DEMENTI Kein Notfallplan für MobilCom


Das schleswig-holsteinische Wirtschaftsministerium hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach die Kieler Landesregierung an einem Notfallplan für das Mobilfunkunternehmen MobilCom arbeite.

Das schleswig-holsteinische Wirtschaftsministerium hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach die Kieler Landesregierung an einem Notfallplan für das Mobilfunkunternehmen MobilCom arbeite.

Eine Ministeriumssprecherin bestätigte zugleich, es habe ein vertrauliches Gespräch mit MobilCom-Chef Gerhard Schmid über die Situation bei dem Büdelsdorfer Telekommunikationskonzern gegeben. Die Kieler Landesbank wies Spekulationen zurück, sie könnte als Partnerin bei MobilCom einspringen, falls sich deren zweitgrößter Aktionär France Telecom zurückziehe.

Das »Handelsblatt« hatte berichtet, das Kieler Wirtschaftsministerium arbeite an einem Notfallplan, in dem die Kieler Landesbank eine solche Rolle bekommen könnte. Damit reagiere die schleswig-holsteinische Landesregierung auf den eskalierenden Streit zwischen dem deutschen Mobilfunkanbieter und France Telecom.

Landesbank steht nicht als Partner bereit

Die Kieler Landesbank teilte mit, dass sie bei einem eventuellen Ausstieg des Großaktionärs France Telecom weder als Partnerin bereitstehe noch Anteile an MobilCom übernehmen wolle. »Von welchem Anteilseigner auch immer«, hieß es in einer kurzen Mitteilung weiter. Eine Sprecherin der Landesbank sagte auf Anfrage von Reuters: »Damit ist jeder Spekulation über eine künftige Beteiligung der Boden entzogen.« An dem von der Zeitung zitierten Gespräch zwischen Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) und MobilCom-Chef Schmid hätten keine Vertreter der Landesbank teilgenommen.

France Telecom steht unter Druck

France Telecom hält 28,5 Prozent an MobilCom und befindet sich im Streit mit dem Büdelsdorfer Unternehmen über die Kosten beim Aufbau des UMTS-Mobilfunknetzes. Angeblich setzt die französische Regierung als Mehrheitseignerin France Telecom unter Druck, sich aus der Beteiligung zurückzuziehen, damit deren Schuldenberg nicht weiter anwächst.

Reuters


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