Detaillierte Rezepte, Bewegung und ab und zu etwas Süßes: Die Brigitte-Diät setzt auf gesunde Mischkost, "Fatburn-Kick", "Kalorienbremse" und "Stundenformel". So hilfreich ist das Konzept.

Bewegung ist ein wichtiger Baustein bei der Brigitte-Diät© Colourbox
Die Frauenzeitschrift Brigitte entwickelte die gleichnamige Diät bereits in den 60er-Jahren. Seitdem wurde das Konzept regelmäßig aktualisiert. Die Brigitte-Diät richtet sich an Erwachsene mit einem BMI über 25. Dabei ist sie keineswegs nur etwas für Frauen - auch Männer können nach diesem Konzept abnehmen.
Größere Änderungen hatte es bereits im vergangenen Jahr gegeben, die auch bei der Brigitte-Diät 2013 bestehen geblieben sind. Aus den neuesten Forschungsergebnissen wurden drei Regeln abgeleitet, die seitdem für das Abnehmkonzept gelten: die "Stundenformel", der "Fatburn-Kick" und die "Kalorienbremse" (siehe Feinheiten).
Der Energiebedarf wird bei dieser Methode nicht individuell ermittelt. Unabhängig vom BMI enthält die tägliche Nahrungsmenge rund 1200 Kalorien und circa 40 Gramm Fett. Da Männer in der Regel einen höheren Energiebedarf als Frauen haben, können sie 300 Kilokalorien pro Tag mehr zu sich nehmen.
Basis des Konzepts ist eine fettarme, ausgewogene Mischkost mit viel Obst und Gemüse sowie ausreichend Eiweiß in Form von Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Hülsenfrüchten. Die empfohlene Menge an Kilokalorien pro Tag sollte möglichst auf drei, höchstens auf vier Mahlzeiten verteilt werden. Auch Snacks sind erlaubt - allerdings nur im Anschluss an eine Mahlzeit, falls man noch nicht satt ist. Zwei Snacks können auch eine Mahlzeit ersetzen.
Mitgeliefert werden Vorschläge für Tages- und Wochenpläne, man kann sich seine Speisepläne aber auch selbst zusammenstellen.
Die Tagespläne sind alltagsnah und durchdacht: Kommen mittags Salzkartoffeln auf den Teller, gibt es einen Hinweis darauf, dass welche für den Abend mitgekocht werden können, weil sie dann zum Beispiel als marinierte Scheiben auf einem Rucolasalat landen.
Solange die Kalorienmenge im Blick behalten wird, können einzelne Speisen auch variiert oder eigene Rezepte verwendet werden. Kein Lebensmittel ist verboten, auch das eine oder andere Stückchen Schokolade ist mal drin: Um mit der Brigitte-Diät abzunehmen, ist die Wochenbilanz entscheidend. Die Diät kann so lange fortgeführt werden, bis das Wunschgewicht erreicht ist.
Bewegung spielt bei der Brigitte-Diät eine wichtige Rolle. Vor allem wird Wert auf Alltagsbewegung gelegt - etwa Treppensteigen - ergänzt von gezieltem Muskelaufbau und Ausdauersport. Empfohlen wird außerdem Entspannung, um negativen Stress abzubauen, der wiederum Übergewicht begünstigen kann.
In einer früheren Version der Diät galt noch: Es ist egal, um welche Uhrzeit etwas gegessen wird. Die aktuelle Brigitte-Diät setzt hingegen auf die "Stundenformel". Demnach gelten Pausen von mindestens vier Stunden zwischen den Mahlzeiten als optimal. Innerhalb dieser Ruhephase sollte auch nicht zum Snack gegriffen werden. Hintergrund: Der Stoffwechsel mag es, auch einmal in Ruhe gelassen zu werden - dann verbrennt er am meisten Fett. Nachts sollte die Pause mindestens zehn Stunden betragen. Trinken ist zwischendurch natürlich erlaubt, allerdings nur Kalorienfreies wie Wasser und ungezuckerter Tee sowie in Maßen auch Kaffee.
Neben der "Stundenformel" ist auch die "Kalorienbremse" von Bedeutung. Nahrungsmittel, die am besten satt machen und den Fettabbau am wenigsten stören, helfen zusätzlich beim Abnehmen. Hintergrund: Unser Fettabbau hängt mit dem Zuckerstoffwechsel zusammen. Greifen wir zu kohlenhydrathaltigen Speisen, wird das Hormon Insulin ausgeschüttet. Dieses sorgt dafür, dass der Zucker aus den Kohlenhydraten als Energie in die Körperzellen gelangt. In dieser Zeit wird kein Fett abgebaut.
Wichtig für das Sättigungsgefühl ist zudem die Energiedichte der Nahrungsmittel. Nach dem Prinzip der geringen Energiedichte sollen Kalorien nicht dadurch eingespart werden, indem weniger gegessen wird. Stattdessen sollen die Mahlzeiten möglichst wenige Kalorien pro Gramm oder Portion liefern. Lebensmittel mit geringer Energiedichte sind Gemüse und einige Obstsorten, da sie viel Wasser enthalten und dadurch satt machen. Auch mageres Fleisch gehört dazu, im Gegensatz zu Süßigkeiten und Gebäck. Generell gilt: Die Energiedichte eines Lebensmittels ist umso geringer, je wasserreicher und fettärmer es ist. Eine Sonderstellung haben Getränke, die zwar auch viel Wasser, aber eben auch viele Kalorien enthalten können. Sie sättigen nicht gut, animieren aber dazu, viel davon zu trinken und sind daher zum Abnehmen nicht geeignet. Fazit: "Kalorienbremser" sind somit Gerichte, die wenige Kohlenhydrate enthalten und eine möglichst geringe Energiedichte haben.
Dritte Neuerung aus 2012: Eiweiß gilt als wichtigster Verbündeter beim Abnehmen. Damit der Körper über die Nacht viel Fett verbrennt, gehört Eiweißreiches vor allem abends auf den Teller. Größere Mengen an Kohlenhydraten sollten dann besser gemieden werden. Eiweißreiche Mahlzeiten sind mit dem Hinweis "Fatburn-Kick" gekennzeichnet.
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