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Ratgeber Ernährung

Gift im Essen

Nitrat

Damit Pflanzen schneller wachsen, düngen Landwirte mit Stickstoff. Die Pflanzen speichern den Stickstoff als Nitrat in ihren Zellen. Diese Substanz ist harmlos.

Bakterien können Nitrat jedoch in giftiges Nitrit umwandeln. Das passiert, wenn Sie das Gemüse lange warm halten oder wieder aufwärmen. Bei hohen Temperaturen - zum Beispiel beim Trocknen oder Räuchern - verbindet sich Nitrit mit bestimmten Abbauprodukten von Eiweißen, mit den Aminen. Dadurch entstehen Nitrosamine.

Nitrosamine lassen Krebs entstehen

Nitrit kann gefährlich für Babys werden: Die Substanz beeinträchtigt den Transport von Sauerstoff im Blut, das kann lebensbedrohlich werden. Nitrosamine erzeugen bei Tieren Krebs, möglicherweise auch beim Menschen.

Nitrit ist ein Bestandteil von Pökelsalz. Daher steckt es in gepökelten Fleischwaren, beispielsweise in der Salami, in rohem Schinken oder Kassler. Nitrit steht auf dem Etikett als Konservierungsstoff Natrium-Nitrit oder Kalium-Nitrit beziehungsweise als Kalium-Nitrat oder Natrium-Nitrat (E 249 bis E 252).

Erbsen, Gurken und Tomaten sind wenig belastet

Gemüse besitzt unterschiedlich viel Nitrat. Rucola, Spinat, Mangold oder Rote Bete sind Nitratsammler. Blattgemüse wie Feld- und Kopfsalat enthalten ebenso viel Nitrat. Genauso Rettich, Radieschen und Fenchel. Etwas weniger Nitrat finden Sie in Sellerie, Frühmöhren, Kohlrabi, Auberginen, Zucchini und verschiedenen Kohlsorten wie Chinakohl, Grünkohl, Blumenkohl und Wirsing.

Wenig Nitrat steckt in Kartoffeln und Getreide und im Fruchtgemüse, beispielsweise Erbsen, Gurken und Tomaten. Ohne Sonne können Pflanzen aufgenommenes Nitrat schlecht abbauen. Freilandgemüse und -salate, auch ökologisch angebautes Gemüse enthalten meist weniger Nitrat.

Spinat sollten Sie nicht aufwärmen

Nitrate lassen sich in vielen Salaten und Gemüsesorten nachweisen, oft bis zu den gesetzlich festgelegten Höchstwerten, manchmal auch darüber hinaus.

So vermeiden Sie Nitrite und Nitrosamine:

  • Die äußeren Blätter eines Salates, Stiel und Stängel von Blattgemüse speichern besonders viel Nitrat.
  • Säuglingen unter fünf Monaten sollten Sie keinen Spinat, Mangold oder Rote Bete geben. Als Beikost für Ihr Baby eignet sich nitratarmes Gemüse wie Möhren oder Pastinaken.
  • Gekochter Spinat und anderes nitratreiches Gemüse bilden Nitrit, wenn Sie es warm halten oder aufwärmen.
  • Wenn Sie nitratreiches Gemüse kurz auf 80 Grad Celsius erhitzen (blanchieren), verringert sich das darin enthaltene Nitrat um bis zu 50 Prozent. Das Kochwasser sollten Sie wegschütten.
  • Nitratreiches frisches Gemüse sollten Sie nicht in der Mikrowelle zubereiten.
  • Gepökeltes Fleisch sollten Sie nicht braten oder grillen.
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