Zartrosa sieht ein Bio-Lachs aus. Und er schmeckt gut. Das liegt an seiner bewegten Lebensweise: Die Fische leben in schottischen Bergseen, später ziehen sie in den Nordostatlantik. Dabei müssen sie gegen die Gezeiten schwimmen, das kostet Kraft. Daher ist ihr Fleisch fester und hat rund drei bis fünf Prozent weniger Fett als das ihrer Brüder, die in Farmen leben müssen. Herkömmlich gezüchtete Lachse dümpeln nämlich dicht an dicht in ihren Netzgehegen, die in ruhigem Fjord- oder Teichwasser hängen. Zudem schlucken solche Lachse reichlich Medikamente.
Arzneien, Hormone oder wachstumsfördernde Mittel sind in der Bio-Zucht verboten. Die Züchter reinigen die Netze nur mechanisch und nicht chemisch. Pestizide sind tabu. Einheitliche Richtlinien für die Bio-Fischzucht werden jedoch erst nächstes Jahr in der EG-Ökoverordnung festgelegt.
Achten Sie beim Einkaufen von Fisch darauf, ob er aus nachhaltiger Fischerei stammt. Das bedeutet, dass die Fischer keine Bestände zerstören und das Meer nicht überfischen dürfen. Nachhaltige Fischerei erkennen Sie am MSC-Siegel. MSC steht für Marine Stewardship Council.
Antje Helms