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Hauptstadtflughafen BER: Planer der Entrauchungsanlage muss gehen

Sie wird "Monster" genannt - die Entrauchungsanlage am Berliner Flughafen BER. Und sie ist ein Grund, warum eine Eröffnung des Airports nicht in Sicht ist. Nun wurde der Planer der Anlage entlassen.

Ob die Brandschutz- und Entrauchungsanlage im Hauptstadtflughafen funktioniert, scheint niemand genau zu wissen.

Ob die Brandschutz- und Entrauchungsanlage im Hauptstadtflughafen funktioniert, scheint niemand genau zu wissen.

Anstatt mit einem Eröffnungstermin macht der Berliner Hauptstadtflughafen erneut mit Personalquerelen von sich reden. Die Flughafengesellschaft hat den Planer der berüchtigten Entrauchungsanlage entlassen. Ein Sprecher sagte, die Zusammenarbeit sei "aufgrund schwerer Mängel" beendet worden. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Der Zeitung zufolge erhielten der Ingenieur und seine Mitarbeiter Baustellenverbot.

Die technischen Probleme mit der Entrauchungsanlage - die vom neuen Technik-Leiter Jochen Großmann "Monster" genannt wird - gelten als ein Haupthindernis für die Fertigstellung des neuen Flughafens. Ein Starttermin ist noch immer nicht in Sicht.

Großmann hatte im Zusammenhang mit der Brandschutzanlage zuvor von einem "Planungsfehler" gesprochen. Er will die komplexe Anlage zerlegen, um sie beherrschbar zu machen.

Entlassener Planer wehrt sich im "Spiegel"

Der geschasste und kritisierte Planer wehrte sich. Eine Verkleinerung der Anlage habe er schon vor mehr als einem Jahr vorgeschlagen, sagte er dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Seine Ideen seien damals aber abgetan worden. Die "Bild"-Zeitung zitierte ihn mit den Worten: "Es gibt bisher gar keine Messung, die beweist, dass die Anlage nicht funktioniert. Sie ist schlicht immer noch nicht fertiggestellt."

Flughafenchef Hartmut Mehdorn bekräftigte indes, in einigen Monaten einen Eröffnungstermin für den Airport nennen zu wollen: "Zum Jahresende können wir ziemlich präzise sagen, wann der BER eröffnet wird", sagte er dem Business-Magazin "Berlinboxx". Der nächste Termin müsse sitzen. Die Eröffnung wurde bereits mehrfach verschoben. Brandenburgs Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider wurde mit Blick auf einen möglichen Starttermin in dem Magazin mit den Worten zitiert: "Nur die Fachleute auf der Baustelle können entscheiden, wann es soweit ist." Dies sei keine politische Entscheidung.

Zypries gegen strikte Nachtruhe am BER

Unterdessen meldete sich im Ringen um das Nachtflugverbot an dem künftigen Airport erneut der Bund zu Wort. Die Luft- und Raumfahrtkoordinatorin der Bundesregierung, Brigitte Zypries (SPD), sprach sich gegen eine strikte Nachtruhe von 22 Uhr bis 6 Uhr aus. "Eine entsprechende Regel griffe zu weit", sagte sie dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag" . Am BER würden Flugzeuge über Gebieten starten undlanden können, die "sicher nicht so dicht besiedelt sind wie zum Beispiel rund um den Flughafen Frankfurt".

Derzeit ist am Flughafen ein Start- und Landeverbot zwischen 0 Uhr und 5 Uhr geplant. Das Land Brandenburg dringt auf eine Ausweitung. Die beiden anderen Flughafen-Gesellschafter Bund und Berlin sind dagegen.

Als alternativen Lärmschutz schlug Zypries vor, zu Nachtzeiten nur noch moderne und relativ leise Maschinen starten und landen zu lassen. Bei der Technologie habe es "gewaltige Fortschritte" gegeben, meinte die SPD-Politikerin.

anb/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.