Bekommt Ihr Baby noch Muttermilch, brauchen Sie sich keine Gedanken zum Thema Bio zu machen. Denn eine bessere Nahrung gibt es für Säuglinge nicht. Allerdings kann auch Muttermilch mit Schwermetallen und anderen Stoffen belastet sein, die Sie über die Nahrung aufnehmen. Aber nur in minimalen Mengen. Für Ihr Kind überwiegen auf jeden Fall die Vorteile, wenn Sie es stillen.
Möchten Sie Ihrem Kind langsam etwas Festeres geben, stellt sich die Frage: selbst gekochte Bio-Ware? Oder lieber Fertigbrei aus dem Glas? Die Antwort: Brei aus dem Gläschen hat fast immer Bioqualität. Denn nach der EU-Diätverordnung muss Babynahrung praktisch frei von Pestiziden sein, und sie darf nur sehr gering mit Nitrat belastet sein. Deshalb nutzen die meisten Babybrei-Produzenten Biowaren.
Möchte Ihr Kind dasselbe essen wie Sie, sollten Sie auf gute Qualität achten. Denn Kinder können auf Zusatz- und Farbstoffe, auf künstliche Aromen sowie Geschmacksverstärker empfindlicher reagieren. Bio-Produkte enthalten deutlich weniger Zusatzstoffe. Ökoware enthält auch weniger Zucker als herkömmliche Produkte, etwa bei Kakaogetränkepulvern oder Kindermüslis. Bio-Nuss-Nougat-Cremes haben häufig mehr Nüsse.
Kaufen Sie Obst und Gemüse aus der Region und nach der Saison. Solche Pflanzen enthalten weniger Pestizide und Nitrate. Wählen Sie Bio-Produkte, wenn Sie sicher gehen möchten, Ihrem Kind möglichst wenige Rückstände aufzutischen. Bei Kleinkindern ist das zu empfehlen.
Antje Helms