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Rat vom Karrierecoach Das sind die fünf häufigsten Fehler im Vorstellungsgespräch

Der erste Eindruck ist bekanntlich der Wichtigste. Daher ist es fatal, einen dieser genannten Fehler zu machen.
 
1. Zuspätkommen

Sicher einer der größten Fehler im Bewerbungsgespräch. Es zeugt davon, dass Ihre Prioritäten nicht dieselben sind wie in der Firma, die sich extra Zeit genommen hat um Sie zu interviewen.
 
2. Nicht alleine kommen
Egal, wie nervös Sie sind: Die Einladung zum Vorstellungsgespräch ist nur für Sie. Das gilt auch für Haustiere jeglicher Art.
 
3. Unangenehm riechen
Ob ekliger Körpergeruch oder zu viel Parfüm oder Deo. Wer streng riecht, den mag niemand.
 
4. Krank sein
Wer nicht gesund und fit ist, muss das Bewerbungsgespräch rechtzeitig absagen. Denn krank hinterlassen Sie auf keinen Fall den besten Eindruck, also besser auskurieren und nochmal probieren.
 
5. Unpassende Kleidung tragen
Sie sollten sich in ihrer Kleidung wohlfühlen und nicht verkleidet wirken. Dennoch sind Schlabberpulli und löchrige Jeans genau wie kurze Hosen und bauchfreie Tops ein No-Go. Es muss aber auch nicht immer gleich Anzug oder Kostüm sein. Je nach Job sollte ihr Outfit sich anpassen.
 
6. Sich nicht angemessen benehmen
Gelangweiltes sitzen, reden oder schauen macht keinen guten Eindruck und auch Desinteresse hat noch niemandem zum Traumjob verholfen. Also: aufrecht sitzen und sich angemessen benehmen.
  
7. Flirten
Egal wie sehr Sie den Job möchten oder wie attraktiv Sie den Personaler finden. Das Bewerbungsgespräch ist definitiv nicht zum Flirten oder Anbaggern geeignet.
 
8. Ans Handy gehen
Jeder weiß wie störend ein klingelndes Handy sein kann. Im Bewerbungsgespräch ist dies um so mehr ein Grund Sie nicht einzustellen. Es gibt sogar immer wieder Bewerber, die den Anruf sogar noch entgegennehmen. Ein Riesenfehler!
 
9. Zu viel reden
Es kommt nicht auf die Menge an Worten an, die Sie erzählen, sondern auf den Inhalt. Daher sollten Sie vielmehr darauf achten, die Fragen sachlich und genau zu beantworten, ohne dabei zu weit vom Thema abzuweichen – was leider immer noch bei vielen Kandidaten der Fall ist.
 
10. Zu wenig reden
Im Gegensatz dazu verhilft es Ihnen nicht, wenn Sie sich stumm wie ein Fisch geben und kaum etwas sagen. Das Bewerbungsgespräch ist dazu gedacht, das sich Firma und Bewerber besser kennenlernen können. Und das funktioniert eben am besten durch ein vernünftiges Gespräch.
 
11. Das Gespräch selbst beenden
Auch wenn Sie keine Fragen mehr haben oder eine längere Pause entsteht: Wann das Bewerbungsgespräch beendet ist, sagen Firma und Personaler und auf keinen Fall Sie. 
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Das Vorstellungsgespräch ist für viele Bewerber purer Stress. Vor lauter Aufregung kann einiges daneben gehen. Karrierecoach Jürgen Hesse nennt die fünf häufigsten und schwerwiegendsten Fehler, die Kandidaten unterlaufen.

Vorstellungsgespräch, oje. Wer sich hier schlecht verkauft, dem helfen auch die besten Zeugnisse und ein lupenreiner Lebenslauf nicht. Denn am Ende des Gesprächs muss der Arbeitgeber nicht nur von der Papierform, sondern auch von der Persönlichkeit des Kandidaten überzeugt sein. "Viele Bewerber sitzen wie das Kaninchen vor der Schlange da, obwohl sie sich doch mit einem beherzten Sprung retten könnten", sagt Karrierecoach Jürgen Hesse. Er nennt die seiner Ansicht nach fünf häufigsten und schwerwiegendsten Fehler, die man im Vorstellungsgespräch tunlichst vermeiden sollte.

