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10. Mai 2011, 12:02 Uhr

"Star Trek"-Truppen töten bin Laden

Aus Versehen schickte der deutsche Nachrichtensender N24 eine eigene Theorie zum Tod von bin Laden in die Welt: Nicht die Navy Seals, sondern Terroristen aus der "Star Trek"-Serie sollen den Terrorchef ausgeschaltet haben. Von Christoph Fröhlich

Star Trek, N24, Osama bin Laden, Navy Seals, Maquis

Verschwörung oder menschlicher Fehler?© N24

Lustige Panne bei N24: Bei der Berichterstattung über den Tod von Osama bin Laden präsentierte Moderator Mick Locher am 5. Mai aus Versehen nicht das Logo der amerikanischen Eliteeinheit Navy Seals, sondern das Emblem einer "Star Trek"-Gruppierung namens "Maquis Special Operations Seals Team VI".

"Sie haben nicht umsonst den Totenschädel in ihrem Emblem"

Locher bemerkte den Missgriff während seiner Moderation nicht. Dabei ist das Logo der "Star Trek"-Gruppierung - es handelt sich um eine Gruppe paramilitärischer Terroristen aus dem 24. Jahrhundert - eigentlich leicht als Zeichen aus dem Trekkie-Universum zu erkennen. Bei den Navy Seals von heute trägt der imperiale Adler eine Pistole in den Klauen, die Trekkies haben sie durch einen Phaser ersetzt. Locher kommentierte das Zukunftsemblem ebenso kenntnisreich wie falsch: "Sie haben nicht umsonst den Totenschädel in ihrem Emblem!" Dass es sich auf dem gezeigten Bild jedoch um keinen menschlichen Schädel handelt, sondern um den eines Klingonen mit Augenklappe, bemerkte der Nachrichtenmann nicht. Auch die drei Klingonenschwerter mit dem Aussehen von Fantasy-Krummsäbeln entgingen seinem investigativen Blick.

Hier sehen Sie beide Logos im Vergleich.

Die Star-Trek-Fans jubeln über das Versehen: "Ich habe schon immer vermutet, dass die Cardassianer [Anm. d. Red: Ein Volk aus "Star Trek"] irgendwie in Al-Qaeda involviert sind. So ist es kein Wunder, dass die Maquis ihn jetzt erledigt haben", so ein Leser von cnet.com.

Kristina Faßler, N24-Sprecherin meinte dazu: "Überall, wo Menschen arbeiten, werden auch Fehler gemacht. Natürlich ist dieses falsche Logo peinlich. Aber ganz ehrlich: Als wir es bemerkt haben, mussten wir auch schmunzeln."

Von Christoph Fröhlich
 
 
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