Die Versorgung mit diesem Spurenelement ist in Deutschland mangelhaft: Trinkwasser und Boden sind sehr jodarm, entsprechend wenig steckt in der Nahrung. Etwa 15 Prozent der Deutschen nehmen nicht ihren Tagesbedarf von etwa 0,2 Milligramm zu sich.
Fehlt Jod, kann die Schilddrüse nicht richtig arbeiten, denn das Mineral ist Bestandteil ihrer Hormone. Diese steuern den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Eiweißen sowie Fetten und beschleunigen damit die Energieversorgung des Körpers. Erhält die Schilddrüse zu wenig Jod, vergrößert sie sich, bis am Hals ein Kropf entsteht.
Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Jodbedarf. Bei Kindern kann Jodmangel den Stoffwechsel verlangsamen, das Wachstum verzögern und die geistige Entwicklung stören. Meeresfische, Garnelen und Muscheln sind reich an Jod.
Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, grundsätzlich mit jodiertem Speisesalz zu würzen. Für den höheren Bedarf von Schwangeren und Stillenden können Tabletten nötig sein.
Fluor steckt zu 95 Prozent in den Knochen und sorgt dort für Stabilität. Es härtet Zähne und Zahnschmelz und schützt so vor Karies, indem es das Wachstum der Bakterien im Mund erschwert. Leiden Kinder an Fluormangel, härten ihre Zähne nicht richtig aus und werden kariesanfällig.
Bei Erwachsenen empfehlen sich Mengen bis zu 3,8 Milligramm täglich. Gute Quellen sind Fisch, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Mineralwasser und schwarzer Tee. Mit fluoridiertem Jodsalz kann die Versorgung verbessert werden.
Kinder, die Fluoridtabletten einnehmen, sollten nur wenig zusätzliches Fluorsalz bekommen. Denn zu große Dosen des Minerals können bleibende Zahnverfärbungen verursachen.