Tage die Woche mit seiner Tätigkeit als Coach. Gerade einmal 14 Tage Urlaub waren im letzten Jahr für Sternberg drin. "Ich bin aber kein Workaholic", weist er energisch entsprechende Vermutungen zurück. "Ich habe mich noch nie so ausgeglichen gefühlt." Gerade diese direkten, persönlichen Beziehungen zu Kunden waren es, die ihm in seiner Zeit als Bankenvorstand gefehlt haben.

Seine Frau, mit der er seit 35 Jahren verheiratet ist, verbringt derweil die meiste Zeit allein im Haus der Sternbergs auf Sylt. Manchmal meckere sie ja schon ein bisschen: "Mit wem bist Du eigentlich verheiratet: mit mir oder mit den Leuten, die Du coachst?", plaudert Sternberg aus dem heimischen Nähkästchen. Und setzt mit schalkhaften Lächeln hinzu: „Ein bisschen stolz ist sie aber auch auf mich."

Nun zieht es ihn nach Russland

Sein neuestes Projekt hat Sternberg, der auch Mitglied im Wirtschaftsrat der CDU ist, nach Russland geführt. Dort betreut er eine Regionalbank in Jekaterinburg. "Ein Hauch von Exotik" sei da durchaus mit ihm Spiel, räumt er ein. Der Kontakt zu der UralTransBank kam über das Büro der Weltbank in Moskau zu Stande. Mittlerweile hat Sternberg, dem einst schon Reisen von Frankfurt nach Rostock umständlich erschienen, bereits mehrere Abstecher in den Ural gemacht.

Die Verbindungen, die er bei seinen Reisen nach Russland knüpft, versucht er dann, seinen Unternehmen hierzulande zur Verfügung zu stellen. "Dabei geht es um Kontaktpflege und Tipps bei rechtlichen Fragen, etwa Zulassungen auf dem russischen Markt", erläutert der Business Angel. Und nicht ohne Stolz fügt er hinzu, dass er vor sechs Monaten angefangen hat, russisch zu lernen.

Michael Bauer
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(