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25. März 2009, 10:43 Uhr

Frauen formen Männertraum

Das Automobil-Design ist eigentlich eine Männer-Domäne, doch der neue BMW Z4 wurde innen wie außen von zwei Frauen entworfen. Nadya Arnaout und Juliane Blasi sprechen im Interview über Erotik und Emotionen im Automobildesign, Profi-Blicke und die Unterschiede zum alten Z4.

BMW Z4, Autodesign, BMW

Mehr Luxus, mehr Komfort und ein ausfahrbares Fahrzeugdach: Mit dem neuen Z4 will BMW den SLK aufs Korn nehmen© Hersteller/press-inform

Wie wurden Sie zu Z4-Designerinnen?

Nadya Arnaout: Bei BMW ist das immer mit einem internen Wettbewerb der Designer verbunden. Beim Z4 gab es da einen ziemlichen Ansturm, diesen Wagen möchte natürlich jeder gern gestalten. Letztendlich entscheidet der Vorstand, welche Entwürfe genommen werden. Die Designer bleiben dabei aber vorerst anonym – der Vorstand weiß bei der Abstimmung nicht, welcher Entwurf von welchem Designer eingereicht wurde.

Wie war das dann, als man sich für Ihre Entwürfe entschieden hat?

Juliane Blasi: Als mein Entwurf in eine immer engere Wahl kam und schließlich nur noch zwei Designs übrig blieben, konnte ich mir ja schon ausrechnen: Vielleicht klappt es wirklich! Als es dann so weit war, war das schon ein tolles Gefühl.

Wovon haben Sie sich beim Design des Z4 inspirieren lassen?

Juliane Blasi: Ich habe nicht das Bild von einem bestimmten Produkt oder einer Sache im Kopf gehabt, sondern mehr das Gefühl – das Gefühl von einem athletisch geformten, muskulösen Körper. Das kann man nicht direkt bildlich übertragen – es war nur klar, dass Auto braucht menschliche Emotionen.

Reden wir hier von einem männlichen Körper?

Juliane Blasi: Das habe ich eigentlich neutral gelassen. Ich hatte jedenfalls kein Kalenderbild vor mir. Es geht mehr um die Flächen und die scharfen Kanten, die im Wechsel auftreten. Daraus entstehen harte Schatten, aber auch ganz weiche Übergänge. Da ergeben sich Parallelem zu einem muskulösen menschlichen Körper. Bei der Motorhaube zum Beispiel – sie wirkt sehr breit, zwei Hauptlinien ziehen sich straff darauf entlang, das ganze geht in die weichen Kotflügel über.

Nadya Arnaout: Auch im Innenraum habe ich mich vom menschlichen Körper inspirieren lassen, vor allem vom weiblichen. Ein Roadster ist ja sehr mit Emotionen verbunden, das wollte ich mit fließenden Formen im Innenraum festhalten.

Wenn Sie schon den menschlichen Körper als Inspiration genommen haben – wie erotisch ist das Automobildesign?

Juliane Blasi: Da gibt es auf jeden Fall eine erotische Komponente. Wenn man das Tonmodell entwickelt, hat man ja direkt an den Flächen des Autos zu tun – da streicht man schon mit der Hand drüber. Es gibt auch spezielle Folien, die wie lackiert wirken und die man über das Modell legt. Das hat auf jeden Fall etwas Sinnliches.

Gehen Frauen emotionaler ans Design heran als Männer?

Juliane Blasi: Nicht unbedingt – Sie müssen sich nur mal sehr emotionale Fahrzeuge der Automobilgeschichte anschauen, die von Männern designt wurden. Der BMW Z3 zum Beispiel, der Jaguar E-Type, auch Aston Martin – das sind alles sehr emotionale Fahrzeuge. Auch der Porsche 911 ist doch eine echte Design-Ikone.

Glauben Sie, dass Frauen und Männer unterschiedliche Ansprüche ans Autodesign stellen?

Juliane Blasi: Bei den Kunden kann ich mir schon vorstellen, dass Frauen und Männer unterschiedliche Ansprüche stellen. Bei Designern kann man das eigentlich gar nicht sagen – es gibt schließlich noch sehr wenige Designerinnen in der Automobilindustrie.

Fühlen Sie sich ein bisschen als Pioniere?

Juliane Blasi: Ich fände es toll, wenn viel mehr Frauen im Exterieur-Design tätig wären. Das ist ja schon so eine Männer-Domäne. Ich kann gut mit Frauen zusammen arbeiten und würde das gern öfter machen. Ich hoffe, wir haben eine Art Grundstein dafür gelegt, dass es in Zukunft mehr Designerinnen gibt.

Zur Person Nadya Arnaout (36) hat unter anderem an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und in den USA studiert. Sie arbeitete vier Jahre als Produkt-Designerin bei der BMW-Tochterfirma BMW Group DesignworksUSA und wechselte dann in den Bereich Automotive Design. Sie entwarf das Interieur des neuen BMW Z4.

Juliane Blasi (31) hat an der Fachhochschule Pforzheim Automobildesign studiert und 2003 ihr Diplom gemacht. Seitdem ist sie als Designerin bei BMW beschäftigt, beim Z4 für das Exterieur.

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KOMMENTARE (7 von 7)
 
Lain (26.03.2009, 12:21 Uhr)
Hässlich....
wie die Nacht, genau wie sein Vorgänger...BMW halt. Da hätten sich die Damen mal eher an Audi oder Merzedes orientieren sollen, dann wäre vielleicht ein ordentliches Auto bei heraus gekommen....
mister-mister (26.03.2009, 10:45 Uhr)
Klasse gemacht................
.......ein richtig schönes Stück Auto. Zwar gefällt mir der SLK nach wie vor besser (alles noch 'n Tick mehr aus einem Guss) - aber dennoch Hut ab vor diesen Designerinnen.
.
Weiter in diesem Sinne und die Nörgler und Spiegelabfahr-Asis einfach ignorieren. Auf die kann man ebenfalls verzichten.............
gormiti (26.03.2009, 10:30 Uhr)
BMW lernt das nie
Völlig sinnbefreite Autos im Design eines 10 jährigen. Geschwollenes Etwas für die Generation "Protz ohne Kohle". Zuletzt fuhr ich dem Vorgänger der auf dem Radweg parkte den Spiegel ab. Stabil ist das Teil ja nicht.
politisch_unkorrekt (26.03.2009, 09:38 Uhr)
Geiles Auto
Da ist BMW wirklich ein großer Wurf gelungen. Nach all den Designverirrungen a' la 7er mal wieder eine mehr als gefällige Formensprache.
Gut gemacht, Ladies!
ambio (26.03.2009, 07:20 Uhr)
Wer braucht diesen müll...
die Karre ist eindeutig im Design eine Schniedelverlängerung für unsere Profilneurotiger und sonst nichts.Und falls hier wieder ein paar von Neid sprechen.......Sorry auf diese Karre kann ich dankend verzichten.
Blacky007 (25.03.2009, 17:07 Uhr)
Aber hallo...
endlich wieder ein BMW mit schönen geschwungen Formen, da strahlt die Kiste gleich wieder mehr Erotik aus, ganz anders als die ganzen Designunfälle des letzten Chefdesigners, der mir den Spass an BMW komplett vermiest hat.
einsatzreicht (25.03.2009, 17:00 Uhr)
einsatzreicht
habe den Artikel nicht gelesen, aber der Wagen sieht auf jeden Fall besser aus als seine Vorgänger.
Ein Mann :-))
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