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Das steckt hinter den mysteriösen Emojis

Bei Smiley, Herz und Aubergine weiß jeder, was Sache ist. Doch wofür steht eigentlich dieses McDonalds-Zeichen oder das Hotel mit Herz? Der stern verrät es Ihnen.

  Emojis: Was steckt hinter den merkwürdigen Symbol-Bildern?

Emojis: Was steckt hinter den merkwürdigen Symbol-Bildern?

Sie kennen das: Man sucht gerade nach einem der selten genutzten Emojis - und stolpert prompt über jede Menge Zeichen, die partout keinen Sinn ergeben wollen. Wofür steht eigentlich diese blaue Spirale? Warum sollte jemand die Osterinselfigur verschicken? Was stellt dieser braune Kreis mit dem schwarzen Viereck dar? Wohl etwas zu essen. Bloß was? Hier erfahren Sie endlich, was die merkwürdigsten Emojis bedeuten.

Die Kirche mit Herz steht für eine Hochzeit, dass verstehen auch westliche Nutzer auf den ersten Blick. Beim Hotel macht das aber hierzulande wenig Sinn. Anders in Japan: Dort gehören Love-Hotels zum Alltag. Die Stundenhotels werden dort zwar auch für Affären oder den Besuch mit einer Prostituierten benutzt, haben aber keinen anrüchigen Ruf. Denn auch viele Schüler und Studenten mieten sich für ein Schäferstündchen ein. Die wohnen wegen der hohen Mieten nämlich meist noch bei ihren Eltern.

Die blaue Spirale dürfte jedem iPhone-Nutzer schon einmal untergekommen sein. Doch kaum einer dürfte geahnt haben, dass es sich eigentlich um einen Wirbelsturm handeln soll. In der Android-Version des Emojis ist das zwar besser zu erkennen. Wirklich selbsterklärend ist es aber nicht.

Ein Pups? Wind? Die meisten können sich zu dieser Wolke zwar irgendeinen Reim machen, die richtige Verwendung kennen sie aber nicht. Eigentlich soll man es nämlich nicht alleine verwenden. Sie steht für Beschleunigung: Packt man einen laufenden Menschen oder ein Auto davor, erinnert das Bild an eine losrennende Comic-Figur.

Das merkwürdige Emoji erkennen Manga-Fans sofort, dem Rest der Deutschen ist es ein Mysterium: Es steht für Wut und soll die anschwillenden Venen an den Schläfen zeigen.

Heiße Suppe? Oder doch eher Kaffee? Zumindest der Dampf ist erkennbar. In Japan steht das Symbol für eine Thermalquelle und findet sich auch auf Straßenschildern und Landkarten.

Auch dieses Symbol ist Japan-spezifisch: Dort steht es für einen Anfänger.

Fans von alten US-Filmen erkennen die Säule, die dort klassisch für einen Friseursalon steht. Allerdings hat sie noch eine zweite Bedeutung: In Asien werden die blau-rot-weiß gestreiften Säulen genutzt, um Bordelle zu bewerben.

Die rote Laterne dagegen hat in Japan überhaupt nichts Anrüchiges: Sie hängt an Izakaya genannten Bars, in denen man sein Feierabendbier und etwas Leichtes zu essen bekommt.

Das merkwürdige Viereck soll eine stilisierte Blume darstellen und wird in Japan als Symbol für "Kawaii" benutzt. Das etwa "süß" oder "niedlich" bedeutende Wort steht für ein ganzes ästhetisches Konzept und bildet mittlerweile einen wichtigen Teil der japanischen Kultur. Bekanntestes Beispiel hierzulande dürfte die Marke "Hello Kitty" sein.

A, B, AB und 0? Da war doch was. Richtig, die Symbole stehen tatsächlich für die Blutgruppen. Wenn Sie nächstes mal per Emoji um Blutspenden bitten wollen, sind Sie nun gerüstet.

Das an ein McDonalds-M erinnernde Zickzack-Symbol wird hierzulande beinahe niemand brauchen: Das "Ioriten" genannte Zeichen markiert in traditionellen japanischen Theater- und Lyrikstücken den Anfang des nächsten Liedes.

Dass es sich beim Moai-Emoji um eine der Statuen auf den Osterinseln handelt, erkennen wohl die meisten. Doch warum sollte man solch eine Figur verschicken? Die Antwort ist beinahe banal: In Tokyo befindet sich eine solche Statue neben dem Bahnhof Shibuya - und ist ein beliebter Treffpunkt.

Das verschenkte Herz ist leider deutlich weniger romantisch - und soll eigentlich nur eine Pralinenschachtel repräsentieren.

Reis-Cracker, Reis-Bällchen, die Bento genannte Kombination aus Reis, Gemüse und Fleisch und der Schnaps Sake (von links nach rechts) sind in Japan extrem beliebt.

Auch diese Emojis verstehen vor allem Japaner. Sie stehen für verschiedene Feierlichkeiten. Die Karpfen für den Kindertag, die Reisbällchen vor hübscher Kulisse für die Tsukimi genannte Zeremonie zur Feier des Herbstmonds. Die an Bambus gebundenen Zettel sind vor allem als Dekoration für das Tanabata-Festival beliebt.

Anker? Krone? Dreizack! Wann man den verschicken soll, ist dadurch aber auch nicht geklärt.

Dieses Emoji bedeutet tatsächlich: Hände hoch! Aber zum Feiern, nicht in einem Überfall.

Malte Mansholt
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