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Russland: Der Yukos-Konzern wird zerschlagen

Der zu Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe verurteilte Ölkonzern Yukos steht vor dem Zwangsverkauf seines wichtigsten Förderbetriebs und damit vor der Zerschlagung.

Russland will nach Angaben des Moskauer Justizministeriums den wichtigsten Geschäftsbereich des angeschlagenen Ölkonzerns Yukos verkaufen. Dies könnte den Fortbestand des Unternehmens insgesamt gefährden, das ein Fünftel des russischen Öls fördert.

Wichtigster Förderbetrieb wird verkauft

Nachdem Yukos im vergangenen Monat eine Frist hatte verstreichen lassen, um für 2000 Steuern in Höhe von 3,4 Milliarden Dollar nachzuzahlen, sollen die Gerichtsvollzieher nun die 100-prozentige Konzerntochter Yuganskneftegaz verkaufen, die im Konzern einen Produktionsanteil von 60 Prozent hat. "Nach einer Bewertung werden die Anteile an Yuganskneftegas einer speziellen Organisation für den Verkauf übergeben", teilte das Ministerium mit.

Der Zwangsverkauf von Yuganskneftegas käme einer Zerschlagung des Yukos-Konzerns gleich, sagte Waleri Nesterow von der Investmentgesellschaft Troika Dialog. Yuganskneftegas in Nordsibirien ist das Herzstück des größten russischen Ölexporteurs Yukos. Auf das Unternehmen entfallen 60 Prozent der Fördermenge und 70 Prozent der Yukos-Reserven. Die erste Silbe im Namen Yukos stammt von Yuganskneftegas (englische Schreibweise).

Aktie im freien Fall

Analysten halten dieses für das schlimmste denkbare Szenario für Yukos. "Das ist, als nähme man bei einem Mann mit Husten eine Herztransplantation vor", sagte Analyst Maxim Schein von BrokerCreditService. "Der Verkauf von Yugansk wird die Einheit des Unternehmens und seiner Operationen zerstören." Stephen O'Sullivan von UFG sagte: "Das erscheint überzogen. Sie gehen direkt ans Herz von Yukos. Es sieht fast so aus, als ob dies ein Erstschlag zur Zerstörung des Unternehmens ist." Yukos hätte leicht die Steuerschulden durch Verkauf anderer Vermögensteile aufbringen können, erklärte er. Die Yukos-Aktien brachen nach der Verkaufsnachricht an der Moskauer Micex-Börse rund zwölf Prozent ein.

Die von der Justiz beschlagnahmten Anteile am Tochterunternehmen Juganskneftegas könnten zwischen dem 26. und 30. Juli zur Tilgung der Steuerschuld veräußert werden, teilte ein Yukos-Sprecher am Dienstag mit. Die Verkaufssumme solle nach Justizangaben bei 1,75 Milliarden Dollar (1,41 Mrd Euro) liegen. Nach Schätzungen von Analysten ist der Förderbetrieb aber das Zehnfache wert. Nach Einschätzung von Analyst Paul Collison von Brunswick UBS hat die Regierung die gesamte Kontrolle über den Verkauf. Er tippt auf Surgutneftegaz - das Unternehmen unterhält enge Verbindungen zur Regierung - oder auf das Staatsunternehmen Gazprom als wahrscheinliche Käufer.

Die staatliche russische Vermögensverwaltung gab allerdings bekannt, ein rascher Verkauf sei kaum möglich. "Von heute an könnte es kaum weniger als einen Monat dauern", sagte Sprecher Wladimir Selenzow. Die Behörde habe aber noch gar keinen Auftrag zum Verkauf erhalten.

Steuerschuld von knapp zehn Milliarden Dollar

Insgesamt muss Yukos für die Jahre 2000 und 2001 Steuern in Höhe von rund sieben Milliarden Dollar nachzahlen. Zusammen mit Nachforderungen aus den Jahren 2002 und 2003 könnten sich die Steuerschulden nach Schätzungen von Analysten auf zehn Milliarden Dollar summieren. Die erste Frist hatte Yukos verstreichen lassen, weil die Konten des Unternehmens im Zusammenhang mit Vorwürfen des Betrugs und der Steuerhinterziehung eingefroren waren.

Aus Yukos-Sicht würde ein Zwangsverkauf zum derzeitigen Zeitpunkt gegen geltendes Recht verstoßen, da die Förderbetriebe für den Fortbestand des Unternehmens unabdingbar seien. Die Justizbehörden gaben am Dienstag in Moskau bekannt, dass Gerichtsvollzieher bislang 5,2 Milliarden Rubel (umgerechnet 143,6 Mio Euro) an Barmitteln von dem vor der Pleite stehenden Unternehmen eingetrieben hätten.

Der Geist der Anarchie

Die russische Tageszeitung "Nesawissimaja Gaseta" (Moskau) kommentiert die Ankündigung der Justiz, den wichtigsten Förderbetrieb des Yukos-Konzerns zu verkaufen. Das Blatt schreibt dazu am Mittwoch folgendes:
"Die Vermögenswerte des Yukos-Konzerns brechen vor den Augen zusammen. Das ist die Vernichtung des Unternehmens. Nun ist das Hauptziel der Attacken gegen Yukos klar. Es geht darum, die reichste russische Ölgesellschaft Russlands zu zerschlagen. Durch die heimische Wirtschaft weht der Geist der Anarchie, der jegliche Form des Eigentums als Diebstahl geißelt. Das gleiche gilt für den Yukos-Konzern. Sein 'gestohlenes' Hab und Gut wird beschlagnahmt und verkauft."

Beobachter halten das Vorgehen der russischen Behörden für politisch motiviert. Dem ehemaligen Yukos-Chef und größten Anteilseigner des Unternehmens, Michail Chodorkowski, waren Ambitionen auf das Präsidentenamt nachgesagt worden. Chodorkowski sitzt seit Oktober wegen des Verdachts von Betrug und Steuerhinterziehung in Haft. (AP, DPA, Reuters)

DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(