HOME

Tropfen auf dem heißen Stein?: Telekom, Bahn, Daimler: Das tun deutsche Konzerne für Flüchtlinge

Die deutsche Wirtschaft sieht in den Flüchtlingen potenzielle Arbeitskräfte. Aber welche Chancen bieten Siemens, Daimler und Co. Flüchtlingen wirklich? Die Programme der Konzerne im Überblick.

Ein Daimler-Mitarbeiter erklärt einem Flüchtling im Brückenpraktikum die Montage im Mercedes-Benz Werk Untertürkheim in Stuttgart

Ein Daimler-Mitarbeiter erklärt einem Flüchtling im Brückenpraktikum die Montage im Mercedes-Benz Werk Untertürkheim in Stuttgart

Verschiedene deutsche Konzerne bemühen sich, Flüchtlinge zu beschäftigen oder auszubilden. Dabei geht es vor allem um Praktika und Qualifizierungsmaßnahmen für Flüchtlinge, die sich nicht einfach bei den Firmen im Rahmen normaler Stellenausschreibungen bewerben. Die Zahlen sind meist niedrig - wenn überhaupt schon Initiativen ergriffen wurden. Denn auch die großen Unternehmen lernen erst, mit der Situation umzugehen. Einige Beispiele:

BASF: Fitmachen für den Berufseinstieg

BASF (rund 50.000 Mitarbeiter in Deutschland) hat im Oktober begonnen, 50 Flüchtlinge für den Einstieg ins Berufsleben vorzubereiten. "Natürlich ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein", sagt eine Sprecherin. Grundlage ist ein Programm, mit dessen Hilfe BASF normalerweise Jugendlichen mit schlechten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt hilft. Das sei auf die Bedürfnisse von Flüchtlingen übertragen worden, sagte eine Sprecherin. Ziel ist es, dass die Flüchtlinge in einem Jahr eine Ausbildung beginnen oder einen Job annehmen können. Zunächst wird der Qualifizierungsgrad festgestellt, um die Flüchtlinge dann mit Sprachkursen und Qualifizierungsmaßnahmen fit für einen Einstieg ins Berufsleben zu machen. Ähnliche Pläne verfolgt der Sportwagenbauer Porsche, der Flüchtlingen kommendes Jahr ein sogenanntes Förderjahr ermöglichen will.

Siemens: 100 Praktikumsplätze und Förderklassen

Auch Siemens (rund 115.000 Mitarbeiter in Deutschland) will im kommenden Jahr bis zu 100 Flüchtlingen Praktika bieten, die sich noch im Asylverfahren befinden. Bislang läuft das Programm in Erlangen mit zehn Plätzen - es soll auf andere Standorte ausgeweitet werden. Hinzu kommen vier Förderklassen für jeweils 16 Flüchtlinge. Siemens hatte 2012 ein Ausbildungsprogramm für junge Menschen aus Europa aufgelegt. Diese Erfahrungen würden nun genutzt. 

Daimler: 14 Wochen Crashkurs

In der vergangenen Woche haben bei dem Autobauer Daimler 40 Flüchtlinge ein sogenanntes Brückenpraktikum in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit begonnen. Es dauert nur 14 Wochen, die Teilnehmer wurden von der Bundesagentur ausgewählt. Ziel ist es, die Flüchtlinge soweit zu bringen, dass sie sich bei anderen Unternehmen, Zeitarbeitsfirmen oder für eine Ausbildung bewerben können. Sie erlernen einfache Arbeiten in der Produktion - zum Beispiel, wie eine Maschine bestückt oder Bauteile sortiert werden. Finanziert werden die ersten sechs Wochen von der Bundesagentur, danach zahlt Daimler den Mindestlohn und übernimmt die Deutschkurse. Daimler (170.000 Mitarbeiter in Deutschland) will so künftig mehreren hundert Flüchtlinge an mehreren Standorten helfen. 

Deutsche Telekom: 100 Ausbildungsplätze für Flüchtlinge

Die Deutsche Telekom (rund 120.000 Mitarbeiter in Deutschland) hat eine Informationsplattform für Flüchtlinge aufgebaut. Außerdem werden seit Anfang September mehr als 70 Praktika auf der Internetplattform "workeer.de" angeboten, die Jobangebote speziell für Flüchtlinge zusammenträgt. Bezahlt werde entweder ein Pauschalbetrag oder der Mindestlohn, so ein Sprecher. Das hänge von der Länge des Praktikums ab. Vom kommenden Herbst an will die Telekom außerdem 100 zusätzliche Ausbildungsplätze für junge Flüchtlinge stellen. "Es ist ein bisschen aufwendiger, aber verlangt kein Übermaß an Anstrengung", sagt ein Sprecher. Er sieht ein ganz anderes Problem: Teilweise seien die Angebote unter den Flüchtlingen schlicht nicht bekannt. 

Deutsche Bahn: Umschulung zum Elektroniker

Die Deutsche Bahn (rund 196.000 Mitarbeiter in Deutschland) bietet eine konkrete Umschulung an. 15 berufserfahrene Flüchtlinge mit Erfahrung im Bereich Elektrotechnik werden zu Elektronikern im Betriebsdienst ausgebildet, neun weitere sollen demnächst hinzukommen. Das Programm dauert 28 Monate - normalerweise braucht die Ausbildung 3,5 Jahre (42 Monate). Die Länge hängt mit der Förderfähigkeit der Bundesagentur zusammen. Können Vorbildungen teilanerkannt werden, gibt es individuelle Ausbildungspläne. Die ersten vier Monate machen die Flüchtlinge einen Sprachkurs. 

18 Monate dauerte es, bis das Programm überhaupt mit der Bundesagentur für Arbeit der Stadt München und den zuständigen IHKs entwickelt wurde. "Das ist eine Premiere, ein Lernfeld, es gab so etwas bisher noch nicht", sagt eine Sprecherin. Nachdem die Partner gefunden waren, nahmen die Auswahlverfahren viel Zeit in Anspruch. Dafür haben die Flüchtlinge eine reale Chance auf einen Job: "Wir wollen alle gern übernehmen", so eine Sprecherin.

SAP: Praktika und duales Studium

Beim Softwarekonzern SAP (rund 18.000 Mitarbeiter in Deutschland) müssen Flüchtlinge einen Hochschulabschluss oder eine vergleichbare Qualifizierung mitbringen. "Konkret werden wir in den kommenden zwölf Monaten mindestens 100 Flüchtlingen, die über ein technisches Grundwissen verfügen, einen Praktikumsplatz in unserem Unternehmen vermitteln", erklärt eine Sprecherin. Die 155 Stellen seien schnell identifiziert worden. Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen verzögerten den Einstellungsprozess. "Wir benötigen mindestens vier Wochen Vorlauf vor Einstellung, vorgelagert ist die Prüfung der Aufenthaltsgenehmigung durch die Ausländerbehörde." Bislang seien 20 Bewerbungen eingegangen. 

Über die Praktikumsplätze hinaus will SAP zehn Plätze für ein duales Studium im Bereich Wirtschaftsinformatik schaffen, die von 2016 an besetzt werden können. Auch hier müssen rechtliche Rahmenbedingungen und Zulassungsvoraussetzungen aber erst einmal geklärt werden.

bak / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(