Fehler 1: Mangelndes Bewusstsein, worum es im Vorstellungsgespräch wirklich geht

Wer ins Bewerbungsgespräch geht, der muss sich klar sein, was auf ihn zukommt. Das Gespräch ist keine lockere Plauderei mit spontanen Fragen und Antworten, sondern zu einem Großteil standardisiert. "Vielen Leuten ist zu wenig bewusst, dass die meisten Fragen im Prinzip fest stehen und in unterschiedlicher Form immer wieder gestellt werden", sagt Jürgen Hesse. Im Kern laufe fast alles sogar nur auf drei große Fragestellungen hinaus. 

Fehler 2: Gravierende Versäumnisse bei der gezielten Vorbereitung

"Jeder Kleinkriminelle weiß vorher, was er beim Verhör sagen will, nämlich: Ich bin unschuldig", sagt Hesse. Wer in ein Bewerbungsgespräch geht, sollte sich ebenfalls vorher überlegen, welche Botschaften er unbedingt loswerden will. Was sind die eigenen Stärken und Potenziale? Was antworte ich auf schwierige Fragen? "Außerdem kann es nicht schaden, sich auch ein paar Floskeln zurechtzulegen, wenn man mal Zeit gewinnen muss", sagt Hesse. Zum Beispiel: "Ich bin nicht sicher, ob ich Ihre Frage richtig verstanden habe" oder "Worauf wollen Sie genau hinaus?"

Jürgen Hesse ist Diplom-Psychologe und einer der renommiertesten Karrierecoaches Deutschlands. Gemeinsam mit seinem Kollegen Hans Christian Schrader hat er 250 Bücher zu den Themen Bewerbung und Karriere veröffentlicht und davon mehr als sieben Millionen Exemplare verkauft.
Jürgen Hesse ist Diplom-Psychologe und einer der renommiertesten Karrierecoaches Deutschlands. Gemeinsam mit seinem Kollegen Hans Christian Schrader hat er 250 Bücher zu den Themen Bewerbung und Karriere veröffentlicht und davon mehr als sieben Millionen Exemplare verkauft.

Fehler 3: Vor lauter Aufregung überhaupt nicht mehr richtig zuhören

Ja, man sollte wichtige Botschaften vorbereiten und sich vorher überlegen, was man sagen will. Aber: Wer einfach seinen Stiefel runtererzählt und gar kein richtiges Gespräch aufkommen lässt, sammelt ebenfalls Minuspunkte. "Man muss versuchen, seine Aufregung in den Griff zu bekommen, um nicht wie ein Angsthase zu wirken", sagt Hesse. Eine gute Vorbereitung hilft, sich sicher zu fühlen, um auch spontan reagieren zu können.

Fehler 4: Eine Gesprächspause nicht aushalten können

Um den Bewerber aus der Reserve zu locken, können Personaler schnelle Nachfragen stellen - oder auch das Gegenteil tun: einfach schweigen. Viele Kandidaten fühlen sich dann genötigt, die entstehende Gesprächspause hastig auszufüllen - und plappern sich möglicherweise um Kopf und Kragen. "Bei unangenehmen Fragen sollte man nicht mehr erzählen, als man eigentlich vorhatte", sagt Hesse. Er empfiehlt, kleine Gesprächspausen einfach auszuhalten.

Fehler 5: Die Regeln des Small Talks nicht beherrschen

Zum Einstieg kurz über die Anreise, das Wetter oder ähnlich Unverfängliches zu reden, schafft eine angenehme Gesprächsatmosphäre und gehört zum guten Ton. "Auf keinen Fall sollte man das Gegenüber mit Aussagen wie 'Lassen Sie uns anfangen' drängen", sagt Hesse. Auch keine gute Idee: Das angebotene Getränk patzig ablehnen oder extravagante Sonderwünsche stellen ("Haben Sie Tomatensaft?"). Das tolle Büro oder die schöne Aussicht, sind laut Hesse geeignete Smalltalk-Themen. "Aber Vorsicht beim Kommentieren der Familienfotos: Wer die Ehefrau für die Tochter hält, tritt schnell ins Fettnäpfchen."

Mehr Fehler und Fettnäpfchen im Bewerbungsgespräch zeigt unser Video: 


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