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Vermarktung: Nestlé und Starbucks schließen milliardenschweren Deal

Nestlé und die Kaffeekette Starbucks haben sich auf einen milliardenschweren Deal geeinigt. Der Schweizer Konzern übernimmt für rund sieben Milliarden US-Dollar die Vermarktungsrechte der Konsum- und Gastronomieprodukte.

Nestlé und Starbucks schließen Deal

Nestlé und Starbucks schließen Deal ab

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Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé und die US-Kaffeekette Starbucks haben sich auf einen milliardenschweren Deal geeinigt. Nestlé übernimmt für rund sieben Milliarden US-Dollar die weltweiten Vermarktungsrechte aller Konsum- und Gastronomieprodukte. Die Cafés von Starbucks sind allerdings von der Abmachung ausgeschlossen. Konkret wird Nestlé künftig Kaffeebohnen oder gemahlenen Kaffee von Starbucks in die Supermarktregale bringen. 

Der Deal war Anfang Mai angekündigt worden. Rund 500 Starbucks-Angestellte in den USA und Europa wechseln im Zuge der Vereinbarung vom amerikanischen Kaffeeriesen zu Nestlé, wie die beiden Konzerne am Dienstag mitteilten. 

Nestlé und Starbucks kooperieren

Nestlé ist der weltweit größte Kaffeeproduzent, Starbucks ist die Nummer eins im amerikanischen Kaffeemarkt. Zuletzt setzten das US-Kaffeeimperium global rund 2,88 Milliarden US-Dollar um. Neben den schon bekannten Kaffeemarken wollen die beiden Konzerne auch neue Produkte entwickeln. Außerdem soll Starbuckskaffee in das Kapselsystem Nespresso integriert werden, berichtete die "Lebensmittelzeitung". "Das ist ein bedeutender Schritt für unser Kaffeegeschäft. Es ist die größte der schnell wachsenden Produktkategorien von Nestlé", sagte Vorstandschef Mark Schneider. 

Für Nestlé hat der Schritt vor allem strategische Vorteile, denn bislang taten sich die Schweizer mit dem US-Markt schwer. Mit der Kooperation bekommen sie mit einem namhaften Partner Aufwind. "Das Geschäft gibt Nestlé kritische Masse in den USA, dort waren sie bisher unterrepräsentiert", sagt der Analyst des Finanzdienstleisters Kepler Cheuvreux, Jon Cox, zur "DPA". Auf dem Kaffeemarkt hatte die JAB-Holding, zu der auch Marken wie Jacobs, Senseo und Tassimo gehören, kräftig zugelegt. Der Deal erlaube Nestlé, "JAB weiterhin auf Distanz zu halten. Zum anderen kann Nestlé so in den USA an Marktgewicht zulegen", sagt Jean-Philippe Bertschy von der Bank Vontobel. 

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