Viertes Quartal Nokia beschert Siemens Milliardenverlust


Gut eine Milliarde Euro Miese: Das ist die Bilanz des vierten Quartals beim Elektroriesen Siemens. Grund für die schlechten Zahlen sind Belastungen durch das Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks. Operativ schlug sich Siemens aber besser als erwartet.

Der Elektrokonzern Siemens hat im vierten Geschäftsquartal einen Milliardenverlust erlitten und macht sich auf weitere Einbußen durch die Wirtschaftskrise gefasst. "Insgesamt bleibt das Marktumfeld 2010 herausfordernd", erklärte Siemens-Chef Peter Löscher am Donnerstag in München. Das Ergebnis der Sektoren dürfte im neuen Geschäftsjahr 2009/10 (30. September) von zuletzt knapp 7,5 Milliarden auf 6,0 bis 6,5 Milliarden Euro zurückgehen. "Um die Geschäfte nachhaltig zu sichern, die von der Krise besonders betroffen sind, führen wir notwendige Maßnahmen konsequent fort", sagte Löscher.

Zuletzt waren wegen der Konjunkturflaute die Sorgen der Siemens-Beschäftigten vor weiteren Einschnitten gewachsen. Das Unternehmen hatte aber erklärt, dass kein konzernweiter Stellenabbau geplant sei.

Grund für den Milliardenverlust im vierten Quartal sind Belastungen durch das Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks. Operativ schlug sich Siemens aber besser als erwartet. Das Ergebnis der drei Sektoren Industrie, Energie und Gesundheit kletterte im Schlussquartal auch dank Einsparungen im Jahresvergleich um 25 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Der Auftragseingang gab dagegen um 16 Prozent auf 18,7 Milliarden Euro nach, und der Umsatz um 9 Prozent auf 19,7 Milliarden Euro.

Unter dem Strich stand ein Verlust von gut einer Milliarde Euro. Im Vorjahresquartal hatte Siemens wegen Milliardenbelastungen aus dem Konzernumbau und aus dem Korruptionsskandal aber noch ein Minus von 2,4 Milliarden Euro verbucht.

DPA DPA

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