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"Finanztest": Das sind die günstigsten Krankenkassen – und so unterscheiden sich die Leistungen

Zahlreiche Krankenkassen haben in diesem Jahr den Beitrag gesenkt. "Finanztest" nennt die günstigsten – und erklärt, warum diese nicht die beste Wahl sein müssen.

Krankenkassen

Krankenkassen können sich durch einen günstigen Zusatzbeitrag oder spezielle Extraleistungen voneinander abheben

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Weniger Beitrag zahlen, bessere Leistungen und passenderen Service genießen: Mit der richtigen Krankenkasse können gesetzlich Versicherte laut "Finanztest" gleich in mehrfacher Hinsicht profitieren. Die Finanzexperten der Stiftung Warentest haben 75 Krankenkassen unter die Lupe genommen und Kosten sowie Leistungen verglichen.

Die Entwicklung für gesetzlich Versicherte ist insgesamt erfreulich: 28 Krankenkassen haben 2019 die Beiträge gesenkt. Zudem profitieren gesetzlich Versicherte davon, dass der Arbeitgeber seit Jahresbeginn auch beim kassenindividuellen Zusatzbeitrag die Hälfte zahlen muss. Bisher mussten Arbeitnehmer diesen Teil komplett selbst tragen.

Die günstigste Krankenkasse ist laut Test derzeit die AOK Sachsen-Anhalt mit einem Beitragssatz von 14,90 Prozent. Sie ist allerdings ebenso wie die Nummer zwei in der Liste – die BKK Euregio mit 14,95 Prozent – nur regional verfügbar. Die günstigsten bundesweit geöffneten Kassen sind die hkk (14,99 Prozent) und die BKK Firmus (15,04 Prozent). Auch die größte deutsche Krankenkasse, die Techniker (TK), zählt mit einem Beitragssatz von 15,30 Prozent zu den günstigen Anbietern.

Tabelle: Die günstigsten Krankenkassen

Krankenkasse

Beitrag (in Prozent)

AOK Sachsen-Anhalt*

14,90

BKK Euregio*

14,95

Hkk

14,99

BKK Pfaff*

15,00

BKK Firmus

15,04

BKK Akzo Nobel Bayern*

15,10

BKK VerbundPlus

15,10

AOK Plus*

15,20

BKK Scheufelen*

15,20

IKK Gesund Plus

15,20

BKK Faber-Castell*

15,25

AOK Bremen/Bremerhaven*

15,30

Audi BKK

15,30

BKK Freudenberg*

15,30

BKK SBH*

15,30

TK

15,30

*nicht bundesweit wählbar

Quelle: Finanztest

Unterschiede bei den Leistungen

Allerdings sollte der Beitragssatz bei der Entscheidung für eine Kasse nicht das einzige Kriterium sein. Denn bei den Extra-Leistungen unterscheiden sich die Kassen laut Finanztest-Vergleich zum Teil deutlich. Je nach individuellem Bedarf muss die günstigste Kasse daher nicht die beste Wahl sein. Wer regelmäßig bestimmte Extraleistungen in Anspruch nimmt, kann unterm Strich mit einer etwas teureren Kasse besser fahren, die diese Behandlungen bezahlt.

So zahlen 48 der 75 Kassen einen Zuschuss zur jährlichen professionellen Zahnreinigung. Manche haben Extraleistungen für Schwangere oder zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche im Angebot. Andere zahlen alternativmedizinische Leistungen wie Osteopathie, die Atlas BKK Ahlmann und die BKK Pfaff erstatten hier bis zu 390 Euro im Jahr. Die AOK Bremen/Bremerhaven gewährt jedem Versicherten ein Budget von 750 Euro im Jahr, aus dem verschiedene Zusatzleistungen bezuschusst werden.

Über die jeweiligen Bonusprogramme der Kassen können Versicherte ebenfalls sehr unterschiedlich profitieren. Nicht zu unterschätzen ist  schließlich auch die Qualität des Service. Sind kompetente Mitarbeiter bei Fragen schnell und unkompliziert zu erreichen? Ist mir telefonischer Kontakt, Onlineservice oder eine Filiale vor Ort wichtig?

Eine ausführliche Übersicht über Service und Leistungen bietet der Vergleich auf www.test.de

bak