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Zoff um Rundfunkbeitrag: Der GEZ-Rebell schlägt wieder zu - und zahlt in bar

Den Rundfunkbeitrag in bar bezahlen, das will Norbert Häring durchsetzen. Jetzt ist der Journalist dem Plan ein Stück näher gekommen: Er hat beim Amtsgericht den fälligen Betrag hinterlegt. Ein cleverer Schachzug.

Der GEZ-Rebell hat den Rundfunkbeitrag in bar bezahlt. 

Der GEZ-Rebell hat den Rundfunkbeitrag in bar bezahlt. 

Der GEZ-Rebell hat einen Treffer gelandet: Mit einem cleveren Schachzug schaffte er es, seine ausstehenden Rundfunkbeiträge bar beim Amtsgericht in Frankfurt zu hinterlegen. Damit ist er seinem Plan, die monatliche Abgabe für die öffentlich-rechtlichen Sender nur noch bar zu zahlen, ein großes Stück näher gekommen.


Seit März 2015 fetzt sich Norbert Häring mit dem Hessischen Rundfunk. Er fordert, den GEZ-Beitrag bar bezahlen zu können. Und rührt kräftig die Werbe-Trommel dafür, "dass sich der gesetzeswidrige Zustand nicht mehr aufrecht erhalten lässt, dass staatliche und halbstaatliche Stellen das gesetzliche Zahlungsmittel nicht akzeptieren", schreibt der Journalist Häring.

Barzahlung beim Rundfunkbeitrag - geht das?

Das Problem: Häring ist inzwischen in Zahlungsverzug geraten. Bald könnte der Gerichtsvollzieher bei ihm vor der Tür stehen. Für Häring wäre das gar nicht so ärgerlich, denn er könnte sein Bargeld loswerden und hätte somit seinen Beitrag bezahlt. Allerdings würde er so auch auf Listen mit unzuverlässigen Schuldnern landen - und künftig Probleme bekommen, wenn er eine Wohnung anmieten oder einen Handy-Vertrag abschließen will. 

Also wählte er den zweiten Weg und marschierte zum Amtsgericht. "Ich konnte den Rechtspfleger überzeugen, dass der Gläubiger in Annahmeverzug ist, was mir einen nachvollziehbaren Grund zur Hinterlegung gibt", schreibt Häring in seinem Blog. "Dazu musste ich ihm den Festsetzungsbescheid mit der Vollstreckungsandrohung zeigen, sowie einen Nachweis, dass ich Barzahlung angeboten habe und der Gläubiger dieses nicht angenommen hat."

GEZ in bar gezahlt

Ein cleverer Kniff von Häring. Er machte also plausibel, dass der Hessische Rundfunk mit dem Eintreiben des Beitrags von 214,94 Euro hinterherhinke - und dass er in bar zahlen wolle. Häring ist sich sicher, dass damit Vollstreckungsmaßnahmen rechtswidrig seien. 


Häring hat mit seinem Kampf gegen den Beitragsservice viele Fans gefunden. Nun kann sich der Hessische Rundfunk den Betrag beim Gericht abholen. Häring plant auch schon die kommenden Beiträge auf diese Weise zu bezahlen. "Die Abholung ist recht mühsam und die Gebühren für die Hinterlegung trägt der Gläubiger", so Häring.

kg
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.