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Gipfeltreffen im Weißen Haus: Deutsche Auto-Bosse auf heikler Mission: So wollen die Topmanager die US-Strafzölle abwenden

Seit Monaten zittert die deutsche Autobranche vor hohen Sonderzöllen, die Präsident Trump androht. Top-Manager von Volkswagen, BMW und Daimler wollen die US-Regierung nun auf einem Gipfel umstimmen.

Herbert Diess

VW könnte unter Vorstand Herbert Diess seine Produktion in den USA ausbauen

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Trotz der jüngsten Annäherung zwischen den USA und China geht das Zittern vor weiteren Eskalationen im Handelsstreit weiter. In Deutschland und der EU sorgt vor allem die Drohung von US-Präsident Donald Trump, hohe Zölle auf Autos zu verhängen, für Nervosität. Nun reisen Spitzenmanager der deutschen Branchenriesen Volkswagen, BMW und Daimler zu Gesprächen nach Washington. Doch der Autogipfel ist umstritten.

Was versprechen sich die Konzerne von dem Treffen?

Für die deutschen Autobauer wären die von Trump angedrohten Strafzölle eine immense Belastung. Die Manager wollen Vertreter der US-Regierung deshalb milde stimmen, indem sie die Bedeutung der Konzerne für die dortige Wirtschaft verdeutlichen. VW, BMW und Daimler betreiben große Fabriken in den USA und haben ihre Produktion dort in den vergangenen Jahren kräftig ausgebaut.

Womit könnten sie argumentieren?

Um Trumps Team von höheren Einfuhrschranken abzubringen, dürften die Autobauer nicht nur ihre schon bestehende US-Präsenz betonen, sondern auch Bekenntnisse in Form geplanter künftiger Investitionen in die Waagschale werfen. BMW hatte zuletzt schon betont, wieder die Option für eine Motorenfabrik in den USA zu prüfen. Trump twitterte deshalb bereits am Donnerstag: "Autokonzerne streben in die USA, inklusive BMW, das jüngst ein neues Werk angekündigt hat". Zugleich machte VW Trump weiter Hoffnung auf eine Produktionsstätte für E-Autos.

Was erhofft sich Trumps Regierung?

Das auf Einladung von Washington anberaumte Treffen ist für die US-Regierung eine Möglichkeit, im Handelsstreit über Bande Druck auf die Verhandlungspartner in Deutschland und Europa auszuüben. Präsident Trump hoffe, dass die deutschen Autobauer die Regierung über ihre Lobby in Berlin drängen, die transatlantischen Gespräche über einen Handels-Deal zwischen der EU und den USA zu beschleunigen, sagte ein US-Vertreter dem "Wall Street Journal". Der Präsident wolle keine Zölle erhöhen, doch Brüssel rühre sich nicht, deshalb könne er einen Hebel gebrauchen.

Handelsstreit wird nicht durch Auto-Bosse gelöst

Wer nimmt denn an der Runde teil?

Ob Trump sich bei dem Treffen überhaupt persönlich die Ehre gibt, bleibt abzuwarten. Geplant sind nach dpa-Informationen bislang Gespräche mit Wirtschaftsminister Wilbur Ross und dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer. Aus Deutschland erwartet werden die Chefs von VW und Daimler, Herbert Diess und Dieter Zetsche, sowie BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter.

Warum ist der Autogipfel so umstritten?

Die Konzernchefs haben in den Handelsfragen zwischen den Staaten keine Verhandlungshoheit, deshalb wird das Treffen in Berlin und Brüssel sehr kritisch gesehen. Befürchtet wird, dass die Trump-Regierung die Linie der EU durch Deals mit den Unternehmen durchkreuzt und versucht, die europäischen Partner gegeneinander auszuspielen. "Es sollte mit Regierungsvertretern und nicht mit Interessengruppen verhandelt werden", sagte der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Dennis Snower, dem "Handelsblatt".

Und wie wird das Treffen auf EU-Ebene gesehen?

Auch Bernd Lange, Chef des Handelsausschusses im Europaparlament, gehört zu den Kritikern: "Alle haben das Interesse, dass die US-Regierung keine Zölle gegen europäische Marken verhängt." Allerdings müsse klar sein, wo die Kompetenzen in der Handelspolitik angesiedelt sind, so der SPD-Politiker in der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Die Handelspolitik sei vergemeinschaftet, Gesprächspartner die EU: "Deals auf der Ebene von Autobossen mit dem Präsidenten sind nicht angemessen." Ähnliches sei aus dem Umfeld von EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström zu hören.

sos/Hannes Breustedt / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.