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Prognose der EU-Kommission Eurozone rutscht 2015 in die Deflation


Die Konjunktur in der Eurozone entwickelt sich besser als erwartet, doch die Preise sinken. Für dieses Jahr rechnet die EU-Kommission mit einer Deflation.

Die Euro-Zone rutscht nach einer aktuellen Prognose der EU-Kommission in diesem Jahr in eine leichte Deflation. Dazu werden die Verbraucherpreise in dem Währungsraum 2015 voraussichtlich um 0,1 Prozent sinken. Das teilte die Europäische Kommission in Brüssel mit.

Damit sind die konjunkturellen Perspektiven für den Euroraum besser als erwartet: Die Kommission sagt dem Währungsraum eine positive Inflationsrate von 1,3 Prozent in diesem Jahr voraus. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr Wachstum, als die Kommission noch im Herbst vorausgesagt hatte.

Die Arbeitslosigkeit fällt demnach leicht auf 11,2 Prozent. Auch das Defizit der öffentlichen Haushalte soll in den Ländern mit der Gemeinschaftwährung insgesamt leicht sinken und im Durchschnitt 2015 noch 2,2 Prozent gemessen am Bruttoinlandsprodukt betragen, wie die Kommission mitteilte.

Gefallene Ölpreise

Grund dafür seien die gefallenen Ölpreise und die Abwertung des Euros, wie die EU-Kommission mitteilte. Aber auch das Anleihen-Ankaufprogramm der EZB und der milliardenschwere EU-Investitionsplan würden dazu beitragen.

"Europas wirtschaftliche Aussichten sind heute ein bisschen heller als bei der letzten Vorhersage", erklärte Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici. Es gebe aber noch "viel harte Arbeit" zu erledigen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen.

las/DPA DPA

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