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Experiment: Wie das Grundeinkommen in Kenia das Leben der Menschen verändert

In Europa wird die Einführung eines Grundeinkommens diskutiert - in Kenia erprobt man es in einem großen wissenschaftlichen Experiment. Dort bekommen ausgewählte Dorfbewohner nun monatlich 22 Dollar. Das hat ihr Leben verändert.

1000 Euro im Monat: Wie funktioniert das bedingungslose Grundeinkommen?

In Finnland wird das Grundeinkommen getestet, die Schweiz hat es per Volksentscheid abgelehnt. Und in Schleswig-Holstein würde man es gerne einmal ausprobieren. Das bedingungslose Grundeinkommen soll Lebensunterhalt und Arbeit entkoppeln. Statt staatlicher Leistungen wie Kindergeld, Rente oder Arbeitslosengeld würde jeder Bürger einen festen Betrag bekommen. Die Befürworter - darunter auch der namhafte Ökonom Thomas Straubhaar und der dm-Chef Götz Werner - glauben, dass das Grundeinkommen ein System für die Zukunft ist. Kritiker halten wenig von dem Geld für alle. Sie fürchten, dass sich Leistung dann nicht mehr lohnt, ungeliebte Jobs liegenbleiben und sich eine Nation aus Faulenzer entwickelt.

Während hierzulande noch diskutiert wird, sorgte eine Ankündigung 2016 für Aufsehen: In Kenia plante die Hilfsorganisation GiveDirectly einen großen Test zum Grundeinkommen. "Insgesamt werden 26.000 Menschen im Rahmen des Feldversuchs von GiveDirectly Transferleistungen bekommen", sagt Caroline Teti von GiveDirectly zu "perspective-daily.de". Bis zu zwölf Jahre lang sollen die Versuchsteilnehmer ein Grundeinkommen beziehen. Das Projekt wird eng von Forschern begleitet, die empirisch das Phänomen des Grundeinkommens untersuchen wollen. Mehr als 30 Millionen Euro wird das Experiment kosten, so ein sehr detaillierter Bericht auf "perspective-daily.de".

20 Dollar pro Monat 

Die ersten Versuchsteilnehmer erhalten nun seit Oktober 2016 Geld. Zufällig wurde der kleine Ort Makanga im Westen Kenias ausgewählt. Dort bekommen knapp 100 Erwachsene - und somit fast das ganze Dorf - das Grundeinkommen ausgezahlt. In Kenia orientiert sich der monatliche Betrag an der Armutsgrenze. 22 Dollar bekommen die Dorfbewohner monatlich, die Armutsschwelle für Kenia liegt bei 20 Dollar. Rund 45 Prozent der Kenianer haben weniger im Monat zur Verfügung. 

Dafür geben die Kenianer das Grundeinkommen aus

Die Organisation GiveDirectly warnt davor, die kurzfristigen Erfahrungen mit dem Grundeinkommen in Kenia zu verallgemeinern - allerdings kann schon nach wenigen Monaten einiges beobachtet werden. Zum Beispiel, wofür die Menschen das Geld ausgeben:

Die Menschen finanzieren mit dem Grundeinkommen ganz Alltägliches, wie Rechnungen, Schulgeld, den Kauf von Lebensmitteln oder Medikamenten. Hunger war in Makanga zuvor durch Dürren ein großen Problem. Lebensmittel waren immer knapp, die Bauern leben von dem, was die Felder hergaben. Einige Verwandte, meist die Kinder oder Väter, sind in die Städte abgewandert, um dort Geld zu verdienen - und einen Teil davon in die Heimat zu schicken. Auf diese Zahlungen sind die Dorfbewohner nicht mehr angewiesen. Und selbst wenn das Geld mal knapp wird, bekommen sie in Geschäften einen Kredit, um Lebensmittel zu kaufen. Das Grundeinkommen macht sie zu solventen Kunden.

Grundeinkommen für Schulgeld

Schulgeld wird ebenfalls vom Grundeinkommen finanziert. Viele Kinder und Jugendliche hätte ohne dieses Extra-Geld keine Schule besuchen können. 

Auch gespart wird - gerade größere Anschaffung, die ansonsten hätten nie finanziert werden können. Schon vor dem Grundeinkommen habe es einen Sparclub in dem Dorf gegeben, berichtet "perspective-daily.de". Nun seien es sechs. So spart einer der Bauern auf zwei Ochsen. Derzeit müsse er sich immer einen teuren Traktor ausleihen. Künftig könnten er die Ochsen auf dem Feld einsetzen und sie zusätzlich noch an andere Bauern ausleihen.

Unternehmertum dank Grundeinkommen

Einige Empfänger des Grundeinkommens nutzen das Geld, um ein Unternehmen aufzubauen oder um den Betrieb am Leben zu halten. So musste eine Fischzucht im Victoriasee nun doch nicht geschlossen werden - die Arbeitsplätze blieben erhalten.

Ein großes Fragezeichen stand hinter der Frage, wie Menschen, die nie über ein eigenes, regelmäßiges Gehalt verfügt haben, mit diesem Geldsegen umgehen würden. Die ersten Monate in Makanga zeigen, dass die Menschen mit Bedacht agieren. Die Menschen sind nicht fauler geworden, nur weil ihr Auskommen nun gedeckt ist. Zudem sei Diebstahl, meistens von Lebensmitteln in Zeiten des Hungers, zurückgegangen. Die Bewohner des Dorfes beratschlagen nun gemeinsam, wie sie ihr Geld am klügsten verwenden.


Grundeinkommen schlägt klassische Entwicklungshilfe

Und das Pilotprojekt zeigt, dass die klassische Entwicklungshilfe deutlich unmündiger macht als die Zahlung eines Grundgehalts. Denn bei ersterem entscheidet der Spender, wofür das Geld ausgegeben wird - unabhängig davon, ob die Anschaffung überhaupt benötigt wird. Außerdem war Entwicklungshilfe bislang wenig verlässlich für die Menschen. "Es war immer schwer vorhersehbar, ob und wie viel Hilfe kommt. Vielleicht brauchst du 3 Kilo Mais, die Hilfsorganisation lieferte aber 2 oder 4", so eine der älteren Frauen aus dem Dorf.

Hier können Sie den ausführlichen Bericht über die Erfahrungen des Dorfes mit dem Grundeinkommen lesen.

1000 Euro im Monat: Wie funktioniert das bedingungslose Grundeinkommen?


kg
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.