Wenige Mikrogramm können über Gesundheit oder Krankheit entscheiden: Hat unser Körper nicht genügend Eisen, Zink und Selen sowie Fluor und Jod, drohen ernste Beschwerden - von der Blutarmut bis zu entzündeter Haut.

Zink fördert den Aufbau fester Fingernägel© Colourbox
Von Spurenelementen brauchen Sie nur winzige Mengen: Von manchen Substanzen brauchen Sie nur einige Milligramm, von anderen sogar nur einige Mikrogramm. Eisen ist wichtig für den Sauerstofftransport. Zink fördert den Aufbau von Haaren und Nägeln, wirkt aber auch mit bei der Herstellung von Eizellen und Spermien. Selen und Jod sind wichtig für die Schilddrüse, Fluor schützt vor Karies.
Eisen ist ein wichtiger Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, der in seinem Inneren ein Eisenatom besitzt. Hämoglobin transportiert Sauerstoff von der Lunge über die Blutbahn in die Zellen. Dabei lagert sich der Sauerstoff an das Eisen an. Das Element Eisen steckt auch im roten Muskelfarbstoff Myoglobin.
Eisenmangel ist heute zwar seltener als früher. Doch immer noch sind 20 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter in Deutschland gefährdet, einen Eisenmangel zu entwickeln. Bei Frauen tritt er doppelt so häufig auf wie bei Männern, weil Frauen während der Menstruation Blut und damit Eisen verlieren.
Die nötige Menge von 10 bis 15 Milligramm täglich decken Fleisch, Fisch, Geflügel, grünes Blattgemüse, Pilze, Hülsenfrüchte, Getreideprodukte und Eier. Schwangere und Stillende benötigen fast die doppelte Tagesration.
Vegetarier können Eisenmangel vorbeugen, indem sie viel Blattgemüse, Weizenkleie und Sojaprodukte essen. Blattgemüse enthalten auch Vitamin C, das die Eisenaufnahme des Körpers fördert. Denn grundsätzlich kann der Organismus Eisen aus Pflanzen schlechter verwerten als aus Fleisch.