VG-Wort Pixel

Aktien, Immobilien, Gold So schützen Sie Ihr Geld vor der steigenden Inflation

Mehrere Geldscheine in einer Kasse
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sein Geld vor der steigenden Inflation zu schützen (Symbolfoto)
Erstmals seit rund 29 Jahren liegt die Inflation in Deutschland wieder über der Fünf-Prozent-Marke. Damit nimmt der Werteverfall seit Monaten immer weiter zu. Wie schützen Sie sich vor der steigenden Inflation?

Die Inflation steigt und steigt – und damit bei vielen auch die Sorge vor einem Geldverlust. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, sich vor dem steigenden Wertverlust zu schützen. "Grundsätzlich eignen sich Investitionen in Sachwerte (wie Aktien, Aktienfonds, Immobilien) als Mittel gegen die Inflation“, schreibt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. 

Stiftung Warentest formuliert: "Der beste Schutz vor Inflation ist ein breit aufgestelltes Depot mit weltweit anlegenden Aktienfonds.“ Auch die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät bei der Geldanlage zu "einer breiten Streuung über unterschiedliche Produktklassen und Laufzeiten", wenn auch eine solche Investition keine "Vollkaskoversicherung gegen die Geldentwertung“ sei.

Steigen die Kosten, können Unternehmen diese in Form von höheren Preisen an ihre Kunden weitergeben. Für Anleger bedeutet das Profit. Wenn die Zinsen wegen der Inflation am Markt jedoch steigen, kann das die Konjunktur bremsen – und schließlich auch die Geschäftschancen.

Tages- oder Festgeldkonten "als Sicherheitsbaustein wichtig"

Wer sein Sparvermögen auf Tages- oder Festgeldkonten einzahlt, der muss unterm Strich einen Werteverfall hinnehmen, da man für sein Vermögen keine Zinsen bekommt. Erste Banken verlangen sogar Negativzinsen. Dennoch sei die Anlage auf einem Bankkonto laut Stiftung Warentest als Sicherheitsbaustein wichtig.

Gold als Inflationsschutz – Bitcoin mit Risiken

Neben der Investition, etwa in Aktien, Aktienfonds oder ETFs kann sich die Investition in Sachwerte lohnen. Gold gilt als Inflationsschutz. Dabei wird der Goldpreis am Weltmarkt ermittelt und ist unabhängig von den Inflationssorgen in Deutschland. Doch hier ist zu wissen: Auch der Goldpreis schwankt durchaus stark. Zudem gibt es keine Zinsen oder Dividenden. Stattdessen macht man nur beim Kursanstieg des Edelmetalls Gewinn. Gleiches gilt für Silber und Platin.

Die Kryptowährung Bitcoin ist hingegen kein Sachwert – ihr Wert schwankt extrem und steht ebenfalls in keinem Zusammenhang zur Inflation. Gewinn wie auch Risiko und damit Verlust können also groß sein. Immobilien schützen teilweise besser vor der  Geldentwertung, sind aber oft recht teuer.

Lohnt sich eine Riester-Rente?

Eine Alternative kann eine Riester-Rente sein. Sie kann sich dann lohnen, wenn man Kinder hat und tatsächlich die entsprechenden Zulagen bekommt. Zudem kann auch eine hohe Steuerlast über die Beiträge zur Riester-Rente gemindert werden. Anleger sollten aber genau schauen, welches Produkt sie abschließen. Denn die Abschlusskosten für eine Rentenversicherung können hoch sein. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnt: "Die Förderung darf auf keinen Fall der einzige Grund für den Abschluss sein, wichtig ist, dass das Produkt zum Anleger passt.“

Inflation wirkt sich vor allem auf Energiepreise aus

Zuletzt wurde der stärkste Preisanstieg seit 1992 gemessen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders teuer sind Energiepreise. Die Kosten für Haushaltsenergie nahmen innerhalb eines Jahres um 22,1 Prozent zu. Ursachen für den Preisanstieg sind vor allem die Rücknahme der temporären Mehrwertsteuersenkung und die Einführung der CO2-Abgabe Anfang 2021. Dabei ist die starke Inflation lang nicht nur ein deutsches Phänomen. In den USA beispielsweise lag die Inflation zuletzt bei über sechs Prozent, in der Türkei sogar bei bei 21,3 Prozent.

Quellen: Stiftung WarentestVerbraucherzentrale Baden-Württemberg, Statistisches Bundesamt, mit Material von dpa

nk

Mehr zum Thema

Newsticker