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27. März 2009, 17:23 Uhr

Großangriff des Computer-Wurms droht

Auf Millionen Rechnern weltweit treibt der gefährliche Computer-Wurm "Conficker" sein Unwesen. Am 1. April wird ein erneuter Großangriff des Schädlings erwartet. Experten sprechen bei dem Schädling von einer "völlig neuen Dimension der Aggresivität".

Conficker, Virus, Wurm

Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie sich Conficker am 1. April verhalten wird© Colourbox

Der hartnäckige Computerwurm Conficker hält Sicherheitsexperten in diesen Tagen weltweit in erhöhter Alarmbereitschaft. Für den ersten April wird ein neuer Ausbruch des Schädlings erwartet. Was dann genau passieren wird, sei bislang aber überhaupt nicht klar, sagte der Karlsruher Antiviren-Experte Christoph Fischer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Schädling sei "sehr clever" programmiert. Die Zielrichtung der Angriffe könne sich auch schlagartig wieder ändern. "Im Moment stehen aber alle Gewehr bei Fuß."

"Bei Conficker zeigt sich eine völlig neue Dimension der Aggressivität", sagte Fischer. Auch die Größenordnung seiner Selbstverteidigung stelle die Antiviren-Industrie vor erhebliche Probleme. Anders als andere Computerschädlinge kann sich Conficker auch über Wechseldatenträger wie externe Festplatten oder USB-Sticks weiter verbreiten. Er erzeugt immer wieder neue Varianten von sich selbst und versucht mit leichten Veränderungen, die Hersteller von Antiviren-Software auszutricksen.

"Die Industrie hat erhebliche Probleme"

Schadcode und neue Befehle lädt der Schädling über selbst generierte Internet-Adressen (Domänen) nach. Dabei greift er aber nicht wie bislang üblich auf 20, sondern auf bis zu 50 000 Websites zu. "Das ist eine Größenordnung an Selbstverteidigung, die der Industrie erhebliche Probleme bereitet", sagt Fischer. Microsoft sei es zusammen mit Partnern inzwischen gelungen, den dahinter steckenden Algorithmus zu analysieren, sagte Thomas Baumgärtner, Sicherheitsexperte von Microsoft. Die Experten wollen damit nun die Websites abgreifen und direkt an die Hersteller von Antiviren- Software zur Analyse leiten.

Conficker ist seit vergangenem Herbst weltweit unterwegs und hat sich ursprünglich über eine Sicherheitslücke in Microsofts Betriebssystem Windows in die Computer eingenistet. Seit Oktober 2008 stellt Microsoft einen Patch zum Schließen des Lecks zur Verfügung. Wie viele Computer bereits befallen wurden, ist selbst unter Experten umstritten. "Wir gehen, konservativ geschätzt, von weltweit drei Millionen Rechnern aus", sagt Baumgärtner. Zu den Opfern zählten bislang große Medienhäuser, die Bundeswehr, Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen, wie zuletzt die Verwaltung der Stadt Lüneburg.

DPA
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
Watschdog39 (28.03.2009, 17:44 Uhr)
Tja, die Presse
treibt jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf!!!
Von den brisanten Themen wird dann geschwiegen oder dumm gelabert.
Zitat aus der "Main-Post":
"Es mag sein, dass dieses Gesetz unvollkommen, wenig brauchbar, kaum wirkungsvoll und noch dazu Zensur ist. Wir brauchen es trotzdem." es Handelt sich um das Zensurgesetz im Internet. Geschrieben hat das nicht irgendein Schwanzlurch von Redaktionsvolontär, unauffällig auf Seite 14, sondern ein gestandener Journalist in seinem Leitartikel. Ich kenne diesen Menschen nicht und ich habe noch keine Lust, mich mit seinem Namen zu belasten. Ich bin mir jedoch sicher, dass dieser Mann ein glühender Verfechter der Pressefreiheit ist. Und weil er sich als der absolut gute und intelligente Mensch fühlt muss und will er Kontrolle über andere.Damit steht er nicht alleine da, alle s.g. Journalisten sind der Meinung sie müssten den Bürgern erklären was schwarz und was weiß ist.
Eisenbaer (28.03.2009, 14:28 Uhr)
An den Poster-Zuschriften ist zu sehen...
...dass die Dimension in weiten Teilen der Bevölkerung völlig verkannt wird. Hier verlässt man sich zum einen vollkommen auf die Programmierer und Virenexperten der Hersteller der Antiverenprogramme. Und zum anderen wiegt man sich wohlig im Glauben, dass es etwas nicht geben kann, von dem man bis jetzt anscheinend noch nie betroffen war...

Millionen von Kriminellen leben von der Einfältigkeit solcher Mitbürger.
Stirn.de (28.03.2009, 09:04 Uhr)
Kümmert Euch um die richtig wichtigen Dinge
...während man sich mit irgendwelchen Würmern und Viren in der Öffentlichkeit beschäftigt, werden still und heimlich von Vater-Staat die heimischen Computer "ausgespäht".
Schön, so richtig knorke im Retro-DDR-Style.
Wo sind eigentlich die ganzen Stasimitarbeiter hin nach dem Mauerfall ? na ? Glaubt wiurklich Jemand, dass ehem. Stasipolitiker heute Brötchen oder Wurst beim Albrecht verkaufen ?
Es gibt weit aus wichtigeres für den Journalismus Zeit zu investieren als irgendwelche Würmer oder Viren.
Mit freundlichen Grüßen
Stirn.de
prinzalbert (27.03.2009, 21:42 Uhr)
Na endlich ...
Winnenden ist nicht mehr interessant, bis Boris Beckers Hochzeit ist noch eine Weile hin, Verona Feldbusch und ihr Pleitegatte hatten wir ja die letzten beiden Tage schon, Benedikt XVI. ist auch ruhig, was bleibt also noch - ein Computerwurm. Und wie immer naht das Chaos für Millionen MicrosoftRechnerNutzer. Warum fällt euch das eigentlich erst 4 Tage vor dem Katastrophentermin ein. Es ist einfach zum gähnen.
you_me_2 (27.03.2009, 20:34 Uhr)
Der Großangriff..
..von Conficker wird uns genauso ins Chaos stürzen, wie es der 1.1.2000 tat.
Damals wurden alle Befürchtungen der Exparten wahr, die Welt stand am Abgrund, drum gab es Notfallpläne, die sollten vor der großen Confickerattacke auch noch ausgegraben werden:
http://www.tippscout.de/notfallplan-f%FCr-den-jahrtausendwechsel_tipp_489.html
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