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Vater baut seiner Tochter einen Märchenbaum – in ihr Zimmer

Es war der Herzenswunsch seiner Tochter, einen Märchenbaum in ihrem Zimmer zu haben – mit einer Höhle zum Lesen und Ästen zum Klettern. Und was macht ein guter Papa da? Er baut ihn ihr. Anderthalb Jahre hat er dafür gebraucht.

  Ein Traum, der in Erfüllung ging: ein Märchenbaum im eigenen Kinderzimmer

Ein Traum, der in Erfüllung ging: ein Märchenbaum im eigenen Kinderzimmer

Was länge währt, wird richtig gut! Auch wenn seine Tochter 18 Monate lang warten musste, bis sich ihr sehnlichster Traum erfüllte, ist sie nun total glücklich: Ihr Papa, Imgur-User radamshome, hat ein Meisterwerk geschaffen, das einer Filmkulisse entnommen sein könnte. Drei Wünsche hatte das Mädchen, wie ihr Märchenbaum aussehen sollte: Es sollte sich eine Höhle darin befinden, in die sie sich zum Lesen kuscheln kann; er brauchte Zweige, damit sie klettern kann und in seiner Krone sollte sich ein Sitzplatz befinden. Statt mit den Augen zu rollen und "Träum weiter!" zu denken, machte sich ihr Papa an die Arbeit. Nicht ahnend, was für physische Ausmaße sein Werk annehmen würde.

Zur Inspiration diente dem Papa, man sieht es dem Resultat an, Disney. Genauer gesagt das Ausstattungsdesign der Disney-Filme. Um nicht irgendwann zu bereuen, was er getan hatte, konsultierte "radamshome" zunächst Fachleute, die ihn in puncto Brandschutz-Vorsorge beraten konnten. Denn der Baum, insbesondere die Lesehöhle, sollte natürlich auch beleuchtet sein. 

Knapp 4000 Euro Material, rund 350 Stunden Arbeit

Nachts und an den Wochenenden machte sich der Vater, eigentlich Künstler im Bereich Videospiele, an die Arbeit. Erste Zeichnungen entstanden, die er jedoch immer wieder überarbeitete, damit der Baum nicht unheimlich wirkte und seiner Tochter womöglich Albträume bescherte. Auf die Zeichnungen folgte ein Modell, das er baute, und anschließend ging es an die Umsetzung in dem leergeräumten Raum, in dem der Mädchentraum entstehen sollte.

Schweißen, bohren, hämmern, der Vater suchte sich für jedes seiner Gewerke Spezialisten, die ihn bei dem Rohbau des riesigen Stahlkorpus berieten. Um die Proportionen zu wahren, unterteilte er den Fußboden in Felder wie ein Schachbrett. Auf das Stahlgerüst montierte er eine Drahthaut und fügte die Lampen ein. Für die "Rinde" nutzte er ein Gemisch aus Zement, Wasser, Polymerlösung und geschreddertem Fiberglas. Die Oberflächenstruktur gestaltete er mit Silikon und Lehm. Die Äste unter der Decke sollten leichter werden und bekamen ihre äußere Hülle aus Pappmaché geformt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren 225 Arbeitsstunden ins Land gegangen, weitere 125 sollten noch folgen.

Und dann die Optik

Um den Baum wie einen aussehen zu lassen, brauchte er noch Farbe. Dem Vater kam dabei seine Leidenschaft für Modellbau zupass, die ihn als Jugendlichen diverse Fahrzeuge anmalen ließ. Dann brauchte der Märchenbaum natürlich noch Blätter – und die gesamte Innengestaltung. Doch damit war die Arbeit noch längst nicht getan: Details wie Farne, Pilze, kleine Schlupflöcher für Feen, ein Vogelnest, Blüten und Schmetterlinge sowie die gesamte Renovierung des Raumes standen noch an.

Regenbogenfarbene Wände, ein neuer Holzfußboden, die kuschelige Innenausstattung des Baumes und dimmbares Licht sorgen nun dafür, das der Rahmen stimmt: Der Traum wurde wahr. Und ein kleines Mädchen sehr, sehr glücklich.

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