. .
Computer - Neuigkeiten und Trends
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
22. Dezember 2011, 16:15 Uhr

Apple droht Schlappe in Deutschland

Apple bekämpft mit aller Macht Samsungs iPad-Rivalen Galaxy Tab. Doch im Design-Streit vor dem Düsseldorfer Landgericht droht dem US-Konzern nun ein schmerzhafte Niederlage.

Patent, Apple, Google, Android, iPhone, Samsung, Verbot, Patentkrieg,

"Ausreichend unterscheidbar": Das Landgericht in Düsseldorf sieht beim Galaxy Tab 10.1 N und dem iPad keine Verwechslungsgefahr© Rolf Vennenbernd/DPA

Apple droht in dem weltweiten Design-Streit mit Samsung eine Schlappe in Deutschland. Das Düsseldorfer Landgericht zeigte sich am Donnerstag nicht bereit, Samsungs Tablet-Computer Galaxy Tab 10.1 N europaweit zu verbieten, wie es Apple beantragt hatte. Die von den Südkoreanern im Vergleich zum bundesweit vom Verkauf ausgeschlossenen Vorgängermodell 10.1 vorgenommenen Änderungen seien nach vorläufiger Bewertung ausreichend. Das 10.1 N sei damit weit genug entfernt vom Geschmacksmuster, das Apple für sein iPad hinterlegt habe. Die Entscheidung des Landgerichts soll am 9. Februar verkündet werden.

Der etwas breitere Rahmen und das größere Hersteller-Logo des 10.1 N seien "etwas, was sofort ins Auge fällt", sagte die Vorsitzende Richterin Johanna Brückner-Hofmann. Damit sei das Samsung-Gerät nicht mehr im Schutzbereich des iPad-Designs. Nach dem bundesweiten Verkaufsverbot für das 10.1 war Apple auch gegen das leicht veränderte Nachfolgemodell 10.1 N vorgegangen.

Apple: Galaxy-Gesamtdesign unverändert

"Letztlich ist doch das Gesamtdesign gleichgeblieben", argumentierte der Apple-Anwalt. "Wenn jemand schon einen Tablet-Computer im gleichen Markt und Preissegment anbieten will, muss sich das Gerät doch hinreichend unterscheiden."

Doch das Gericht überzeugt er damit nicht: "Die Kammer sieht gleichwohl nicht, dass es zu einer Herkunfts-Täuschung kommt", beschied die Richterin. Besonders das große und allseits bekannte Samsung-Logo auf dem Nachfolge-Modell mache es von den Apple-Geräten hinreichend unterscheidbar. Schließlich seien Apple und Samsung "bekannter als die Bundeskanzlerin".

Der kleinste gemeinsame Nenner

Der Apple-Vertreter wollte darin nur die "übliche Verletzer-Strategie" sehen: "Hat man sich mit dem Nachahmer-Modell erst auf dem Markt etabliert, kann man sich natürlich etwas vom Original entfernen." Letztlich betreibe Samsung nach wie vor Ruf-Ausbeutung. Samsung wehrte sich gegen die Vorwürfe: Apple versuche, den "kleinsten gemeinsamen Nenner" von Tablet-Computern einfach für sich zu beanspruchen: "Eine flache rechteckige Form mit vier abgerundeten Ecken." Die Form sei aber lediglich Ausdruck technisch sinnvoller Lösungen. Der Samsung-Anwalt führte eine ganze Reihe weiterer Geräte ins Feld, um zu untermauern, dass das iPad keine derart einzigartige Neuschöpfung sei.

Samsung berief sich am Donnerstag auch auf ein älteres US-Patent für einen dem iPad ähnlichen Monitor. Damit sei der Schutz für das iPad-Design mindestens eingeschränkt. Die Apple-Anwälte wiesen dies zurück: Das US-Patent beziehe sich auf eine gänzlich andere Produkt-Gattung. Außerdem sei das US-Patent erst 13 Tage vor dem Schutzantrag für das iPad-Design veröffentlicht worden. Damit habe man nicht mehr rechtzeitig von dem Patent Notiz nehmen können.

Apple hatte sich im Jahr 2004 das Design eines Tablet-Computers in Europa als sogenanntes Geschmacksmuster schützen lassen. Die Prozesse in Düsseldorf sind Teil eines weltweiten Konflikts zwischen Apple und Samsung um den Milliardenmarkt der Tablet-Computer und Smartphones. Dabei geht es auch um den Konkurrenzkampf zwischen der Apple-Softwareplattform iOS und dem Google-Betriebssystem Android.

DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Patentstreit eskaliert Der Krieg der Smartphone-Giganten

Apple gegen Samsung, Motorola gegen Microsoft, jeder gegen jeden: Die Handyhersteller sind im Krieg. Doch was steckt hinter dem Patentwettrüsten? Und wie wirkt sich das auf die Kunden aus? mehr...

Nächster Patent-Rückschlag für Android Es wird eng für Google

Bisher sind es eher kleine Nadelstiche, doch der Patent-Druck auf das Google-Betriebssystem Android wächst. Ein US-Richter ist jetzt der Ansicht, dass Motorola ein Microsoft-Patent verletzt. mehr...

Smartphone-Schlacht Apple siegt hauchdünn in Patentgefecht gegen HTC

Apple hat sich durchgesetzt, aber Smartphone-Konkurrent HTC feiert trotzdem: Die US-Handelsbehörde verhängte zwar ein späteres Einfuhrverbot gegen die Taiwanesen. Von der Masse der von Apple beklagten Patentverstöße monierte die Behörde aber nur eine einzige Funktion. mehr...

Patentkrieg mit Apple Samsung startet Gegenoffensive

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung will nun auch in Japan und Australien ein Verkaufsverbot für das neue iPhone 4S des Konkurrenten Apple durchsetzen. mehr...

 
Partnerangebot Der stern.de-DSL-Vergleich Der stern.de-DSL-Vergleich Sparen bei DSL-Flatrates

Mit einem DSL-Tarif-Vergleich finden Sie einfach und schnell den zu Ihnen passenden Anbieter. Kostenlos, schnell und sicher! mehr

 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft