Bei wem die Erreger leichtes Spiel haben

Ob sich jemand mit einer Erkältung oder einer Grippe ansteckt, ist nicht nur Glückssache. Manche Menschen haben eine schwächere Körperabwehr als andere.

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Säuglinge, Kinder und ältere Menschen sind besonders gefährdet, weil deren Immunsystem entweder geschwächt oder noch nicht richtig ausgereift ist©

Menschen mit schwachem Immunsystem laufen Gefahr, dass eine Erkältung oder eine Grippe Komplikationen nach sich zieht, die in besonders schweren Fällen auch tödlich enden können. Schuld daran sind oft so genannte Superinfektionen. Besonders häufig ist die Lungenentzündung, die Pneumonie. Sie kann durch die Grippeviren selbst, aber auch durch Bakterien hervorgerufen werden, die sich in der grippegeschwächten Lunge besonders leicht absetzen können.

Hohes Risiko für sehr junge und alte Menschen

Besonders gefährdet bei Erkältungen und Grippe sind folgende Personengruppen:

  • Ältere Menschen, deren Immunsystem altersbedingt nicht mehr optimal arbeitet;
  • Menschen in Alters- und Pflegeheimen, weil sich dort Erreger besonders gut ausbreiten können;
  • Menschen jeden Alters mit bestimmten chronischen Erkrankungen wie chronischen Nierenerkrankungen, Blutarmut (Anämie), Diabetes und anderen Stoffwechselkrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zum Beispiel der koronaren Herzkrankheit, Bluthochdruck (Hypertonie) oder Herzinsuffizienz, Erkrankungen der Atmungsorgane wie Asthma, chronische Bronchitis, Lungenblähung (Emphysem), chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder Mukoviszidose;
  • Säuglinge und Kleinkinder, weil deren Immunsystem noch nicht ausgereift ist;
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Das kann angeboren, aber auch Folge einer Behandlung oder einer Infektion sein. Angeborene Immundefekte sind zum Beispiel schwere Formen von Antikörpermangel wie Agammaglobulin- oder Hypogammaglobulinämie. Beeinträchtigt ist das Immunsystem bei Menschen mit Krebserkrankungen nach einer Chemo- oder Strahlentherapie, bei einer HIV-Infektion sowie bei bestimmten Medikamenten, die eine Immunantwort unterdrücken, etwa nach einer Organtransplantation.

Zu den Risikogruppen gehören darüber hinaus auch Menschen, die in ihrem Alltag viel Kontakt mit anderen Menschen haben. Das sind etwa Ärzte und Krankenschwestern, Angestellte in Kaufhäusern und Supermärkten, bei der Post, Polizei oder bei Behörden und Verkehrsbetrieben. Sie können sich leichter mit dem Virus anstecken.

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