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DaimlerChrysler: Chrysler-Chef rechnet auch 2003 mit hartem Preiskampf

Auf dem US-Markt wird auch 2003 für Autos ein raues Klima herrschen. Trotzdem will DaimlerChrysler dort weiter wachsen. Die Sanierung verläuft nach Plan.

Chrysler-Chef Dieter Zetsche rechnet auch für 2003 mit einem unvermindert rauen Klima auf dem amerikanischen Automarkt. "Wir hatten ursprünglich erwartet, dass das nächste Jahr etwas einfacher wird. Jetzt rechnen wir damit, dass der Wettbewerb auch im nächsten Jahr sehr hart bleibt", sagte Zetsche der "Stuttgarter Zeitung" (Montagausgabe).

Konsumklima abgekühlt

Der Daimler-Chrysler-Vorstand wies darauf hin, dass das Konsumklima sich im September abrupt abgekühlt hat. Gleichzeitig nahm die Aggressivität einzelner Wettbewerber nochmals deutlich zu. Beides zusammen erzeugte auf dem Markt einen massiven Druck. "Damit müssen wir zurechtkommen. Das wird auch ins nächste Jahr hinein wirken," sagte Zetsche. Als besonders Besorgnis erregend bezeichnete es der Chef der US-Sparte von DaimlerChrysler, dass der Marktführer General Motors nunmehr schon für einen neuen Modelljahrgang höhere Kaufanreize gibt, als für den alten.

Marktanteil gehalten

Im Gegensatz General Motors und Ford hat Chrysler als drittgrößter US-Autobauer laut Zetsche in diesem Jahr den Marktanteil halten können. Dies führte er auch auf eine neue Garantie für Motor, Getriebe und Achsen zurück, mit der Chrysler Vertrauen gewinnen konnte. Chysler verbesserte die Qualität, gemessen an den Garantiekosten, im vergangenen Modelljahr insgesamt um 22 Prozent. Diese Entwicklung hat sich im neuen Modelljahr fortgesetzt. Bis in vier Jahren will Chrysler im Qualitätsvergleich Toyota einholen. Der japanische Hersteller steht derzeit bei der Qualität branchenweit an der Spitze.

Händlerabsatz blieb stabil

Im nächsten Jahr will Chrysler gegen den Trend des Marktes zulegen. "In diesem Jahr ist der Absatz an Händler in etwa stabil, der Verkauf an Kunden ist etwas niedriger als im Vorjahr. Im nächsten Jahr wollen wir mehr Autos verkaufen als in diesem," kündigte Zetsche an. Auch beim Marktanteil hofft er auf einen Zuwachs. Obwohl der Absatz auf dem US-Markt in den vergangenen Monaten zurückgegangen ist und der Marktanteil mit zuletzt 13,2 Prozent unter dem Zielwert von 14 Prozent lag, zog Zetsche eine insgesamt zufriedene Bilanz für das abgelaufene Jahr.

Auf jeden Fall Gewinn

"Wir werden in diesem Jahr besser als geplant abschneiden," sagte Zetsche. Der vor zwei Jahren beschlossene Sanierungsplan hatte vorgesehen, dass im zweiten Jahr der Neuausrichtung die Gewinnschwelle erreicht wird. Dabei wurden allerdings die einmaligen Aufwendungen für die Restrukturierung des Unternehmens ausgeklammert. "Nun werden wir in diesem Jahr selbst bei Berücksichtigung dieser Belastungen einen Gewinn erzielen", sagte Zetsche.