HOME

Autokrise: Toyota meldet historischen Verlust

Tiefe rote Zahlen beim weltgrößten Autobauer Toyota: Im vergangenen Geschäftsjahr hat der Konzern fast 3,3 Milliarden Euro Verlust eingefahren - so viel wie nie zuvor in der Firmengeschichte. Auch die Zukunft verspricht keine Besserung, im kommenden Jahr will das Unternehmen kräftig sparen.

Die größte Krise der Automobilindustrie hat Toyota tief in die roten Zahlen gestürzt. Der Verlust in dem Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr summierte sich auf 437 Milliarden Yen (etwa 3,3 Milliarden Euro), wie der japanische Konzern am Freitag mitteilte. Es ist der erste Jahresverlust in mehr als vier Jahrzehnten. Im Jahr davor hatte Toyota noch 1,7 Billionen Yen verdient. Toyota nannte als Gründe den Absatzeinbruch vor allem in den USA und Europa sowie den scharfen Anstieg des Yen-Kurses und der Materialkosten.

In diesem Jahr fiel der Absatz des Konzerns auf 7,6 Millionen Fahrzeuge. Das waren 1,3 Millionen weniger als im Jahr davor. Der Umsatz sackte um fast 22 Prozent auf etwa 20 Billionen Yen ab.

Branchenprimus im Sparmodus

Auch zukünftig stellt sich der Autobauer auf harte Zeiten ein: Für das laufende Geschäftsjahr wird ein operativer Verlust von rund 850 Milliarden Yen erwartet. Zum Vergleich: Im abgelaufenen Jahr verbuchte Toyota ein operatives Minus von 461 Milliarden Yen.

Toyota-Chef Katsuaki Watanabe prophezeite, es werde "noch einige Zeit dauern, bis die Finanzmärkte in den USA und Europa sich normalisieren und die Weltwirtschaft sich erholt". Daher schaltet auch Toyota auf Sparmodus und plant im laufenden Jahr weitere Kostensenkungen. Nichts desto trotz solle der Fokus auf umweltfreundliche Technik wie Hybrid-Antriebe gesetzt werden. In diesem Jahr wolle Toyota vier Hybrid-Modelle für den Heimatmarkt und drei für Übersee auf den Markt bringen.

DPA / DPA