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Zwischen Boni und Nullrunde: Daimler zahlt Mitarbeitern fette Prämie

Glänzende Verkaufszahlen, hohe Dividende und ein Rekordbonus: Die Mitarbeiter von Daimler bekommen die Erfolge des Autobauers zu spüren. Nicht so bei der Deutschen Bank. Hier steht eine Nullrunde an.

Freude bei Daimler-Mitarbeitern: Der Konzern lässt sie am Gewinn teilhaben

Freude bei Daimler-Mitarbeitern: Der Konzern lässt sie am Gewinn teilhaben

Das Rekordjahr bei Daimler zahlt sich auch für die Mitarbeiter aus. Rund 135.000 Tarifbeschäftigte erhalten für 2014 eine Erfolgsbeteiligung von je 4350 Euro, teilte der Autobauer in Stuttgart mit. Dies sei der höchste Mitarbeiter-Bonus der Firmengeschichte. Für 2013 waren es gut 3000 Euro für die Beschäftigten in Deutschland - und damit deutlich weniger als bei der Konkurrenz aus der Oberklasse. Für 2014 haben BMW oder Audi noch keine Zahlen vorgelegt. Daimler-Personalchef Wilfried Porth sagte, die Beschäftigten hätten maßgeblich dazu beigetragen, 2014 zum bislang besten Jahr der Konzerngeschichte zu machen.

Höchste Dividende für Aktionäre

Dank zahlreicher neuer Modelle und glänzender Verkaufszahlen steigerte der Auto- und Lkw-Bauer im vergangenen Jahr den Gewinn aus dem laufenden Geschäft um 27 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen deshalb eine so hohe Dividende bekommen wie nie zuvor: 2,45 Euro je Aktie. Damit werden gut 2,6 Milliarden Euro an die Anteilseigner ausgeschüttet, das sind rund neun Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die Mitarbeiter-Prämie für 2014 summiert sich auf circa 587 Millionen Euro, fast anderthalb mal soviel wie im Jahr zuvor. Diejenigen Daimler-Beschäftigten, die Anspruch auf den Bonus für das vergangene Jahr haben, bekommen ihn mit dem April-Entgelt ausgezahlt. Weltweit ist dies nicht einmal die Hälfte der Belegschaft: Für den Fahrzeugbauer arbeiten rund um den Globus knapp 280.000 Menschen, in Deutschland sind es fast 169.000.

Keine Lohnerhöhung bei Deutscher Bank

Völlig anders sieht die Welt aktuell für die Mitarbeiter der Deutschen Bank aus, die 2015 offenbar keine Gehaltssteigerung erhalten. Das Geldhaus habe seinen außertariflich bezahlten Mitarbeitern "eine Nullrunde verordnet", berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Donnerstag unter Berufung auf "informierte Kreise". Außerdem sollen demnach Bonus-Zahlungen erheblich gekürzt werden.

Von der Nullrunde ist laut dem Bericht rund die Hälfte der Belegschaft in Deutschland betroffen. Die Verärgerung darüber sei vor dem Hintergrund der kürzlich veröffentlichten Quartalszahlen der Bank "enorm", berichtete die "Süddeutsche". Das Kreditinstitut hatte Ende Januar einen Quartalsgewinn bekannt gegeben, der viel besser als von vielen Analysten erwartet ausgefallen war.

stb/Reuters/AFP / Reuters