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Investmentgeschäft bricht ein: Deutsche Bank streicht fast 2000 Stellen

Die Schwäche beim Investmentbanking kostet mehr Angestellte den Job als zunächst erwartet: Um die Ausgaben zu drücken, will die Deutsche Bank 1900 Arbeitsplätze einsparen.

Nach dem im zweiten Quartal aufgedeckten Loch im Investmentbanking reagiert die Deutsche Bank mit einem massiven Stellenabbau: 1900 Arbeitsplätze vor allem außerhalb Deutschlands sollen wegfallen, wie der Konzern mitteilte. Allein in der einstigen Vorzeigesparte Investmentbanking sollen 1500 Jobs eingespart werden. Mitte Juli war man noch von insgesamt 1000 Stellenstreichungen ausgegangen.

Das seit Juni von Investmentbanker Anshu Jain und Deutschland-Chef Jürgen Fitschen geführte Institut will seine Kosten um drei Milliarden Euro drücken. Die Deutsche Bank beschäftigt derzeit 100.654 Vollzeitkräfte weltweit. "Einfach gesagt: Unsere Kostenbasis ist zu hoch", erklärte Jain in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Zwischenhoch währte nur kurz

Im zweiten Quartal 2012 hatte das Investmentbanking, in der die Bank zum Beispiel mit Beratung bei Fusionen und dem Anleihengeschäft Geld verdient, nach einem kurzen Zwischenhoch zu Jahresbeginn wieder ein herben Gewinneinbruch zu verkraften. Das Vorsteuerergebnis sackte um 63 Prozent auf 357 Millionen Euro ab.

Ende 2011 war die einstige Ertragsperle des Konzerns sogar tief in die roten Zahlen gerutscht. Bereits Vorgänger Josef Ackermann hatte den Jobabbau eingeleitet, von Herbst an kappte die Bank in der Sparte bereits 500 Stellen.

Trend: Aderlass bei Investmentbankern

Mit dem Jobabbau schließt sich die Deutsche Bank dem internationalen Trend an. Weltweit streichen Großbanken Zehntausende Stellen vor allem im Investmentbanking. Seit der Finanzkrise sprudeln dort die Gewinne nicht mehr wie einst. Das hängt mit verschärften regulatorischen Anforderungen zusammen, aber auch mit heftigen Schwankungen an den Märkten und der anhaltenden Euro-Schuldenkrise.

fw/DPA/Reuters / DPA / Reuters