ENERGIE Startschuss für neuen Stromriesen Vattenfall Europe


Nach den Fusionen mehrerer Stromkonzerne zu E.ON und RWE geht mit Vattenfall Europe nun der drittgrößte deutsche Anbieter offiziell an den Start.

Die Neuordnung des deutschen Strommarktes steht vor dem vorläufigen Abschluss. Nach den Fusionen mehrerer Stromkonzerne zu E.ON und RWE geht mit Vattenfall Europe nun der drittgrößte deutsche Anbieter offiziell an den Start. Wie zuvor die Vattenfall-Europe-Partner Laubag und Hamburgische Electricitäts-Werke (HEW) sollte am Donnerstagnachmittag in Berlin auch die Hauptversammlung des HEW-dominierten Ost-Braunkohleverstromers Veag der Verschmelzung zu dem neuen Unternehmen zustimmen. Der Berliner Versorger Bewag stößt Anfang nächsten Jahres zu dem neuen Verbund.

Drittgrößter Energiekonzern

Durch den Zusammenschluss von Bewag, HEW, Laubag und Veag zu Vattenfall Europe entsteht hinter RWE und E.ON der drittgrößte deutsche Energiekonzern. Zu der Gruppe gehören neben Kraftwerken und Übertragungsnetzen in Hamburg und Ostdeutschland auch Kohletagebaue in der Lausitz. Sitz der Holding ist Berlin.

Viele Köche rührten im Brei

Bei der Fusion der vier Unternehmen hatten nicht nur mehrere Bundesländer ein Mitspracherecht. Auch drei Gewerkschaften pochten auf ihre Interessen. Zugleich hatte die Bundespolitik bestimmte Auflagen erteilt.

3.000 Jobs sollen wegfallen

Die beteiligten Unternehmen erzeugen und vertreiben jährlich rund 80 Milliarden Kilowattstunden. Vattenfall Europe beliefert mehr als drei Millionen Endkunden und beschäftigt derzeit etwa 18.000 Mitarbeiter. Die Zahl der Beschäftigten soll aber weiter abgebaut werden. Bis 2005 könnten dem Vernehmen nach bis zu 3.000 Stellen wegfallen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden.

Für das Geschäftsjahr 2002 erwartet der schwedische Staatskonzern Vattenfall einen Umsatz von insgesamt rund elf Milliarden Euro, zu dem Vattenfall Europe mehr als sechs Milliarden Euro beitragen soll.


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