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Neue Deutschland-Strategie: Mini-Shops und Abholstationen: Das ist der Ikea der Zukunft

Der weltgrößte Möbelmarkt hat Rekordzahlen vermeldet. Doch das reicht Ikea nicht, längst schrauben die Schweden an einem neuen Konzept. Kleinere Filialen und Abholstationen für Online-Käufer sollen neue Kunden anziehen.

Ikea sucht eine neue Strategie, um mehr Kunden in die Filialen zu locken.

Ikea sucht eine neue Strategie, um mehr Kunden in die Filialen zu locken.

Es war ein Versuch, gegen den es starken Widerstand gab: Ikea in der Innenstadt - das konnte, das durfte nicht sein. Anwohner und Ladenbesitzer wehrten sich gegen die Pläne der Schweden, mitten in der etwas heruntergekommenen Einkaufsstraße von Hamburg-Altona einen alten Waschbetonklotz zu beziehen. Die Befürchtungen: Verkehrschaos und Mietexplosion.

Inzwischen haben sich die Ängste nicht verflüchtigt, aber relativiert. Und Ikea hat eine wichtige Lektion gelernt: Der schwedische Möbelgigant kann auch klein. Die Filiale in Altona ist nicht im Ansatz so weitläufig wie die Wellblechbunker auf der grünen Wiese. Und offenbar hat sich dieser Testlauf bewährt - denn Ikea plant zukünftig mit neuen Vertriebswegen.

Zu lange Anreise zur Ikea-Filiale

Denn nur zwei Drittel der Deutschen erreichen eine Ikea-Filiale innerhalb von 40 Minuten, sagt Johannes Ferber, Expansionschef von Ikea der "Welt". Das ist ihm zu wenig. Er will diesen Wert auf 80 Prozent steigern.

Dazu sollen neue Filialen gebaut werden. Bis 2025 sollen 20 neue Standorte hinzukommen, beispielsweise in Wuppertal, Bottrop und Castrop-Rauxel. In Kaarst und Essen sollen Neubauten entstehen, da die bisherigen Filialen zu klein geworden sind. Dass Ikea so stark auf den deutschen Markt setzt, ist Strategie. Denn die Deutschen lassen viel Geld in den Möbelmärkten. 4,4 Milliarden Euro Umsatz machen die Schweden in Deutschland, ein Plus von 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Man habe ein tolles Jahr hinter sich, sagte Konzernchef Peter Agnefjäll, als er die Zahlen vorstellte. Man habe in ein größeres Angebot investiert. Und in bessere Erreichbarkeit.

Ikea verkauft mehr im Internet

Diesen Erfolg haben nicht nur neue Filialen gebracht, sondern auch der Online-Shop. Lange hatten die Schweden das Geschäft im Netz vernachlässigt. Nun holen sie auf. 2015 soll der Online-Umsatz über der Grenze von einer Milliarde Euro gelegen haben. Tendenz: Weiter steigend. Um die hohen Versandgebühren, die bei schweren Möbeln schnell anfallen, zu umgehen, plant Ikea kleine Abholstationen. Kunden kaufen im Internet und lassen sich ihre Ware dann dorthin liefern. Ein Pilotversuch in Leipzig scheint die Konzernspitze überzeugt zu haben. Nun plant das Unternehmen zehn weitere Stationen. Kunden zahlen für die Lieferung dann nur noch 25 Euro, also die Hälfte der Lieferkosten nach Hause. 

Abholstation mit Mini-Ikea

Abholstationen werden ausgebaut, so wie  in Ravensburg. Weil der Möbelriese keine Baugenehmigung für einen ausgewachsenen Ikea-Markt bekommt, umgehen die Schweden dieses Problem mit einem Abhollager und einer Art "Mini-Filiale", wie Ferber sagt. Dort werde auf eine Möbelausstellung verzichtet, das spart Platz. 

Möbelhaus in der Innenstadt

Dass in Zukunft Filialen direkt in den Innenstädten erreichtet werden, scheint bei Ikea kein Tabu-Thema. Hamburgs City-Möbelhaus hat die Schweden wohl überzeugt. "Ich bin mit der Entwicklung sehr zufrieden, das Haus wird gut von den Kunden angenommen", sagte Agnefjäll dem "Hamburger Abendblatt". Ikea denke über weitere solcher Filialen nach. "Die gesellschaftliche Entwicklung zeigt, dass immer mehr Menschen öffentliche Verkehrsmittel auch beim Möbeleinkauf benutzen und dem wollen wir Rechnung tragen."

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.